«Hatte keine Ahnung, wie was läuft»
Jodlerin Silvia Rymann drückt in Florida wieder die Schulbank

Seit März weilt die Tochter von «Schacher Seppli» in den USA, um Englisch zu lernen. Nach der Schule ist die Jodlerin oft mit ihrer acht Jahre älteren Gastmutter unterwegs.
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Im Hinterhof ihres temporären Daheims büffelt die Jodlerin für die Schule.
Foto: Zvg

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Silvia Rymann (59) lernt Englisch in Fort Lauderdale, Florida, seit März
  • Ihre Gastmutter Celeste hilft ihr, sich in der neuen Umgebung einzuleben
  • Am 9. Juni feiert sie ihren 60. Geburtstag mit ihrer Familie in Florida
Aurelia Robles, GlücksPost
Glückspost

Strand, Schule und Sportanlässe – seit über zwei Monaten drückt Silvia Rymann (59) in Übersee die Schulbank. Die Jodlerin hat sich selbst einen dreimonatigen Sprachaufenthalt in Fort Lauderdale im Bundesstaat Florida geschenkt, um ihr Englisch aufzubessern.

«Vor meinem Aufenthalt fragten mich alle, ob ich nicht nervös sei wegen der Reise nach Amerika, so alleine und so lange», erzählt die Tochter des unvergessenen «Schacher Seppli»-Interpreten Ruedi Rymann († 75). Sie lacht. «Damals verneinte ich jedes Mal. Doch in der ersten Woche hier war ich nur eines: immer nervös.»

«Ich bin voll dabei»

Fern der beschaulichen Heimat war in der amerikanischen Küstenstadt zu Beginn alles zu neu und anders für die in Giswil aufgewachsene Obwaldnerin. «Ich hatte keine Ahnung, wie was läuft», erzählt Silvia Rymann. Ungewohnt für sie waren anfänglich auch die vielen Obdachlosen, die um ihre Busstation leben, sowie die Erfahrung, oft die einzige Weisse im voll besetzten Bus zu sein. «Aber da gewöhnt man sich sehr schnell dran.»

Mittlerweile sei sie so richtig in Florida angekommen, auch dank der Unterstützung ihrer grossartigen «Gastmutter» Celeste (68), die ein wahrer Glücksgriff sei. «Wir verstehen uns super. Sie gibt mir wertvolle Tipps.» Ihre Mission, die Sprachkenntnisse aufzubessern, gehe gut voran.

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Auch seien die Lehrer fantastisch. Zwar sei sie wohl die mit Abstand älteste Schülerin, da die meisten zwischen 25 und 40 Jahre alt seien, «aber ich fühle mich sehr wohl und bin voll dabei. Auch Freundschaften bilden sich schnell, wenn auch nur kurze.» Denn jede Woche reisen Gspänli ab und neue kommen dazu.

Strand statt Stimmübungen

In ihrer unterrichtsfreien Zeit ist Silvia Rymann aktiv unterwegs, insbesondere mit ihrer Gastgeberin Celeste. «Wenn sie mich fragt, ob ich irgendwo mitkommen möchte, antworte ich ‹of course› – natürlich.» Und so hat die Sängerin schon Konzerte, Anlässe von Celestes Sportverein, Baseball-, Basketball- und Hockeyspiele sowie auch politische Abende besucht.

Ihre Gastmutter käme immer an günstige Billette und habe gute Verbindungen, meint Rymann. «Celeste ist so voller Energie und voller Tatendrang, dass ich oft nicht mithalten kann mit ihrem Tempo», sagt sie. «Die Freundschaft mit ihr wird auf jeden Fall bestehen bleiben.»

Bei all den Aktivitäten kommt das Jodeln etwas zu kurz. Zwar hat Silvia Rymann schon in der Schule oder vor Freunden ihrer «Host Lady» mehrere Kostproben gegeben, «aber ich übe nicht so oft, wie ich mir vorgenommen habe», gibt sie zu. «Die Strände sind halt schon sehr schön hier.» Für die kommenden Auftritte mit ihrem Bruder Peter Rymann (51) und Kontrabassistin Rita Burch (48), die Mitte Juli in der Heimat anstehen, will sie nun auf ihre Stimme und ihre Gesundheit vertrauen.

Vorfreude auf die Familie

Zuerst kommt jedoch die Heimat zu ihr nach Florida. Anfang Juni besuchen Mann Roger (62) und die Kinder Jan (31) und Livia (28) sie in Fort Lauderdale. Gemeinsam feiern sie am 9. Juni Silvia Rymanns 60. Geburtstag. «Ich freue mich sehr auf meine Lieben. Bis dahin möchte ich aber noch möglichst viele Erfahrungen sammeln, damit ich viele schöne Erlebnisse in die Schweiz mitnehmen kann.»

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