Darum gehts
- Elia Berthoud veröffentlicht am 27. Februar sein neues Album
- Er lebt in einem Loft für 2450 Dollar, fährt Audi Q7
- Reality-TV war für ihn «Seelenverkauf», lehnt Pornografie strikt ab
Finanzielle Not kennt der Schweizer Elia Berthoud (33) nur zu gut. Früher, als er als Model in Mailand arbeitete, war der Kühlschrank leer, und die Handyrechnung konnte er kaum bezahlen – von der Miete ganz zu schweigen. «Ich war so broke, dass ich nur essen konnte, wenn mich jemand eingeladen hat», erinnert sich der 31-Jährige im Interview mit Blick. Zu sehen ist sein Weg aktuell in der 3+-Sendung «Adieu Heimat», die ihn in seiner neuen Wahlheimat Los Angeles begleitet.
Der aufstrebende Musiker ist später durch die TV-Formate «Germany Shore» und «Are You the One?» bekannt geworden. Angenommen habe er diese Jobs allein aus Geldnot, doch an diese Zeit denkt er heute ungern zurück: «Das Schlimmste, was ich gemacht habe, war Reality-TV. Dort habe ich meine Seele verkauft.»
Erfolg durch sexuelle Gefälligkeiten
Berthoud spricht offen über die Schattenseiten der Branche. Viele Models sollen bis heute versuchen, ihre Karriere mit sexuellen Gefälligkeiten voranzutreiben. «Manche haben mir offen erzählt, dass ihre Karriere nur durch solche Gefälligkeiten so gut vorangeht», sagt er. «Fast jeder Zweite, mit dem ich arbeite, hat mich schon mal angemacht. Die Männer hören einfach nicht auf. Das ist echt ermüdend. Man weiss nie genau, auf welcher Basis die Angebote oder Einladungen kommen.»
Seine Strategie, um moralisch auf Kurs zu bleiben: «Ich stelle mich einfach dumm, um Konflikte zu vermeiden. Ich will mich auf nichts einlassen, das ich später bereuen könnte. Hollywood ist brutal – ich habe gelernt, vorsichtig zu sein, auch wenn es manchmal so wirkt, als könnte man alles erreichen, wenn man nur den richtigen Leuten gefällt.»
«Doja Cat ist mega lieb»
Onlyfans, Pornografie oder ähnliche Karriereabkürzungen kommen für ihn von Anfang an nicht infrage. «Es würde alle meine Träume und alles, was ich erarbeitet habe, vernichten. Es ist einfaches und schnelles Geld, aber ich möchte diesen Weg nicht gehen.»
Trotz aller Hürden weiss er, er hat es «weit gebracht». Heute lebt er in L.A. in einem Loft für 2450 Dollar im Monat, fährt einen Audi Q7 und sitzt bei den Grammys nur wenige Plätze neben Superstar Madonna (67). Durch seine Arbeit hat er Rapperin Doja Cat (30), Sängerin Christina Aguilera (45) und K-Pop-Star Lisa (28) von Blackpink kennengelernt. «Doja Cat ist mega lieb und sympathisch. Wenn jemand in ihrer Umgebung schlecht behandelt wird, lässt sie das nicht einfach so an sich vorbeigehen», sagt er.
Am 27. Februar erscheint sein neues Album – sein Versuch, ein festes Einkommen auf einem neuen Niveau zu etablieren, fernab vom «billigen Reality-TV», wie er jetzt bei «Adieu Heimat» zeigen will. «Es geht mir darum, nur noch mit Musik Geld zu verdienen», erklärt Berthoud. Aufgeben ist für ihn «keine Option».