«War nicht der Vorbildvater»
Peter Maffays Sohn packt über seine schwierige Kindheit aus

Als Kind musste Yaris Makkay oft auf seinen berühmten Vater verzichten. Nun gesteht der Sohn von Peter Maffay, wie stark ihn dessen ständige Abwesenheit damals wirklich belastete.
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Peter Maffays Sohn Yaris (r.) spricht offen über seine Kindheit.
Foto: imago/Future Image

Darum gehts

  • Yaris Makkay vermisste seinen Vater Peter Maffay als Kind häufig
  • Maffay war oft auf Tour und daheim abwesend
  • Heute ist ihre Beziehung wieder «sehr innig»
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Sophie OferRedaktorin People

Das Verhältnis zwischen Peter Maffay (77) und seinem Sohn Yaris Makkay (23) war nicht immer einfach. Als Kind vermisste Makkay seinen Rockstar-Vater oft, während dieser auf der Bühne stand. Die Vater-Sohn-Beziehung litt stark unter dessen ständiger Abwesenheit.

Auch die Trennung seiner Eltern belastete ihn als Kind sehr. 2015 trennte sich Maffay von seiner damaligen Ehefrau Tania Spengler. «Das waren keine rosigen Zeiten», erinnert sich Makkay, der damals 12 Jahre alt war, im Interview mit «Bunte».

«Da fehlte der Vater einfach»

Nach der Trennung blieb Makkay mit seiner Mutter in der Finca auf Mallorca. «Ich habe natürlich gesehen, wie schlecht es meiner Mutter ging», erzählt Makkay. «Und ich habe sie beschützt, denn wir blieben ja allein auf der Finca zurück.» Damals sei er für seine Mutter da gewesen. «Diese intensive Zeit zu zweit hat uns ein Stückchen näher gebracht, und bis heute ist meine Mutter der wichtigste Mensch in meinem Leben.»

Dennoch wollte Makkay sich nicht zwischen seinen Eltern entscheiden müssen: «Ich stand auf gar keiner Seite. Ich habe gesagt: Ich werde weder dich weniger lieben, Papa, noch dich, Mama.» Mittlerweile seien sie alle wieder «sehr innig». Vater und Sohn machen zusammen Musik.

Dass das Verhältnis zwischen Makkay und Peter Maffay heute so gut ist, ist keine Selbstverständlichkeit. «Mein Vater war nicht der Vorbildvater», sagt der 23-Jährige mit Blick auf seine Kindheit. «Aber er hat sein Bestes gegeben. Das habe ich allerdings erst später verstanden.»

Nach der Trennung der Eltern habe sich der Alltag für ihn kaum verändert – sein Vater sei ja schon zuvor ständig unterwegs gewesen. «Ich war oft sauer, weil er so wenig da war», so Makkay. Die Telefonate hätten ihm als Kind nicht gereicht. «Er hat sich bemüht, aber als Kind weiss man das nicht zu schätzen. Da fehlt der Vater einfach.»

Für seine kleine Tochter will Maffay präsenter sein

Womöglich sind es diese Versäumnisse, die Maffay heute dazu bewegen, die Zeit mit seiner 7-jährigen Tochter Anouk mehr wertzuschätzen. Für sie will der 77-Jährige heute ganz besonders präsent sein. «Ihre Entwicklung, wie sie jetzt stattfindet, wird sich logischerweise nicht wiederholen», erzählt Maffay im Blick-Interview. «Ich möchte da nicht an Dingen vorbeigehen, die ich nachher vermisse.»

Es mache ihn nachdenklich, mit 77 Jahren eine so junge Tochter zu haben. «Ich weiss, dass mein Zeitfenster anders aussieht, als das eines jüngeren Papas. Und ich versuche mir darüber immer wieder klar zu werden, was ich tun kann, um eine möglichst lange Perspektive mit meiner Familie und speziell eben mit Anouk hinzukriegen. Das heisst, ich passe schon relativ konsequent auf meine Lebensführung auf», erklärt der Sänger. Denn «die Uhr läuft eigentlich ein bisschen gegen mich». Daher sei er dankbar für jede Stunde, die ihm mit seinen Liebsten gegeben wird.

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