Circus-Monti-Artist Mario Muntwyler
«Ich hatte noch nie im Leben Sommerferien»

Seit seiner Kindheit dreht sich das Leben des Aargauers um den Circus Monti. Nun wird der Jongleur 30 Jahre alt und steht bereits die 20. Saison in der Manege. Über die Vor- und Nachteile seines Zirkuslebens und wie Mario Muntwyler am besten abschalten kann.
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Für die nächsten drei Monate tourt Mario Muntwyler mit dem Circus Monti durch die Deutschschweiz.
Foto: Chiara Schmed

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Mario Muntwyler feiert 2026 sein 20-jähriges Bühnenjubiläum beim Circus Monti
  • Er lebt in einem 25-Quadrameter-Wohnwagen und jongliert Freizeit mit Zirkus
  • Am 6. Oktober wird er seinen 30. Geburtstag in Bern feiern
Chiara Schmed, GlücksPost
Glückspost

Für Mario Muntwyler (29) ist das Jahr 2026 gleich doppelt besonders: Der Jongleur wird 30 Jahre alt und feiert zudem sein 20-Jahr-Manegejubiläum beim Circus Monti. Beim Treffen mit der GlücksPost auf dem Zirkusgelände in Basel erscheint Muntwyler mit leichten Augenringen. Kein Wunder: Sein Alltag ist dicht getaktet. Noch bis im November tourt er mit dem Circus Monti und der Inszenierung «Poussière d’étoiles» (dt. Sternenstaub) durch die Deutschschweiz. Im Duo mit Jongleur John Witte (29) begeistert der Artist das Publikum.

Aktuell und für die nächsten drei Monate lebt Mario Muntwyler nicht in seiner Wohnung in Baden AG, sondern in einem 25 Quadratmeter grossen Wohnwagen. Ein Blick hinein zeigt: Küche, Waschmaschine, Wohnzimmer und Schlafzimmer – auf kleinstem Raum ist alles vorhanden, was der Künstler zum Leben braucht.

Der Circus Monti ist Familiensache

Viel unterwegs zu sein, ist für Mario Muntwyler nichts Aussergewöhnliches. Schliesslich ist er als Zirkuskind gross geworden. Auch seine Brüder Tobias (33) und Nicola (24) sowie Vater Johannes (62) gehören zum Monti-Team. Während Zimmermann Nicola die Monti-Werkstatt leitet, verantwortet Tobias die Technik und Logistik. Papa Johannes hat sich nach 40 Jahren auf der Bühne von dieser verabschiedet und kümmert sich nun als Senior-Chef um Organisatorisches.

«Ich wollte nie etwas anderes machen», erzählt Mario Muntwyler. «Ausser als Kind träumte ich kurz davon, Fussballer zu werden.» Doch letztlich blieb die Manege seine Passion. Hinter den Kulissen arbeitet der gelernte Kaufmann im Büro des Circus Monti und kümmert sich um die Finanzen, die IT und die Administration der Zeltvermietung. Auch wenn er diese Abwechslung schätzt, ist er sich sicher: «Wenn ich nur im Büro sitzen würde, würde mir etwas fehlen.» Am schönsten sei für ihn, wenn er nach einer Vorstellung den Applaus des Publikums höre.

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Dieser Artikel wurde erstmals in der «GlücksPost» veröffentlicht. Mehr aus der Welt der Schweizer Prominenz, Royals und Sportstars erfährst du immer donnerstags in unserem Heft: zum Abo!

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Keine Sommerferien

Doch auch das Zirkusleben hat seine Schattenseiten: «Ich hatte noch nie im Leben Sommerferien», verrät er. Und auch private Beziehungen zu pflegen, sei nicht immer einfach. Seine Freunde kommen deshalb auch mal auf einen Kaffee vorbei, bevor die nächste Vorstellung beginnt. An spielfreien Tagen erkundet Muntwyler gerne die jeweilige Stadt, geht essen oder geniesst einfach ein paar Stunden für sich. Abschalten vom Zirkus kann der Jongleur vor allem beim Sport. Neben Fussball spielen fährt er gerne mit seinem E-Bike durch die Gegend. Mit auf Tour hat er es allerdings nicht genommen. «Ich habe Angst, dass es geklaut wird», sagt er und lacht. Ganz ohne Beschwerden ist Sport für ihn allerdings zurzeit nicht. Anfang des Jahres musste sich Muntwyler an der Hüfte operieren lassen. «Über all die Jahre als Jongleur hat sich eine Arthrose entwickelt», erklärt er.

Seinen 30. Geburtstag wird Muntwyler in Bern feiern, wo der Circus Monti einen weiteren Tourneehalt machen wird. Gemeinsam mit Freunden möchte er tags zuvor in seinen Geburtstag am 6. Oktober hineinfeiern. Doch bis dahin hat er noch einige Auftritte vor sich – in Wettingen AG, Aarau und Luzern.

Es scheint, als würde Mario Muntwyler nicht nur auf der Bühne Bälle und Keulen perfekt balancieren. Auch privat hat er offenbar nach 20 Jahren in der Manege die richtige Mischung aus Zirkusleben, Familie, Freunden und Zeit für sich selbst gefunden.


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