«Alone Together»
Die Liebe lässt auf sich warten

Auch die zweite Staffel der SRF-Reihe «Alone Together» hat kein glückliches Paar hervorgebracht. Woran liegts?
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«Alone Together»-Staffel 2: Yves und Ursula.
Foto: SRF

Darum gehts

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Regula Elsener
Tele

Während Sie diesen Artikel lesen, schlagen auf vier abgeschiedenen schwedischen Inseln womöglich gerade ein paar Herzen höher. Seit letzter Woche dreht SRF nämlich die 3. Staffel der Datingreihe «Alone Together», die kommenden Dezember gezeigt wird.

Die ersten beiden waren sehr erfolgreich: Auf der Onlineplattform «Play SRF», für die das Format primär konzipiert wurde, gehören sie zu den meistgestreamten Sendungen überhaupt. Im TV war die Quote letzten Juni tiefer als 2025, die Konkurrenz wegen der Fussball-WM aber auch ungleich grösser.

Ein Artikel aus «Tele»

Das ist ein Beitrag aus «Tele». Das Fernsehmagazin der Schweiz taucht für dich nach den TV- und Streamingperlen.

Das ist ein Beitrag aus «Tele». Das Fernsehmagazin der Schweiz taucht für dich nach den TV- und Streamingperlen.

Nur etwas fehlt bislang: Die ganz grosse Liebe! Zwar verliessen mehrere Paare die Insel tatsächlich «together», längerfristig hat sich daraus aber nichts entwickelt.

Dabei wurden die Singles von Paartherapeutin Caroline Fux und der kürzlich verstorbenen Beziehungsexpertin Esther Bischofberger aufwendig ausgesucht, damit sie bestmöglich matchen, wie es auf Neudeutsch heisst.

Was lief also schief, Frau Fux? «Natürlich wäre es schön, wenn zwei Menschen sich bei unserem Beziehungsexperiment finden würden», betont diese im Gespräch mit TELE. Das allein sei für sie aber nicht ausschlaggebend. «Vielmehr geht es um die Erfahrungen der Singles, was sie über sich und insbesondere ihre Erwartungshaltung einem Partner oder einer Partnerin gegenüber lernen.»
«Alone Together» zeige einige spannende Mechanismen in der Entstehung und Entwicklung von Beziehungen auf. «Die Zuschauerinnen und Zuschauer können darum auch für sich selber einiges mitnehmen.»

Chemie auf Bewährung

Im Grunde ist das Ganze ja gar nicht so weit vom echten Leben weg: Man lernt jemanden kennen, beschnuppert sich erst mal und merkt dann relativ schnell, ob die Chemie stimmt. Oder? Hier hakt Fux ein: «Genau das stellen wir in diesem Experiment in Frage. Wir bringen zwei Menschen zusammen, die von ihren Voraussetzungen her sehr gut zusammenpassen würden. Kann sich eine zu Beginn vielleicht nicht so stark spürbare Chemie entwickeln, wenn die Teilnehmer Raum und Zeit bekommen, um sich auf einer tieferen Ebene kennenzulernen – und offen sind, sich auf den anderen einzulassen?»

Sie werde die neuen Singles bei ihren Besuchen auf den Inseln dazu motivieren, sich noch intensiver auf diesen Prozess einzulassen.

Ohnehin werde die dritte Staffel wohl eine etwas andere Dynamik aufweisen als die bisherigen. «Bei der ersten war alles neu, niemand konnte ahnen, wie sich dieses Experiment entwickelt – auch wir nicht!» Die Singles in Staffel zwei seien bereits mit gewissen Bildern im Kopf an die Teilnahme herangegangen und sich ihrer Wirkung nach aussen stärker bewusst gewesen.

Was hat sie bislang am meisten überrascht? «Es gab noch keinen einzigen Inselzoff!» Tatsächlich herrschte stets eine fast schon kitschig harmonische Stimmung. Selbst bei jenen Paaren, bei denen rasch klar war: Das wird nix!

Caroline Fux schmunzelt: «Ich wäre auf jeden Fall auch für einen Streit gewappnet.»

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