«Rich-Kid-Getue von Marius vor Gericht nervt total»
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Mit Kaugummi und Sonnenbrille:«Rich-Kid-Getue von Marius vor Gericht nervt total»

Borg Høiby über die Beziehung zu Haukland
«Ich war nicht Noras Freund, ich war ihr Mittel zum Ruhm»

In diesen Wochen findet der Prozess gegen Marius Borg Høiby statt. Ihm werden unter anderem Vergewaltigung, häusliche Gewalt und Drogenmissbrauch vorgeworfen. Blick hält dich über die Entwicklungen auf dem Laufenden.
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Marius Borg Høiby steht seit dem 3. Februar in Oslo vor Gericht.
Foto: keystone-sda.ch
10:40 Uhr

Marius Borg Høiby wirkt genervt

von Silja Anders, People-Redaktorin

Høiby will vor Gericht nichts davon wissen, dass er angeblich gewalttätig gegenüber seiner Ex-Freundin wurde. Er behauptet, seine Ex sei «ziemlich manipulativ» Auf die Fragen der Anwältin antwortet er schnippisch.

Das Gericht ist inzwischen stark in Verzug. Am gestrigen Prozesstag hätten eigentlich bereits weitere Zeugen aussagen sollen, stattdessen war man den ganzen Tag mit den Aussagen von Marius Borg Høiby beschäftigt. Der Richter versucht die Stimmung etwas aufzulockern und gesteht, dass er «sichtlich gestresst» sei, da der Zeitplan heute geändert werden musste. 

Heidi Reisvang beendet ihr Verhör und Marius Borg Høibys Verteidiger ergreift das Wort. Er geht auf Nachrichten zwischen Borg Høiby und Nora Haukland ein, in denen die Ex-Freundin des Angeklagten ihm Bilder schickte und fragte, ob sie diese posten dürfte. Dies verneint Borg Høiby in den Nachrichten «Ich wollte nicht, dass ein Bild meiner Freundin im Internet zu sehen ist – ohne BH, wollte ich sagen. Ich habe sie freundlich gebeten, es zu entfernen.»

Høiby erinnert sich an einen Vorfall, bei dem Nora Haukland ihn geschlagen haben soll. Schon gestern sagte er aus, dass sie ihm gegenüber häufig gewalttätig wurde. An einem Abend sollen die beiden einen Club besucht haben. Marius Borg Høiby erinnert sich nicht mehr an den Kontext, doch er behauptet, Haukland habe ihn an diesem Abend vor mehreren Leuten geschlagen, was ihm peinlich gewesen sein. Deshalb habe er es runtergespielt und so getan, als ob er es mit Humor nehme. «Es ist peinlich, von der eigenen Freundin vor so vielen Leuten verprügelt zu werden», sagt er laut «VG» vor Gericht aus. 

Dass Nora Haukland beizeiten Angst vor ihm hatte und er ihr gegenüber gewalttätig geworden sein soll, davon will Marius Borg Høiby nach wie vor nichts wissen.

Nach weiteren Textnachrichten und Befragungen durch die Staatsanwaltschaft ist die Befragung von Marius Borg Høiby für heute beendet. Das Gericht wird nun besprechen, wie der Rest des Tages gestaltet wird. Es folgt eine Mittagspause bis etwa 12 Uhr.

09:54 Uhr

Handelte Nora Haukland einen Deal mit Netflix aus?

von Silja Anders, People-Redaktorin

Zu Beginn des 15. Prozesstages im Fall Marius Borg Høiby muss der Angeklagte erneut in den Zeugenstand. Diesmal wird er von der Verteidigung und Nora Hauklands Anwältin verhört werden. Bereits gestern hatte Borg Høiby einen regelrechten Befragungsmarathon hinter sich. Mit nur wenigen Pausen sass er von morgens bis weit in den Nachmittag vor Gericht und stellte sich den Fragen der Staatsanwaltschaft und des Richters. 

Auch heute geht es wieder um die Beziehung zwischen ihm und seiner Ex-Freundin Nora Haukland. Auch heute wirkt es fast so, als wollte Borg Høiby die Verantwortung von sich schieben. Zu jeder Story gibt es im Normalfall zwei Seiten. Haukland wirft ihrem Ex vor, sie geschlagen zu haben, Høiby behauptet, es sei andersherum gewesen. Auf Tonaufnahmen ist zu hören, dass er sie als «verlogene Hure» bezeichnet. Das sei nur eine Reaktion auf Hauklands Anschuldigung der Gewalttätigkeit gewesen, rechtfertigt sich der Angeklagte. Als Nora Haulands Anwältin Heidi Reisvang SMS vorliest, die Høiby seiner Ex schickte, wird er bleich. «Halt die Fresse, du verdammte Schlampe. Es ist aus. Satan, du bist so dumm.» Der Angeklagte wirkt genervt und fordert, dass die Nachrichten als Ganzes vorgelesen werden und nicht nur Bruchstücke.

