Darum gehts
- Marius Borg Høiby, Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit, seit 3. Februar vor Gericht
- Gerücht: Høiby soll ein heimliches Kind haben, Königshaus schweigt dazu
- 38 Anklagepunkte, darunter vierfache Vergewaltigung, Prozess in Oslo
Seit dem 3. Februar muss sich der Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit (52), Marius Borg Høiby (29), vor Gericht in Oslo verantworten. Er ist in 38 Punkten angeklagt, unter anderem wird ihm vierfache Vergewaltigung vorgeworfen. Im Zusammenhang mit einem der mutmasslichen Opfer machen nun Gerüchte die Runde, Borg Høiby habe ein geheimes Kind.
Dies habe er ihr in der Nacht der mutmasslichen Tat erzählt. Auch soll er ihr Bilder des Kindes gezeigt haben. Das sagte allerdings nicht die junge Frau vor Gericht, sondern ein weiterer Zeuge, dem sie es erzählt haben will. Die norwegische Zeitung «vg» konfrontierte das Königshaus mit den Aussagen. Vom Hof her gab es kein Dementi, sondern das folgende Statement: «Wir äussern uns nicht in Bezug auf Marius Borg Høiby» und verwies das Blatt an dessen Anwälte weiter.
Auch bei der Anwältin des mutmasslichen Opfers fragte die Zeitung an, doch auch sie wollte die Aussage nicht bestätigen. Ein Statement, respektive eine Warnung, gab es hingegen von Marius Borg Høibys Anwältin Ellen Holager Andenaes. «Darüber wissen wir nichts und wir möchten davor warnen, dementsprechende Gerüchte zu verbreiten.»
Der vermeintliche Vater verneint
Marius Borg Høiby äusserte sich bereits bei einer Vernehmung 2024 zu der Kinder-Causa. Er soll damals klargemacht haben, dass er kein Kind habe. Blick berichtete bereits am Mittwoch im Prozessticker darüber. Was es mit der angeblichen Kinderaussage wirklich auf sich hat und wessen Kinderbilder Marius Borg Høiby gezeigt hat – falls überhaupt – bleibt somit unklar.
Die Zeitung «vg» erklärt auf der Doppelseite, die sie der Geschichte in ihrer Printausgabe gewidmet hat, den Grund, weshalb sie trotz Dementi des angeblichen Vaters selbst auf die Kinderthematik eingehen. «Die Information kam über einen öffentlichen Prozess zur Sprache, norwegische und internationale Presse war anwesend. Die Presse hält sich an die wichtige Regel, die Dinge, die im Gericht zur Sprache kommen, zu referieren, falls kein Referatverbot vorliegt.» Marius Borg Høiby gelte als Mitglied der erweiterten königlichen Familie, ein Kind von ihm würde somit auch die royale Familie betreffen. «VG berichtet deshalb über die Aussage dieses Zeugen, allerdings mit deutlichem Vorbehalt, da die Aussage von keiner Seite bestätigt wurde.»