Darum gehts
- Kim Novak (93) wurde 2025 in Venedig für ihr Lebenswerk geehrt
- Sie züchtete Tiere auf ihrer Ranch und malte zur Therapie
- 1958 mit «Vertigo» Durchbruch, gilt als einer der besten Filme
Begehrenswert, aber auch sehr geheimnisvoll. Im Psychothriller «Vertigo – Aus dem Reich der Toten» von Alfred Hitchcock (†80) machte sich Kim Novak (93) vor bald 70 Jahren unsterblich. Von der Schauspielerei hatte die stets kühl wirkende Blondine trotz ihrem grossen Erfolg allerdings schnell genug.
Aufgewachsen als Kind tschechischer Einwanderer, verdiente sich Kim Novak zuerst Geld als Model, später wurde sie in Hollywood für den Film entdeckt. Sie stand an der Seite von Filmhelden wie Jack Lemmon (†76), Frank Sinatra (†82) oder Kirk Douglas (†103) vor der Kamera. 1958 folgte der Durchbruch mit «Vertigo», der bei vielen Kritikern bis heute als einer der besten Filme überhaupt gilt. Einen unvergesslichen Auftritt hatte sie auch 1964 in der Komödie «Küss mich, Dummkopf» von Regielegende Billy Wilder (†95).
Dieser Artikel wurde erstmals in der «GlücksPost» veröffentlicht. Mehr aus der Welt der Schweizer Prominenz, Royals und Sportstars erfährst du immer donnerstags in unserem Heft: zum Abo!
Dieser Artikel wurde erstmals in der «GlücksPost» veröffentlicht. Mehr aus der Welt der Schweizer Prominenz, Royals und Sportstars erfährst du immer donnerstags in unserem Heft: zum Abo!
Aufs Land gezogen
Danach machte sich Kim Novak rar auf den Filmsets. Stattdessen zog sie aufs Land und begann mit Öl zu malen. Denn schon in ihrer Jugend hatte sie davon geträumt, von der bildenden Kunst leben zu können. «Ich bin depressiv veranlagt, sogar bipolar – wofür es damals keine Diagnose gab», erklärte sie einst. «Es gab keine Medizin gegen meine Seelenzustände, doch die Malerei half.» Nebenbei entdeckte Kim Novak ihr Herz für Tiere, vor allem für Pferde. Auf ihrer Ranch im US-Bundesstaat Oregon züchtete sie bald Nutztiere. Dabei begegnete ihr 1974 der sieben Jahre jüngere Tierarzt Robert Malloy, mit dem sie bis zu seinem Tod im Jahr 2020 verheiratet war. Zuvor war sie ein Jahr lang mit dem Schauspieler Richard Johnson (†87) verheiratet gewesen.
Das letzte Mal im Kino zu sehen war Kim Novak Anfang der 1990er-Jahre im Drama «Todestraum – Der letzte Zeuge schweigt». Danach verabschiedete sie sich endgültig von der Leinwand. Zwischendurch besucht sie bis heute noch gerne Premieren oder nimmt Ehrungen entgegen, wie unlängst am Filmfestival in Venedig, wo sie 2025 im Alter von 92 Jahren für ihr Lebenswerk ausgezeichnet wurde.
In Hollywood sei sie sich immer wie in einem goldenen Käfig vorgekommen, erinnerte sich Kim Novak kürzlich in einem Interview. Deshalb habe sie bis heute im Gästebad ihrer Ranch einen Vogelkäfig hängen. «Doch seine Tür steht offen, der Vogel sitzt draussen. Ich freue mich täglich daran.»
Filmbiographie geplant
Demnächst soll eine Filmbiographie von Novak erscheinen. Darin wird sie von Jung-Star Sydney Sweeney (28) verkörpert. Diese sei doch viel zu sexy, mokierte sich Novak über die Wahl und wünscht sich jemand Geheimnisvolleres.