Zur Erinnerung: Marius Borg Høiby wird in mehreren Fällen Vergewaltigung und häusliche Gewalt vorgeworfen. Einen Überblick über die Vorwürfe gibt es hier zum Nachlesen.

Zudem sagt Marius Borg Høiby vor Gericht aus, dass er nach dem gestrigen Prozesstag einen interessanten Anruf erhalten hätte: «Gestern, als ich zurück im Gefängnis war, bekam ich die Information, dass Nora 4 Millionen Kronen (umgerechnet fast 324’000 Franken) bekommen haben soll – für dies hier.» Damit meint er, dass Nora Haukland angeblich nach Prozessende einen Deal mit Netflix für eine Doku ausgehandelt habe, in der sie über die Beziehung mit Høiby und die Zeit vor Gericht spricht. Auf Anfrage von «Bild» bestreitet Nora Hauklands Sprecherin diesen Vorwurf: «Nein, es gibt keinen Deal mit Netflix. Wir wurden von mehreren Produktionsfirmen kontaktiert, die mit verschiedenen Streamingdiensten im Gespräch waren bzw. sind. Nora hat alle Anfragen höflich abgelehnt.»

25.02.2026, 16:42 Uhr

Das war Prozesstag Nummer vierzehn

Von Saskia Schär, People-Redaktorin

Den gesamten Mittwoch musste sich Marius Borg Høiby den Fragen des Gerichts zu seiner Beziehung zu der Influencerin Nora Haukland stellen. Um 9.30 Uhr startete die Befragung und endete um 16 Uhr, wobei die Konzentration mit der Zeit immer mehr nachliess.

Borg Høiby gestand, ein Wutproblem zu haben, und dies bereits seit Kindertagen. Zudem sei er sehr eifersüchtig und Haukland gegenüber untreu gewesen. Von Gewalt ihr gegenüber will er allerdings nichts wissen. Von ihr geschilderte Gewaltvorfälle nannte er entweder als «völlig übertrieben» oder als «wilde Fantasien». So soll er nie eine Besteckschublade nach ihr geworfen haben, was Haukland tags zuvor ausgesagt hatte. Dass sie Angst vor ihm gehabt habe, verneint er. Denn auch wenn er mit vielem gedroht habe, so hätte sie gewusst, dass er es niemals tun werde.

Aus dem heutigen Prozesstag wird klar, welche besondere Rolle Borg Høibys Familie für ihn hat. So ärgerte er sich gewaltig über Hauklands gestrige Aussagen über das Kronprinzenpaar. «Ich kenne niemanden, der sich jemals mehr dafür eingesetzt hat, dass es mir gut geht, Jesus Christ!», erklärte Borg Høiby demnach. Auch wollte er von Haukland keine freizügigen Fotos im Internet sehen, dies zum einen wegen seiner Eifersucht, zum anderen wegen der Familie. Auf weitere Fragen zu seiner Familie antwortete er knapp mit einem: «Ich werde nicht mehr über meine Familie sprechen, als ich es bereits getan habe.» Er bestätigte, dass ihm seine Mutter, Kronprinzessin Mette-Marit, dabei half, eine von ihm zerstörte IKEA-Schranktür zu ersetzen.

Am Donnerstagmorgen ab 9.30 Uhr muss sich Marius Borg Høiby den Fragen der Verteidigung stellen. Der Prozess ist etwas im Rückstand, ursprünglich hätten bereits am Mittwochnachmittag weitere Zeugen aussagen sollen.

25.02.2026, 12:53 Uhr

Skurriles Gerücht macht die Runde

von Silja Anders, People-Redaktorin

Immer wieder kam es in der Beziehung von Marius Borg Høiby und Nora Haukland zu Streitereien. «Wir waren immun gegen Schreie», sagt Høiby aus. Von Schlägen will er aber nichts wissen. «Ich weiss, dass ich in meinem ganzen Leben noch nie jemanden mit geballter Faust geschlagen habe. Das ist noch nie passiert. Ich habe sie noch nie getreten, als sie am Boden lag», sagt der Angeklagte aus. 

