Camilla ist für Prinz Harry brandgefährlich
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Er traut ihr nicht:Camilla ist für Prinz Harry brandgefährlich

Familienberaterin über Prinz Harrys Rückkehr nach England
«Ich empfehle Harry und Meghan viel Demut»

Prinz Harry und Meghan kehren nach sechs Jahren in Kalifornien nach Grossbritannien zurück. Doch was steckt hinter dieser Entscheidung? Eine Chance auf familiäre Versöhnung oder neuer Zündstoff für Zoff und Krach?
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Prinz Harry und Gattin Meghan sollen noch im August vom kalifornischen Montecito nach England ziehen.
Foto: IMAGO/NurPhoto

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Prinz Harry (41) und Meghan (45) kehren nach Grossbritannien zurück, die Motive sind unklar
  • Familienberaterin sieht Gefahr verschärfter Konflikte, aber auch Chancen auf Versöhnung
  • Die Kinder Archie (7) und Lilibet (5) sollen in England zur Schule gehen
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Flavia SchlittlerRoyal- und People-Expertin

Die Rückkehr von Prinz Harry (41) und Herzogin Meghan (45) nach Grossbritannien wirft vor allem die Frage auf: Weshalb kehren sie mit ihren Kindern Archie (7) und Lilibet (5) wirklich zurück? Nach sechs Jahren in Kalifornien rücken sie wieder näher an die Königsfamilie. Doch das Verhältnis zu ihr ist schwer belastet. Wie viel Nähe ist überhaupt möglich? Ihre Rückkehr bietet die Chance auf eine Versöhnung – oder es droht der nächste royale Krieg. Familienberaterin Anna von Senger (59) schätzt für Blick ein, was Harry und Meghan erwartet und was die ganze Familie machen muss.

Frau von Senger, was waren Ihre ersten Gedanken, als Sie von Harrys und Meghans Rückkehr erfahren haben?
Anna von Senger:
«Wie frech, dass sie jetzt zurückgehen», dachte ich im ersten Augenblick. Anscheinend geht es darum, dass Archie und Lilibet in England unterrichtet werden sollen. Aber da bin ich mir nicht ganz sicher, ob das tatsächlich ihre Beweggründe sind. Was bezwecken sie tatsächlich mit ihrer Rückkehr? Wollen sie sich versöhnen? 

Seinen Vater, König Charles III., wird es freuen. Mit Stiefmutter Camilla und Bruder William liegt Harry im Clinch. Wo sehen Sie das Spannungsfeld?
Im innerfamiliären Umgang. Wird die Familie ihn und Meghan mit offenen Armen empfangen? Werden sie am Familienleben teilnehmen oder nicht? Sie haben ja keine royalen Aufgaben mehr. Machen sie sich ein gemütliches Leben, während sich die anderen Royals, wie seit ihrem Wegzug, abrackern? Zentral wird also, wie sich Meghan und Harry innerhalb der Familie, aber auch arbeitsmässig und gesellschaftlich positionieren. Dass sie in England ein einfaches, pflichtfreies Leben führen und da einfach nur ihre Kinder in die Schule schicken wollen, das bezweifle ich persönlich. 

Wo liegen familiär die grössten Gefahren?
Dass sich durch die Rückkehr die Fronten noch mehr verhärten. Dass sie zwar im selben Land leben, aber noch weniger miteinander zu tun haben. Und dass sich innerhalb der royalen Familie Allianzen bilden, pro Harry und gegen Harry und seine Ehefrau. 

Handkehrum gibt es für alle auch grosse Chancen.
Auf jeden Fall. Die grösste liegt in einer möglichen Versöhnung. Doch die setzt etwas Wichtiges voraus: nämlich, dass sich Harry und Meghan ihrer «Schuld» bewusst sind. Was sie angerichtet haben mit ihrem Weglaufen, vor allem aber mit der öffentlichen Abrechnung für ihre Verletzungen. 

