Comedy-Duo Matthias und Roland Portmann
Diese Zwillinge bringen die Schweiz zum Lachen

Auf der Bühne sorgen «Die Zwillinge» aus dem Zürcher Oberland für Lacher. Im Berufsalltag zeigen sie ihre seriöse Seite: der eine als Polizist, der andere als Ersthelfer.
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Abseits der Comedy-Bühne können «Die Zwillinge» auch seriös: Roland Portmann (l.) ist als Rettungssanitäter und Matthias als Polizist im Einsatz.
Foto: Gerry Nitsch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Zwillingsbrüder Matthias und Roland Portmann aus Pfäffikon ZH sind Comedians
  • Beide arbeiten auch in seriösen Berufen: Polizist und Rettungssanitäter
  • 2019 gewannen sie einen Comedy-Award, neue Tour startet April 2026
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Chiara Schmed, GlücksPost
Glückspost

«Ich bin fünf Minuten älter als Roland. Daher bin ich der Leader und er der Verlierer», sagt Matthias Portmann (50). Sein Zwillingsbruder Roland Portmann (50) sitzt neben ihm – im exakt gleichen Hemd, mit denselben schwarzen Hosen und weissen Schuhen. Er schüttelt den Kopf. «Man sagt, der Erstgeborene sei der Wegbereiter. In unserem Fall trifft das nicht zu. Eigentlich ist er die Pfeife.» Die Zürcher Oberländer lachen und nehmen einen Schluck von ihren Espressos.

«Wir ziehen uns gerne auf», sagt Matthias. Mit provokanten Anekdoten spielen die eineiigen Zwillinge, die das Comedy-Duo «Die Zwillinge» bilden, liebend gerne. 2015 entschieden sie sich spontan, in Pfäffikon ZH bei einem Anlass auf die Bühne zu gehen. Immer mehr Vereine wollten die witzigen Brüder buchen, so nahm ihre Karriere ihren Lauf. 2019 gewannen sie einen wichtigen Comedy-Award. Im April startet ihre zweite Tour «Voll auf die 2».

Ihre seriöse Seite

Roland und Matthias Portmann waren in ihrem Umfeld schon immer als «die witzigen Zwillinge» bekannt. In der Primarschule tauschten sie hin und wieder den Platz. Natürlich bemerkte es niemand, und sie fanden das zum Totlachen. «Sonst haben wir keinen grossen Schabernack veranstaltet.» Bis zur Oberstufe gab es die beiden nur im Doppelpack. Danach schickten ihre Eltern sie in getrennte Klassen.

«Unser Humor ist abwechslungsreich, scharfzüngig und enthält manchmal eine Prise schwarzen Humor», berichtet Roland. Doch sie können nicht nur lustig sein – im Gegenteil: Beide sind diplomierte Rettungssanitäter und arbeiteten viele Jahre in diesem Beruf. Roland wechselte später in die Kommunikation und ist heute selbständig, ab und zu als Freelancer im Dienst bei der Sanität, zudem leitet er ein medizinisches Projekt bei der Gebäudeversicherung Zürich. Matthias ging nach dem Rettungsdienst zur Kantonspolizei Zürich, wo er die vergangenen Jahre als Ermittler bei der Kriminalpolizei gearbeitet hat.

Beissen sich diese beiden Berufe nicht? «Wir sehen unsere Arbeit als ganz normal an. Speziell wirkt es nur auf andere», sagt Matthias. Viele Polizisten und Rettungssanitäter seien extrovertiert und humorvoll. Auch in Uniform falle mal ein Spruch, «aber nur, wenn es angebracht ist». Humor sei für sie ein genialer Zugang zum Menschen. «Wenn jemand merkt, dass auch ein Polizist Humor hat, macht ihn das nahbar», findet Matthias. «Ausserdem kann Humor unter Teamkollegen auch für die Bewältigung von belastenden Einsätzen hilfreich sein», ergänzt Roland.

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Dieser Artikel wurde erstmals in der «GlücksPost» veröffentlicht. Mehr aus der Welt der Schweizer Prominenz, Royals und Sportstars erfährst du immer donnerstags in unserem Heft: zum Abo!

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Ein paar Unterschiede

Wer denkt, dass die beiden auch in ihrer Freizeit viel Zeit miteinander verbringen, irrt sich. «Privat sehen wir uns nicht so oft, denn wir sind viel wegen Proben oder Auftritten zusammen unterwegs», sagt Roland. «Und mehr möchte ich sein Gesicht auch nicht sehen», meint Matthias grinsend. Die Brüder wohnen mit ihren Familien in Pfäffikon ZH. Roland hat zwei Töchter (18 und 16) und einen Sohn (11), während Matthias zwei Söhne (13 und 11) hat. Zeit für Hobbys bleibt nicht. «Bei zwei Berufen und Familie stossen wir manchmal an die Grenze», sagt Roland.

Roland und Matthias Portmann teilen viele Gemeinsamkeiten. Gibt es auch Unterschiede? «Matthias ist der Schlichter», sagt Roland. In der Familie habe er früher den Übernamen «Pfarrer» gehabt, da er sehr harmoniebedürftig sei. «Roland kann eher in eine Konfrontation steigen», sagt Matthias.

Ob als Polizist, Rettungssanitäter oder auf der Bühne – Matthias und Roland Portmann beweisen, dass man ernsthaft sein und trotzdem über vieles lachen kann. Nur beim Alter lässt sich Matthias die fünf Minuten Vorsprung nicht nehmen. «Ja, das lief ganz blöd. Ich musste noch das Zimmer aufräumen», meint Roland.

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