«Keine Ahnung, wo ich am Abend sein werde»
Jan Fitze reist per Anhalter 4000 Kilometer durch Südamerika

Jan Fitze ist erneut für «Einfach Retour» unterwegs, diesmal unter erschwerten Bedingungen: Er wird in Südamerika ausgesetzt.
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Für «Einfach retour» reist Jan Fitze per Anhalter durch Südamerika.
Foto: SRF

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Jan Fitze reist in Staffel 3 von Patagonien nach Rio.
  • Er hat 400 Dollar Budget, 4000 km Strecke und drei Wochen.
  • Sommerserie 2024/2025 erreichte 30 Prozent Marktanteil im Fernsehen.
Miriam Zollinger
Tele

So ganz «Einfach Retour» kam Jan Fitze (43) auf seinen bisherigen Reisen durch Europa nicht nach Hause: zu gross die Distanzen zum Ziel, zu klein sein Budget, zu wenig Zeit auch.

Doch der Thurgauer nahm es (meist) locker und wuchs dem TV-Publikum rasch ans Herz: Der Marktanteil der Sommerserie 2024/2025 lag jeweils um 30 Prozent. Und retour kam er zum Schluss immer, aus jeder erdenklichen Himmelsrichtung.

Auf zu den Capybaras

«Es galt also, eine etwas grössere Herausforderung zu suchen», sagt Alexa Brogli, Leiterin Factual bei SRF. Fitze musste es für die 3. Staffel von der Peninsula Valdés in Patagonien nach Rio de Janeiro schaffen. Wegen der grossen Distanz, 4000 km, hat er dieses Mal drei Wochen Zeit und mehr Geld, nämlich 400 Dollar, zur Verfügung.

Ein Artikel aus «Tele»

Das ist ein Beitrag aus «Tele». Das Fernsehmagazin der Schweiz taucht für dich nach den TV- und Streamingperlen.

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Anders als in den Vorjahren weiss er neu auch, wo seine Reise beginnt und endet, hat sich also vorgängig über Argentinien und Brasilien informiert. «Ich war zwar immer noch vom Zufall abhängig, wer mich mitnimmt, konnte die Route aber etwas steuern.» So will er, trotz Umweg, unbedingt den Iberá-Nationalpark besuchen, um Capybaras zu sehen, die grössten Nagetiere der Welt.

Oft wird Fitze von Fernfahrern mitgenommen. «Argentinien ist von allen Ländern das bislang grösste Autostöpplerparadies», schwärmt er. Auch sei dies das Standard-Fortbewegungsmittel für die Polizei, der sich Fitze gern anschloss. Ihr Vorteil beim Daumen hochheben? Die Uniform. «Da hält jeder an …»

«Macht leicht süchtig»

Zupass kamen ihm auf der Reise seine Spanischkenntnisse aus dem Unterricht vor 25 Jahren. «Leider war ich da nur halb engagiert.» Und auf Brasilianisch sei er nur stark im «Restauranttalk», da er schon Kite-Ferien im Land gemacht habe.

Obschon 2026 vieles anders ist: Die grösste Crux bleiben die Übernachtungen. «Erschwerend kam hinzu, dass wir am Anfang des südamerikanischen Winters dort waren, es also spätestens um 18 Uhr dunkel war.» Trotzdem, keine Ahnung zu haben, wo man am Abend sein werde, «diese Art zu reisen, macht leicht süchtig.»

Und wie teuer ist «Einfach Retour»? Genaue Zahlen nennt Alexa Brogli nicht, sagt aber, es sei ein sehr günstiges Format. Fitze habe nur die 400 Dollar zur Verfügung, Unterkunft/Verpflegung für den Kameramann seien in Südamerika meist billiger als in Europa.

«Zudem lohnt es sich finanziell fast immer, wenn man mit einem längeren Dreh mehrere Sendungen umsetzen kann.» Ob und in welcher Form das Format 2027 weitergeführt wird, entscheidet man nach der Ausstrahlung.

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