Begehrtes Konzert in Zürich
Ticketbetrüger versuchen, Swifties abzuzocken

Die Tickets zu den Konzerten von Taylor Swifts «Eras Tour» sind heiss begehrt. Verzweifelte Fans sind für Scammer ein gefundenes Fressen.
Publiziert: 10.07.2024 um 15:05 Uhr
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Aktualisiert: 10.07.2024 um 15:19 Uhr
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Die Konzerte von Taylor Swift in Zürich sind heiss begehrt.
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Silja AndersRedaktorin People

Mega-Star Taylor Swift beehrt derzeit die Schweiz. Der Run auf die Tickets war enorm. So gross sogar, dass Swift kurzerhand statt nur einem, gleich zwei Konzerte in Zürich ansagte. 

Das erste Konzert im Zürcher Letzigrund ist nun durch und war ein riesiger Erfolg mit prominenten Gästen. Alles dazu könnt ihr in unserem Ticker nachlesen.

Mit dem Ticketmangel kommen die Scammer

Doch mit dem Ticketverkauf kam für viele auch die Enttäuschung, denn viele Fans schafften es nicht, ein Ticket zu ergattern. Und diese Enttäuschung konnten Scammer – wie wilde Tiere die Angst – riechen. 

Heute, am 10. Juli, findet das zweite und finale Konzert von Taylor Swift in Zürich statt. Und im Internet sammeln sich die Betrüger. Auch auf der online Auktionsplattform Ricardo bot jemand etwa zwei Tickets an. Mit Bildbeweis, der zeigen soll, dass die Eintrittskarten existieren und für das entsprechende Event sind. 

Ricardo entfernt Ticket-Angebote

Der Sache getraut haben manche trotzdem nicht und teilten der Verkäuferin mit, dass es ein Witz sei, dass die Auktion erst nach dem Konzert ende. Die Verkäuferin meinte darauf hin, dass sie die Auktion nicht weniger als einen Tag laufenlassen konnte, die Tickets aber rechtzeitig zum Konzert verkaufen möchte.

Ob die Tickets echt waren oder nicht, kann man nicht sagen – Ricardo jedenfalls reagierte und entfernte das Angebot. «Dieses Angebot hat den AGB von Ricardo nicht entsprochen und wurde deshalb vorzeitig beendet», heisst es auf der Seite, wenn man nach der Auktion sucht.

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Auf X muss man vorsichtig sein

Doch auf X tummeln sich sämtliche Leute, die angeblich ihre Taylor-Swift-Tickets für das heutige Konzert loswerden möchten. Bei dem Versuch, herauszufinden, ob es sich dabei um echte Tickets handelt, schrieb Blick einige User an. Dabei kamen wir zu folgenden Ergebnissen: Entweder die Leute verweigerten Beweise dafür, dass sie tatsächlich Tickets haben und sagten schlicht: «Vertrau mir, die sind echt!». Oder sie versuchten, auf die Tränendrüse zu drücken und es wurde behauptet, man brauche das Geld für den kranken Vater und biete die Tickets für schlappe 70 Franken pro Eintrittskarte an. Die Scammer versprachen einem aber von Herzen, dass die Tickets echt seien und man es nicht bereuen würde, diese zu kaufen.

Als wir versuchten, einer Userin zu schreiben, wurde plötzlich kurzzeitig unser Account gesperrt. Wie wir versucht hätten, die Scammer zu scammen. Von den meisten gab es am Ende leider keine Antwort. 

Gestern Abend sollen etliche Leute versucht haben, ihre Tickets noch zu verkaufen. Wer also doch noch ans Konzert gehen will, sollte sich vielleicht lieber nicht auf die billigen Maschen im Internet einlassen, sondern hoffen, dass vor dem Stadion noch gültige Tickets verkauft werden.

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