VA Carolin Kebekus über Erziehung
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Carolin Kebekus:«Meine Erziehung basiert auf Lügen, Erpressen und Drohen»

Comedy-Star Carolin Kebekus gesteht
«Meine Erziehung basiert auf Lügen, Erpressen und Drohen»

Sie hält den Namen und das Geschlecht ihres Kindes, das im Januar 2024 zur Welt kam, bewusst der Öffentlichkeit fern. Was sie laut verkündet, ist jetzt ihr Alltag als Mutter: humorvoll, manchmal verzweifelt.
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Die deutsche Komikerin Carolin Kebekus wurde im Januar 2024 Mutter.
Foto: imago/Panama Pictures

Darum gehts

  • Carolin Kebekus erzählt, sie nutze im Alltag mit Kleinkind Lügen, Drohungen und Erpressung
  • Sie nennt geschlossene Zoos, schlafende TV-Figuren, keinen Saft und Süsses als Beispiele
  • Auf Instagram berichten viele Eltern von Notlügen, Sara Leutenegger findet sie je nach Lage legitim
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Flavia SchlittlerRoyal- und People-Expertin

Der deutsche Comedy-Star Carolin Kebekus (46) nimmt sich in einem Instagram-Post des Themas Lüge und Wahrheit in der Kindererziehung an – und sorgt mit einem Geständnis für viel Verständnis und Solidarität.

«Meine ganze Erziehung beruht auf Lügen, Erpressen und Drohen», hält die Komikerin fest. Vor der Geburt habe sie sich vorgenommen, alles geduldig zu erklären und den Nachwuchs niemals anzulügen. Die Realität mit einem Kleinkind? Eine andere.

Die Maus schläft

Will es in den Zoo, ist dieser geschlossen. Möchte es «Die Sendung mit der Maus» sehen, erklärt Mama: «Du, die Maus schläft. Leider, leider. Oder: Die Maus ist krank, da können wir nichts machen.» Und auf den Wunsch nach Saft kommt: «Wir haben keinen Saft.»

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Auch andere gute Vorsätze hielten dem Alltag nicht stand. Ein Jahr lang habe sie den Plan «keinen Zucker» durchgezogen. Am ersten Geburtstag war Schluss – mit Salted-Caramel-Eis. Inzwischen kaue ihr knapp drei Jahre altes Kind Kaugummi.

«Das ist eigentlich gar nichts für Kleinkinder. Aber wir sind eine grosse Patchwork-Familie», erzählt Kebekus. Wie schnell Prinzipien zu pragmatischen Lösungen werden, zeigt eine Kita-Anekdote: Als morgens nichts klappen wollte und das Kind am Boden lag, entdeckte es ein Raffaello neben der Fussleiste.

Solidarität und Likes

Kebekus’ Reaktion: «Gönn dir. Ist deins, hast du dir verdient.» Die Stimmung war danach bestens. Auf Instagram trifft sie mit ihrer Beichte einen Nerv. Rund 953'000 Menschen folgen ihr; unter dem Beitrag sammelten sich rasch rund 2700 Kommentare und rund 25'000 Likes.

Viele Eltern gestehen eigene Schwindeleien. Da heisst es, der Fernseher sei leider leer und müsse erst wieder aufgeladen werden. Andere erzählen von Weihnachtswichteln, die herumliegendes Spielzeug nachts einsammeln – oder davon, dass der Schoggi-Samichlaus noch nicht reif sei.

Inzwischen sammle sie auch ihre eigenen Familienmythen von früher, sagte Kebekus. «Zum Beispiel haben meine Tante und mein Onkel meiner Cousine und meinem Cousin immer gesagt, unser Videorecorder funktioniere nur, wenns regnet.» Umso erstaunter sei sie als Kind gewesen, als sie gesehen hat, dass er auch bei Sonnenschein läuft.

So macht es Sara Leutenegger

Kleine Familienlügen kennt auch die Schweizer Influencerin Sara Leutenegger (32). Zu der Thematik sagt die Mutter von Lio (6) und Pablo (3) gegenüber Blick: «Ich glaube ganz ehrlich, wir alle kennen diese Notlügen bei einem Wutanfall. Ich hab meinen Söhnen auch schon gesagt, der Laden sei schon geschlossen, wir gehen morgen hin.»

Es gehe immer erst darum, eine Situation, die am Eskalieren ist, zu entspannen. «Wer das schon erlebt hat, weiss, es bringt nichts, dann mit Argumenten zu kommen, weshalb wir nicht in den Laden gehen. Daher finde ich es zwar nicht ideal, aber je nachdem legitim.»

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