«40 Franken sparen»
Darum war Peach Weber ewig nicht mehr beim Coiffeur

Seit 40 Jahren verzichtet Komiker Peach Weber auf den Gang zum Coiffeur – stattdessen kümmert er sich selbst um seine Mähne. Im SRF-Podcast «Persönlich» spricht er über die Gründe dafür, seine Haltung zur Politik und darüber, wie er seine Texte schreibt.
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Peach Weber war seit 40 Jahren nicht mehr beim Coiffeur.
Foto: STEFAN BOHRER

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Peach Weber bleibt seit Jahrzehnten seinem Stil treu
  • Guinness-Weltrekord: Vorverkauf für Abschiedsshow startete 2008, Auftritt 2027
  • Seit 40 Jahren kein Coiffeur, spart so jährlich 40 CHF
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Janine EnderliRedaktorin News

Er hat sich nie verbogen. Während viele versuchen, Trends zu folgen oder sich neu zu erfinden, bleibt Peach Weber (74) seit Jahrzehnten seinem Stil treu. Auf der Bühne erscheint er immer mit Baseballcap und einem Hawaii-Hemd – es ist sein Markenzeichen. 

Im SRF-Podcast «Persönlich» verrät der Komiker nun, dass nicht nur die Accessoires vertraut sind – auch der Umgang mit seiner Mähne fällt stets gleich aus. «Ich war seit 40 Jahren nicht mehr beim Coiffeur. Ich kann mit der Schere links und rechts ein Stück abhauen, dann spare ich mir die 40 Franken.» Auch die fehlenden Haare seien ein Thema. «Sonst müsste ich noch Finderlohn zahlen.»

«Wenn du bekannt bist, kommst du rein, ohne gut zu sein»

Im Gespräch mit Moderator Dani Forler (58), dem auch SP-Nationalrätin Jacqueline Badran (64) beiwohnt, kommt ein weiteres Detail ans Licht. Weber war zwölf Jahre lang Lokalpolitiker. Im Einwohnerrat seiner Herkunftsgemeinde setzte er sich in einer eigenen Gruppierung für die Anliegen der Bevölkerung ein. Auf eine Kandidatur für den Nationalrat angesprochen, winkt der 74-Jährige ab: «Es ist zu einfach – wenn du bekannt bist, kommst du rein, ohne gut zu sein.» 

Statt im Bundeshaus wurde Weber mit seinen legendären Bühnenprogrammen national bekannt. Zu Beginn seiner Karriere kritzelte er seine Witze noch mit Bleistift auf Papier. Später verwendete er dann eine Schreibmaschine, die auch heute noch im Einsatz ist. Um Texte zu korrigieren, setzte er auf Tipp-Ex. 

Lachen ist laut Weber die ehrlichste Reaktion des Menschen. Dies mache das Handwerk der Komiker besonders schwer. «Du kannst Lachen nicht spielen.» Zudem müssten Witze sofort «klicken». Gags könne man den Leuten nicht im Nachhinein erklären. 

Grosses Finale 2027

Dass er bis heute auf der Bühne steht, hat auch mit seiner aussergewöhnlichen Karriereplanung zu tun. Weber hält mit seinen Abschiedsshows, die Mitte Oktober 2027 im Zürcher Hallenstadion stattfinden, den Guinness-Weltrekord für den längsten Vorverkauf. Der Vorverkauf für das Finale seiner Karriere begann bereits im November 2008 – 19 Jahre vor dem geplanten Auftritt. 

Um sich von dem Trubel zu erholen, plane er deshalb immer wieder «Klostertage» ein. «Ich nehme keine Telefone ab. Ich bin dann nur im Haus und im Garten.»

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