Verstirbt mit 59 Jahren im Spital
Österreichischer Schauspieler Johannes Krisch ist tot

Der österreichische Schauspieler Johannes Krisch ist mit 59 Jahren in einem Wiener Spital gestorben. Er stand jahrelang im Theater auf der Bühne, im Fernsehen überzeugte er etwa im «Tatort».
Schauspieler Johannes Krisch wurde 59 Jahre alt.
Foto: imago/Manfred Siebinger

Darum gehts

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  • Schauspieler Johannes Krisch (59) verstarb in Wien, Todesursache unbekannt
  • Er gewann 2016 den Österreichischen Filmpreis für «Jack»
  • Krisch hinterlässt fünf Kinder aus zwei Ehen und seine Witwe

Die österreichische Bühnenlandschaft verliert einen markanten Kopf: Johannes Krisch (1966-2026) ist am Montagfrüh in einem Wiener Spital im Alter von 59 Jahren gestorben. Das gab das Theater in der Josefstadt auf Instagram bekannt. Angaben zur Todesursache gab es zunächst nicht.

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Krisch gehörte jahrelang dem Ensemble eines der wichtigsten Theater Österreichs an, genauso wie dem des Burgtheaters. Doch nicht nur auf den Bühnen wusste Krisch zu überzeugen, sondern auch vor der Kamera. Unter anderem war er in Götz Spielmanns oscarnominiertem Drama «Revanche» (2008) zu sehen, in «Finsterwold» (2013) mit Sandra Hüller (48), in «Aus dem Nichts» (2017) an der Seite von Hollywoodstar Diane Kruger (50), im Epos «Märzengrund» (2022) oder in der Literaturverfilmung «Wald» (2023). Vor zehn Jahren wurde er für seine Deutung des Serienmörders Jack Unterweger in «Jack» mit dem österreichischen Filmpreis als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet.

Zudem spielte Krisch in der Erfolgsserie «Braunschlag» (2012) und war viermal im «Tatort» zu sehen, zuletzt 2018. Auch Rollen bei «Kommissar Rex» oder verschiedenen «SOKO»-Reihen übernahm er. Vor seiner Karriere hatte der am 8. Dezember 1966 in Wien geborenen Krisch eine Ausbildung zum Tischler absolviert. Mehr zufällig rutschte er über den Bau eines Bühnenbilds in die Schauspielerei.

Gesundheitliche Rückschläge

Zuletzt hatte Johannes Kirsch jedoch massive gesundheitliche Probleme. 2012 stürzte er bei einer Premiere in Berlin knapp zwei Meter in die Tiefe und zog sich dabei eine Wirbelverletzung sowie einen Riss im Zwerchfell zu. 2023 musste er sowohl seine Hauptrolle in der Uraufführung von Peter Turrinis «Es muss geschieden sein» als auch die Intendanz bei den Raimundspielen Gutenstein abgeben. «Meinen gesundheitlichen Problemen musste ich mich stellen, denn mein Körper ist ja mein Instrument. Ohne ihn geht es nicht», hatte er 2024 im Interview mit «Die Presse» erklärt.

Krisch hinterlässt fünf Kinder: Drei Söhne aus erster Ehe, sowie ein weiterer Sohn und eine Tochter aus zweiter Ehe. Zuletzt war er mit der Schauspielerin Larissa Fuchs verheiratet.

Herbert Föttinger, langjähriger Direktor des Theaters in der Josefstadt, würdigte seinen Kollegen als «einen der bedeutendsten Schauspieler seiner Generation» in Österreich. Krisch habe «die seltene Gabe» besessen, «Figuren nicht zu spielen, sondern sie im Augenblick zu erleben – und das Publikum daran teilhaben zu lassen. Seine Rollen waren nie blosse Darstellung, sondern gelebtes Leben.»

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