Darum gehts
- Prinz Harry wird von seiner Wohltätigkeitsorganisation Sentebale wegen Verleumdung verklagt
- Harry trat 2025 als Patron zurück nach Streit mit Sophie Chandauka
- Die Charity Commission kritisierte Managementschwächen und Rollenunklarheiten bei Sentebale
Prinz Harry wird von der von ihm mitgegründeten Wohltätigkeitsorganisation Sentebale wegen Verleumdung verklagt. Dies geht aus Unterlagen des High Court hervor, wie der britische «Mirror» berichtet. Die Klage wurde letzten Monat eingereicht und betrifft auch Mark Dyer (55), einen früheren Treuhänder der Organisation.
Sentebale wurde 2006 von Harry und Prinz Seeiso von Lesotho ins Leben gerufen, um junge Menschen in Lesotho und Botswana zu unterstützen, die mit HIV und AIDS leben. Die Organisation war eine Hommage an seine verstorbene Mutter, Prinzessin Diana. Doch die Zusammenarbeit nahm 2025 ein abruptes Ende: Harry trat als Schirmherr zurück, nachdem es zu einem Streit mit Sophie Chandauka, der Vorsitzenden des Vorstands, gekommen war. Auch Prinz Seeiso legte sein Amt in der Wohltätigkeitsorganisation nieder.
«Die Entfesselung der Sussex-Maschine hat unsere Beziehung zerstört»
Laut Chandauka habe Harry die Beziehung zwischen ihm und den 540 Mitarbeitenden der Organisation schwer belastet, indem er die Presse vorzeitig über seinen Rücktritt informierte. Sie warf ihm zudem Mobbing und Belästigung vor. «Die Entfesselung der Sussex-Maschine hat unsere Beziehung zerstört», sagte sie.
Eine Untersuchung der Charity Commission kritisierte alle Beteiligten für den öffentlichen Umgang mit dem Konflikt, konnte jedoch kein Mobbing feststellen. Die Regulierungsbehörde erklärte: «Die mangelnde Klarheit über Rollenbeschreibungen und interne Richtlinien war der Hauptgrund für Schwächen im Management der Organisation.»
Die Kommission fügte hinzu, dass diese Verwirrung Spannungen verschärft habe, die zu Rücktritten mehrerer Treuhänder und beider Gründungspatrone führten. Öffentliche Aussagen und Kritik in Interviews hätten dem Ansehen der Wohltätigkeitsorganisation geschadet und das Vertrauen in den Wohltätigkeitssektor insgesamt gefährdet. Weitere Details zur Klage wurden bisher nicht bekannt gegeben, so «Mirror».