Weiter spricht Høiby über einen Vorfall, bei dem Haukland behauptet, er habe sie gewürgt. Sie soll ihm einen Finger in die Nase gesteckt haben, um zu überprüfen, ob Høiby Kokain genommen hatte. Um ihren Finger aus der Nase zu bekommen, habe er sie weggestossen, betont aber, dass er nie etwas tat, um sie am Atmen zu hindern. 

Abseits des Gerichtssaals kommen nun neue Gerüchte über Marius Borg Høiby auf. Laut «VG» behauptete ein Zeuge, dass der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit ein Kind haben soll. Eines der mutmasslichen Opfer will dem Mann erzählt haben, dass Høiby ihr in der Nacht der angeblichen Vergewaltigung in einem Hotelzimmer von seinem Kind erzählte und ihr sogar Bilder zeigte. Sowohl der Zeuge als auch die Frau selbst wollen sich allerdings nicht weiter zu der Angelegenheit äussern. Bei einer Befragung im September 2024 wurde Høiby nach besagtem Kind befragt. Er verneinte damals die Frage, ob er ein Kind habe.

25.02.2026, 11:03 Uhr

Høiby spricht von «wilden Fantasien» Hauklands

von Silja Anders, People-Redaktorin

Nora Haukland gab an, sie habe mit Kronprinzessin Mette-Marit und Kronprinz Haakon darüber gesprochen, dass Marius Borg Høiby nach Schloss Skaugum ziehen sollte, damit er weiter weg von den Versuchungen der Stadt sei. «Das ist Unsinn», behauptet Borg Høiby vor Gericht. Laut seiner Aussage sei Hauklands Mietvertrag ausgelaufen und auf Schloss Skaugum habe sie mit Høiby eine kostenlose Unterkunft bekommen.

«Sie hat ein starkes Bedürfnis, sich als eine Art Mutter Teresa darzustellen», behauptet der Angeklagte. Die gesamte Beziehung von Marius Borg Høiby und Nora Haukland schient geprägt von Eifersucht auf beiden Seiten.

Der Richter möchte von Høiby im Laufe der Befragung wissen, ob es im November oder Dezember 2022 körperliche Auseinandersetzungen zwischen ihm und Haukland gegeben habe. Marius Borg Høiby will sich daran nicht erinnern können. «Wir hatten wahrscheinlich schon laute Streitereien. Aber ich habe sie nie auf die Couch geworfen und sie so lange gewürgt, bis sie bewusstlos wurde.» Ihre Äusserungen bezeichnet Høiby als «wilde Fantasien».

Ungefragt greift Marius Borg Høiby auch das Thema Kaugummi kauen auf. Mehrfach soll er im Gerichtssaal Kaugummi gekaut haben, was ihm als Akt der Arroganz ausgelegt wurde. «Mein Mund wird einfach so trocken. Das soll nicht herablassend wirken», betont der Angeklagte. Der Richter erklärt, dass ihm das nicht einmal aufgefallen sei. 

25.02.2026, 09:49 Uhr

Marius Borg Høiby wirkt wütend – «Jesus Christ!»

von Silja Anders, People-Redaktorin

Am 14. Prozesstag setzt Marius Borg Høiby seine Aussagen vom 24. Februar fort. Thema ist vor allem die Aussage seiner Ex-Freundin Nora Haukland, die gestern Kronprinzessin Mette-Marit und Kronprinz Haakon beschuldigte, sich nicht genug dafür eingesetzt hätten, dass Høiby geholfen wird. Bei seiner Aussage bricht er in Tränen aus.

Borg Høiby bestreitet Hauklands Anschuldigungen gegen seine Mutter und seinen Stiefvater. Bei seiner Aussage wirkt er sichtlich aufgewühlt. «Ich kenne niemanden, der sich jemals mehr dafür eingesetzt hat, dass es mir gut geht. Jesus Christ!», rutscht es dem Angeklagten raus. Er sei wütend über die Aussagen seiner Ex-Freundin und könne nicht verstehen, wieso diese das Kronprinzenpaar «vor den Bus» werfe.

Mit dem Vorwurf der häuslichen Gewalt gegenüber Nora Haukland konfrontiert, streitet Høiby dies ab und behauptet, dass seine ehemalige Partnerin ihn geschlagen habe. «Sie hat mich oft geschlagen. Sie hat mich oft angeschrien. Wenn wir gestritten haben, wurde es laut. Von beiden Seiten», sagt Høiby laut «VG».

24.02.2026, 16:09 Uhr

Das war der 13. Prozesstag

Von Saskia Schär, People-Redaktorin

Am 13. Prozesstag standen die Aussagen von Nora Haukland und Marius Borg Høiby im Zentrum – mit diametral unterschiedlichen Darstellungen ihrer Beziehung. Borg Høiby wird im Falle Hauklands des Tatbestandes des Missbrauchs in engen Beziehungen beschuldigt.

