Darum gehts
- Kaia Gerber spricht über Presleys Sucht und Familienprobleme in «Vogue»
- Presley überlebte 2024 eine Fentanyl-Überdosis, lag Tage im Koma
- Seit Juli 2025 trinkt Presley keinen Alkohol mehr, Therapie läuft
Topmodel Kaia Gerber (24) spricht über eine Seite ihrer berühmten Familie, die bisher unter Verschluss gehalten wurde. Ihr Bruder Presley Gerber (27) kämpft seit Jahren mit Sucht und psychischen Problemen. Nun erzählt die Tochter von Supermodel Cindy Crawford (60), was diese Krise mit ihr selbst gemacht hat.
«Wenn so etwas in einer Familie passiert, bringt es irgendwie alle aus dem Gleichgewicht», sagt Kaia Gerber in der US-«Vogue» vom September. Die Sucht ihres Bruders habe die Familie «fast aus der Bahn geworfen». Für sie bedeutete das auch, eine bestimmte Rolle einzunehmen: «Ich glaube, das ist auch der Grund, warum ich angefangen habe, mich selbst als die Einfache zu sehen.»
Sie wollte nie um Hilfe bitten
Sie wollte ihren Eltern Cindy Crawford und Rande Gerber (64) nicht noch mehr Sorgen bereiten. «Ich wollte nie um Hilfe bitten», erzählt sie. Denn es habe sich für sie so angefühlt, «als wäre es zu viel, zwei Kinder zu haben, die Hilfe brauchen». Während Presley kämpfte, wurde seine Schwester zum Kind, das funktioniert. Das keine zusätzlichen Probleme macht. Das stark ist.
Presley Gerber geht mit seiner Suchtproblematik offen um. 2024 erzählte er auf Instagram, dass er jahrelang von Opiaten abhängig gewesen sei. Besonders dramatisch: Er überlebte eine Fentanyl-Überdosis und lag mehrere Tage im Koma. Danach kündigte er an, sich in Behandlung zu begeben.
Ende 2025 meldete er sich erneut auf Instagram. Er sprach über seine psychischen Probleme und verschiedene Medikamente und Therapien. Presley sagte damals auch, dass Alkohol «ihm nicht mehr diene» und dass er seit Juli 2025 keinen Alkohol mehr trinke.
Beobachtest du eine Suchttendenz bei dir oder Angehörigen? Die folgenden Stellen bieten Hilfe:
Beratungstelefon der Dargebotenen Hand
Telefon 143 oder www.143.ch
Beratungstelefon von Pro Juventute (für Kinder und Jugendliche)
Telefon 147 oder www.147.ch
Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel (UPK), Zentrum für Abhängigkeitserkrankungen
Telefon +41 61 325 51 00 oder www.upk.ch
Radix – Zentrum für Spielsucht und andere Verhaltenssüchte
www.spielsucht-radix.ch
Zürcher Institut für klinische Sexologie & Sexualtherapie
www.ziss.ch
Sucht Schweiz
www.suchtschweiz.ch
Zistig.ch
www.zistig.ch
Oder wende dich an die nächste Psychiatrische Klinik für Jugendliche oder Erwachsene.
Beobachtest du eine Suchttendenz bei dir oder Angehörigen? Die folgenden Stellen bieten Hilfe:
Beratungstelefon der Dargebotenen Hand
Telefon 143 oder www.143.ch
Beratungstelefon von Pro Juventute (für Kinder und Jugendliche)
Telefon 147 oder www.147.ch
Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel (UPK), Zentrum für Abhängigkeitserkrankungen
Telefon +41 61 325 51 00 oder www.upk.ch
Radix – Zentrum für Spielsucht und andere Verhaltenssüchte
www.spielsucht-radix.ch
Zürcher Institut für klinische Sexologie & Sexualtherapie
www.ziss.ch
Sucht Schweiz
www.suchtschweiz.ch
Zistig.ch
www.zistig.ch
Oder wende dich an die nächste Psychiatrische Klinik für Jugendliche oder Erwachsene.
Darüber zu sprechen, hilft ihnen
In seinem öffentlichen Bekennen sieht Kaia Gerber eine wichtige Erkenntnis: Probleme geheim zu halten, hilft nicht. Im Gegenteil. Es könne bei Betroffenen sogar das Gefühl auslösen, die Familie schäme sich für sie.
Das erfolgreiche Model vergleicht seinen Bruder mit einem Lehrer. Er hat die Ketten des Schweigens gesprengt, das seiner berühmten Familie immer sehr wichtig war. Cindy Crawford und ihrem Mann war immer sehr wichtig, privates aus der Öffentlichkeit zu halten. Umso mehr bewundert Kaia Gerber ihren Bruder für seinen Mut.
Auch sie haben eine Geschichte, die viele Familien kennen: Sucht, Angst, Hilflosigkeit – und die schwierige Erkenntnis, dass nicht nur leidet, wer abhängig ist, sondern alle anderen auch.