Darum gehts
- Maja Zivadinovic lebt unverheiratet mit Familie am Zürcher Stadtrand
- In Serbien würde sie wohl einen Fake-Ehering wegen kultureller Erwartungen tragen
- Sie plant hypothetisch pompöse Hochzeiten mit zwei Locations und Autokolonne
Die Podcasterin Maja Zivadinovic (46) hat einen kleinen Sohn und lebt mit ihm und dessen Vater am Zürcher Stadtrand. Verheiratet ist das Paar nicht, hat dies auch nicht vor, wie sie im gemeinsamen Podcast «Gülsha & Maja Podcast» ihrer guten Freundin Gülsha Adilji (41) verrät. Gleichzeitig erzählt sie, dass das ihre Familie in Serbien nicht wisse und erklärt, was hinter ihrer Hochzeitslüge steckt.
«Ein uneheliches Kind zu haben, ist nicht okay und darum haben meine Eltern – einfach weil sie die Diskussionen nicht mehr vertragen haben – mich schnell verheiratet und haben einfach gesagt ‹ja, ja, sie ist verheiratet›.» Gülsha Adilji will wissen, ob Zivadinovic in den Ferien in Serbien wegen der Lüge einen Fake-Ehering tragen müsse. Zivadinovic sagt: «Ich bin schon mega lange nicht mehr gewesen, aber ja, wahrscheinlich müsste ich.»
Die Hochzeitslüge stört Zivadinovic «null», wie sie gegenüber Blick erklärt. «Andere kulturelle und generationenbedingte Gegebenheiten innerhalb unserer Familie trifft es ziemlich genau. Dafür habe ich vollstes Verständnis. Meine Generation und die Jüngeren sehen das Thema Heirat schon deutlich lockerer.»
«Der Zug ist schon längst abgefahren»
Auch wenn Zivadinovic keinerlei Absichten hegt, zu heiraten, hat sie doch ziemlich genaue Vorstellungen, wie eine solche Hochzeit bei ihr aussehen würde. Auf der Gästeliste stünde «ein ganzes Dorf und das Dorf vor dem Dorf und vor dem Dorf auch noch», insgesamt hätte sie dann gerne «eine pompöse, grosse Balkanhochzeit». In Bezug auf Adiljis Schilderungen einer soeben besuchten, viel zu lauten «Balkan-Schweiz-Hochzeit» in Amriswil TG fügt sie an, sie würde schauen, «dass die Soundanlage nicht die ganze Zeit überschlägt und dass die Leute vielleicht ein bisschen Konversation betreiben können».
Bei ihren Hochzeiten – es würde deren zwei geben, eine in der Schweiz, eine in Serbien – gäbe es dann die obligate Autokolonne mit Fahnen. Auch einen Livesänger würde sie nicht missen wollen, dafür aber diese Tradition: «Der Bräutigam müsste mich jetzt nicht bei meinem Elternhaus abholen kommen, also der Zug ist glaube wirklich schon längst abgefahren.»