Nora Haukland beendete am Nachmittag ihre Aussage und schilderte mehrere mutmassliche Gewaltvorfälle. Sie berichtete, Borg Høiby habe sie angespuckt, geschlagen und gewürgt sowie regelmässig beleidigt. Nach dem Liebes-Aus wandte sie sich laut eigener Aussage auch an das Kronprinzenpaar in Skaugum und appellierte an Mette-Marit und Haakon, ihm Hilfe zu ermöglichen.

Borg Høiby zeichnete später ein deutlich anderes Bild. Er schilderte das Kennenlernen als «wie in einem Film». Für Spannungen sorgte gemäss «vg» Hauklands Tätigkeit als Influencerin. Durch ihre Social-Media-Posts habe er sich unfreiwillig öffentlich wiedergefunden. In der Beziehung habe er deshalb Regeln aufgestellt, etwa zu freizügigen Inhalten oder Kooperationen, die er mit Blick auf seine Familie als unangemessen empfand.

Die von Haukland geschilderten Vorfälle bezeichnete er als «masslos übertrieben». Gewalt habe es aus seiner Sicht nicht gegeben, auch konkrete Anschuldigungen – etwa, sie in eine Garage gedrängt oder ihr eine Tür ins Gesicht geschlagen zu haben – wies er zurück. 

Bei seiner Befragung erhielt Borg Høiby Unterstützung von seinem Vater Morten Borg, der im Gericht anwesend war. Nach gut einer Stunde bat Borg Høiby bereits um eine kurze Pause. Diese wurde ihm zwar nicht gewährt, doch nur wenige Minuten später wurde der Prozesstag für heute beendet. Am Mittwochmorgen ab 9.30 Uhr wird Marius Borg Høiby weiter zu seiner Beziehung zu Nora Haukland befragt. 

24.02.2026, 14:37 Uhr

«Es ist so kompliziert, wenn man jemanden so sehr liebt»

Von Saskia Schär, People-Redaktorin

Am Nachmittag beendete Nora Haukland, die Ex-Freundin von Marius Borg Høiby, ihre Aussage. Sie berichtete von mehreren Fällen, in denen er ihr gegenüber körperlich gewalttätig geworden sei – sie sei angespuckt, geschlagen und gewürgt worden. Auch Beleidigungen habe sie sich regelmässig anhören müssen. Haukland schilderte, wie sie unter seinem kontrollierenden Verhalten gelitten und Angst vor ihm gehabt habe, und dass immer wieder Gegenstände – einmal sogar eine Besteckschublade – nach ihr geworfen wurden. Eine Entschuldigung für sein Verhalten habe es nie gegeben. 

Aus Liebe aber auch aus Sorge um ihn sei sie bei ihm geblieben: «Es ist so kompliziert, wenn man jemanden so sehr liebt und mit einer bestimmten Version von ihm so glücklich ist. Und oft gelang es mir, ihn wieder zu sich selbst zurückzubringen». Zur Polizei sei sie trotz all der Gewalt nie gegangen, ihm Nachhinein hätte sie dies aber wohl tun sollen. 

Nach Hauklands Aussage muss sich Borg Høiby den Fragen des Gerichtes stellen. Er erhält dafür Unterstützung von seinem leiblichen Vater Morten Borg (57), der beim Betreten des Gerichtsgebäudes gesehen wurde. Er sass einst wegen Besitzes von Kokain selbst im Gefängnis. Gemäss einer Aussage von Marius Borg Høiby sei er selbst deshalb zu dem geworden, der er ist, weil sein eigner Vater bereits im Gefängnis sass. Haukland wird die Aussagen von Borg Høiby aus einem Nebenraum verfolgen.

24.02.2026, 11:39 Uhr

Kronprinzenpaar schickte Borg Høiby wegen fehlendem Spassfaktor nicht in die Entzugsklinik

von Saskia Schär, People-Redaktorin

Im Zeugenstand erklärt Nora Haukland, dass sie sich schliesslich von Marius Borg Høiby trennte. Lange ertrug sie die körperliche Gewalt und die verbalen Demütigungen durch ihren Ex-Freund. Vor Gericht gibt sie allerdings an, dass der Kontakt bestehen blieb. «Da war Liebe. Man wusste zu schätzen, was man hatte.» Sie habe ihm weiterhin ihre Unterstützung angeboten und ihn eindringlich aufgefordert: «Geh in die Entzugsklinik. Reiss dich zusammen», berichtet «VG».

