Darum gehts
- Das Seehotel Fähri in Gersau steht nun nach 18 Monaten für 6,5 Millionen Franken zum Verkauf
- Bis zum Verkauf vermietet Gunvor Terrasse, Bistro und Hotelzimmer für 2000 Franken pro Tag
- Für GAC haben Gunvor und Roland Meyer bereits 22 Schweizer Händler gegen Provision akquiriert
Gunvor Meyer (52) ist eine Tausendsassa wie aus dem Bilderbuch. Siebenfache Schweizer Meisterin im Stepptanz, 1998 vertrat die Bernerin die Schweiz am Eurovision Song Contest in Birmingham, später interviewte sie für Star TV Prominente.
Gunvor, wie sie sich als Künstlerin nennt, singt an Hochzeiten, steht auf der Bühne und erfindet sich immer wieder neu. Statt Gäste am Vierwaldstättersee zu bewirten, bringt sie jetzt aber chinesische Autos auf Schweizer Strassen. Gemeinsam mit Ehemann Roland Meyer (61) hat sie bis vor kurzem das Seehotel Fähri in Gersau SZ geführt.
Hotel für 6,5 Millionen
Die grosse Eröffnung wurde Anfang April vergangenen Jahres mit Prominenz und Partys gefeiert. Nun ist dieses Kapitel bereits nach eineinhalb Jahren vorbei: Das Hotel steht für 6,5 Millionen Franken zum Verkauf.
Was ist passiert? «Wir hatten einen Pachtvertrag über fünf Jahre mit einer Mindestlaufzeit von zwei Jahren. Diese sind jetzt durch. Es gibt zwei Eigentümer, einer davon ist nach Amerika ausgewandert. Wir sind mit beiden befreundet, alles ist gut», sagt Gunvor.
Ihr Ehemann sei als Immobilienmakler in den Verkaufsprozess involviert. Sie sind da bereits ausgezogen und haben eine schöne Wohnung am Hafen in Gersau gefunden. «So bleiben wir dort, wo wir uns mit unserem zwölfjährigen Sohn Marlon wohlfühlen.»
Aus einer Autofamilie
Ganz geschlossen ist das Kapitel Fähri damit aber noch nicht: Bis ein Käufer gefunden ist, kann Gunvor die Location tageweise für Feiern und Partys vermieten: «Terrasse, Bistro und Hotelzimmer gibt es für 2000 Franken pro Tag», sagt sie.
Wie gehts bei ihr weiter? Gunvor ist kürzlich ins Autogeschäft eingestiegen! «Wie es der Zufall will, haben Roland und ich im Sommer einen netten Mann kennengelernt. Er ist Autoimporteur der chinesischen Marke GAC, die es bereits in 110 Ländern gibt und seit August auch in der Schweiz.»
Nun sucht sie mit ihrem Gatten Schweizer Händler, die die direkt importierten Autos ins Sortiment aufnehmen. 22 Händler haben die beiden bereits akquiriert. Dafür gibt es eine entsprechende Provision.
Chinesische Autos statt Fischknusperli? Für Gunvor kein Widerspruch. «Ich komme aus einer Autofamilie. Mein Vater hatte in Bern eine Ferrari- und Range-Rover-Vertretung, mein Grossvater handelte mit Oldtimern und Rolls-Royce. Durch meine Adern fliesst nicht nur Showbiz, sondern auch ganz viel Benzin.»