So funktionierte Janischs Minecraft-Atomkraftwerk
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Mit zehn gebaut:So funktionierte Janischs Minecraft-Atomkraftwerk

Wunderkind Maximilian Janisch
«Mit 10 hatte ich bei Minecraft mein eigenes AKW gebaut»

Während sich die meisten Kinder auf fünf Wochen Sommerferien in der Badi freuten, hatte Maximilian Janisch ganz andere Pläne. Der damals zehnjährige Mathe-Überflieger verbrachte den Sommer 2013 vor dem Computer, um in Minecraft ein Atomkraftwerk zu bauen.
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2015: Maximilian Janisch im Haus seiner Eltern.
Foto: SRF

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Maximilian Janisch baute 2013 als Zehnjähriger ein Minecraft-Atomkraftwerk
  • Das Kraftwerk hatte vier Reaktoren, sieben Computer und Sicherheitsmechanismen
  • Janisch promovierte 2025 und arbeitet seit Dezember 2025 in London
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Fynn MüllerPeople-Redaktor

Bald stehen die Sommerferien vor der Tür. Für Schülerinnen und Schüler das Highlight des Jahres. So war es auch bei Mathematik-Wunderkind Maximilian Janisch (22). In einem neuen Instagram-Video blickt der hochbegabte Schweizer auf den Sommer 2013 zurück. Damals war Janisch zehn Jahre alt.

Im Video erzählt er, dass er seine kompletten Sommerferien damit verbrachte, in dem beliebten Computerspiel Minecraft ein detailgetreues Atomkraftwerk zu bauen. Das virtuelle AKW verfügte über vier Reaktoren, die «phasenweise geschaltet wurden». «Es waren jeweils zwei an und zwei aus, damit keiner überhitzt», erklärt Janisch.

«Uran einfacher loszuwerden als in der echten Welt»

Herzstück der Anlage war ein System aus sieben Computern, das sämtliche Reaktoren steuerte. «Es gab eine grafische Benutzeroberfläche, bei der man jeden Kern einzeln an- und ausschalten konnte – mit über 1000 Zeilen Programmcode, die ich damals noch von Hand schreiben musste», sagt er. Für jeden Reaktor gab es einen eigenen Bildschirm, auf dem Leistung und Temperatur angezeigt wurden. Ein weiterer Monitor dokumentierte, welche Reaktoren gerade aktiv waren und welche zuvor gelaufen waren.

Selbst an die Brennstoffversorgung hatte der damals Zehnjährige gedacht. «Es gab zusätzlich noch ein System, das automatisch Uran nachgeschoben hat, falls die Uranstäbe im Kern verbraucht wurden.» Die verbrauchten Brennstäbe landeten anschliessend in einer «unendlich grossen Minecraft-Kiste». Mit einem Augenzwinkern ergänzt Janisch: «Das war einfacher, die loszuwerden, als in der echten Welt.»

Sogar ein ausgeklügeltes Sicherheitssystem baute er ein. Überhitzte einer der Reaktoren, «wurde ein Ton abgespielt, es wurde ein rotes Licht angezeigt, und alle Kerne wurden automatisch ausgeschaltet, bis die Temperatur sich wieder gesenkt hat». Zusätzlich programmierte Janisch einen Besuchermodus, in dem niemand die Reaktoren manuell ein- oder ausschalten konnte.

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Das macht Janisch heute

Über zehn Jahre ist es her, seitdem der Zürcher wegen einer SRF-Doku übernationale Schlagzeilen machte. Mit neun Jahren legte er seine Matura am privaten Gymi Immensee SZ ab, wurde fortan in einem eigens für ihn geschaffenen Forschungsprogramm an der Universität Zürich gefördert. Mit 18 nahm er seine Doktorarbeit in Angriff und promovierte im Juni 2025.

Heute arbeitet Janisch als Finanzprofi in London. Ein Blick auf sein Linkedin-Profil zeigt: Er machte ein Praktikum als quantitativer Trader bei der US-Firma Jane Street. Seit Dezember 2025 arbeitet der Zürcher Vollzeit als Quantitative Researcher für die Firma Qube Research & Technologies.

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