Wie verändert sich eine Familiendynamik, wenn Mitglieder nach Jahren plötzlich wieder zurückkehren?
Die Dynamik verändert sich immer, wenn Familienmitglieder nach einiger Zeit in ein bestehendes System zurückkehren. Wie sich die Veränderung auswirkt, kommt auf die Art und Weise an, wie sich die Zurückkehrenden verhalten. Wenn sie ein zurückgezogenes Leben führen und mit ihrer Familie fast nichts zu tun haben, macht das einen Unterschied, als wenn sie wieder eine grosse Präsenz für sich beanspruchen, sprich dominieren, ob innerhalb oder ausserhalb der Familie. 

Archie und Lilibet werden aus ihrem gewohnten Umfeld in Kalifornien gerissen. Wie ist das für Kinder in ihrem Alter?
Selbstverständlich wird es ihnen schwerfallen und wehtun, ihre Gspänli und ihr Umfeld zu verlieren. Doch Kinder sind resilient und leben im Hier und Jetzt. Wenn sie liebevolle Eltern und ein fürsorgliches Umfeld haben, werden sie es gut verkraften. Schwierig wird es für sie, wenn sie mitkriegen, was die Medien über ihre Eltern schreiben und welchen Impact ihre Eltern auf so einiges haben, um es gelinde auszudrücken.

Auch zwischen Prinzessin Kate und Herzogin Meghan herrscht Eiszeit. Ihre Kinder sind Cousins und Cousinen. Welchen Rat haben Sie für die beiden?
Mein Rat für die beiden ist: Steht über eurem Zwist und bietet den Kindern die Möglichkeit, sich kennenzulernen und eine gute Beziehung aufzubauen. Ihr seid Vorbilder als Mütter. Der bestehende Umgang ist bestimmt nicht das, was ihr euren Kindern beibringen wollt.

Prinz Harry wird wohl beim Volk versuchen, sich als verlorener Sohn, der zurückkehrt, zu verkaufen.
Ich bin gar nicht so sicher, ob das Volk ihn mit offenen Armen willkommen heisst. Ich glaube, es kommt, wie schon erwähnt, auf das Verhalten an. Was für ein Leben er führt und wie demütig er sich zeigt. Auf jeden Fall würde ich ihm und Meghan empfehlen, ihren Neuanfang in England auch öffentlich mit viel Demut zu begehen. 

Welchen Rat haben Sie für die ganze Königsfamilie?
Denkt über eine mögliche Versöhnung nach. Sprecht euch untereinander aus – wenn nötig mithilfe einer Familienberatung – über das, was euch alle verletzt hat und was ihr nun wirklich voneinander braucht, um gegenseitiges Verständnis zu schaffen und euch so allenfalls zu versöhnen. Es geht dabei nicht um gegenseitige Schuldzuweisung, denn sie alle haben aus ihrer Not heraus zu dieser Situation beigetragen.

Familienberaterin Anna von Senger

In Tokio als Tochter eines Schweizer Vaters und einer japanischen Mutter aufgewachsen, wurde Anna von Senger Journalistin und gründete früh eine Familie. Nach der Trennung baute sie als Alleinerziehende ihre Karriere auf. Heute ist die dreifache Mutter aus zwei Beziehungen, ausgebildete Einzel-, Paar- und Familienberaterin. Ihren kulturellen Background und ihre vielfältigen Familienerfahrungen bringt sie in ihre Arbeit mit ein.

Familienberaterin Anna von Senger.
amanda nicolic

In Tokio als Tochter eines Schweizer Vaters und einer japanischen Mutter aufgewachsen, wurde Anna von Senger Journalistin und gründete früh eine Familie. Nach der Trennung baute sie als Alleinerziehende ihre Karriere auf. Heute ist die dreifache Mutter aus zwei Beziehungen, ausgebildete Einzel-, Paar- und Familienberaterin. Ihren kulturellen Background und ihre vielfältigen Familienerfahrungen bringt sie in ihre Arbeit mit ein.

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