Im Verlaufe der Befragung spricht Nora Haukland auch über Borg Høibys Mutter, Kronprinzessin Mette-Marit. Diese habe sich bei ihr gemeldet, nachdem sie mehrere Tage nichts von ihrem Sohn gehört habe. «Dann sagte ich ihr, dass es mir egal ist, wo er ist – ob er mit einem Mädchen zusammen ist –, aber ich kann ihn abholen und nach Hause fahren», so Haukland. Das habe sie schliesslich auch getan.

Auf Schloss Skaugum, der Residenz des norwegischen Kronprinnzenpaares angekommen, sei Marius Borg Høiby zunächst duschen gegangen, während Haukland mit Mette-Marit und Kronprinz Haakon sprach – und dabei emotional zusammengebrochen sei. «Jetzt müsst ihr ihm helfen, seht ihr denn nicht, dass er Hilfe braucht?», habe sie gesagt. «Das ist nicht deine Verantwortung», soll Mette-Marit erwidert haben. Daraufhin habe Haukland entgegnet: «Dann tut doch etwas, bringt ihn in eine Entzugsklinik!»

Zwar habe das Kronprinzenpaar diesen Schritt zunächst in Erwägung gezogen, doch später sei laut Haukland eingewendet worden, die Klinik sei zwar «sehr schön», aber in den kommenden Monaten von älteren Patienten belegt sei, weshalb es für Marius «nicht so viel Spass machen» würde. Für sie sei dies unverständlich gewesen: «Marius ist nicht da, um Spass zu haben. Er ist da, weil er wirklich Hilfe braucht.» Während ihrer Zeit im Zeugenstand bricht Haukland immer wieder in Tränen aus.

Das Gericht legt eine Mittagspause ein. Am Nachmittag soll es mit der Befragung des Angeklagten Marius Borg Høiby weitergehen.

24.02.2026, 10:32 Uhr

Ex-Freundin schildert Gewaltausbruch im Badezimmer

Von Saskia Schär, People-Redaktorin

Am 13. Prozesstag setzt Marius Borg Høibys Ex-Freundin Nora Haukland ihre Aussage fort. Sie berichtete bereits am Freitag über zahlreiche Gewaltvorfälle, die sich in der Beziehung ereignet haben sollen. Haukland ist das einzige mutmassliche Opfer, welches namentlich genannt wird. Ihre Zeugenaussage findet jedoch wie bei den anderen Frauen unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, lediglich einige norwegische Medien dürfen beiwohnen.

Vor Gericht werden Chatnachrichten gezeigt, in denen Borg Høiby sie laut «VG» unter anderem als «Schlampe» bezeichnet haben soll. Auslöser eines Wutausbruchs sei ein Foto gewesen, auf dem Haukland mit einer Freundin posiert und ein Kokain-Tütchen hält – das ihm gehört haben soll.

Haukland schildert zudem einen Vorfall vom Geburtstag ihres Vaters, den sie wegen des Verhaltens Borg Høibys früher verlassen und dafür ein Taxi genommen hätten. «Du musst das Taxi bezahlen», habe sie ihm gesagt, woraufhin er dies mit einer App tat. Dabei habe sie einen Blick auf die letzten Transaktionen werfen können und dabei nur gesehen «Onlyfans, Onlyfans, Onlyfans», woraufhin sie zu ihm meinte: «Es ist echt witzig, dass du deine Miete nicht bezahlen kannst, aber so viel Geld für Onlyfans ausgibst».

Nach diesem Vorfall sei es bei ihr zu Hause im Badezimmer zu einer heftigen handgreiflichen Auseinandersetzung gekommen. Er soll sie angespuckt und mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. Als sie bereits am Boden gelegen habe, soll er mit den Füssen in ihren Rücken getreten haben. Das ganze sei von Beschimpfungen und Hasstiraden begleitet gewesen. Sie habe ihm während dieses Streites eine Ohrfeige gegeben.

Einen Teil des Ausrasters konnte Haukland mit dem Handy aufnehmen. Die Tonaufnahme wird abgespielt, zu hören ist gemäss «VG» lautes Gebrüll von Borg Høiby und zahlreiche Beleidigungen: «Halt die Klappe, du verdammte Lügnerin. Du ruinierst alles. Immer.» Und weiter: «Nein, ich werde mich nicht entspannen, du bist ein verdammter Drecksack, eine verlogene, verdammte Hure, das unmenschlichste Wesen, das mir je begegnet ist.» Als die Tonaufnahme abgespielt wird, bricht Haukland in Tränen aus. Es wird ein kurze Pause eingelegt.

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