«Spider-Man» in Schwarz-Weiss
Nicolas Cage überrascht im Superhelden-Kostüm

Nicolas Cage wird in «Spider-Noir» zur düsteren Version des Superhelden – in Farbe und in Schwarz-Weiss.
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In «Spider-Noir» kehrt Spider-Mans düsteres Alter Ego zurück.
Foto: Courtesy of Prime

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Nicolas Cage spielt Spider-Man Noir in neuer Realserie auf Prime Video
  • Die Serie zeigt ein düsteres New York der 1930er in Schwarz-Weiss
  • Sony kaufte 1999 Spider-Man-Rechte für 7 Millionen Dollar von Marvel
Marco Spiess
Tele

Im oscargekrönten Animationsfilm «Spider-Man: A New Universe» (2018) war es eine von vielen gelungenen Ideen: Spider-Man Miles Morales bekommt Besuch von einer düsteren Version seiner selbst – aus einem Paralleluniversum, in dem es keine Farbe gibt. Entsprechend war dieser Spider-Man schwarz-weiss. Und hatte im Original die unverkennbare Stimme von Nicolas Cage.

Diesen «Spider-Man Noir» gab es zwar auch schon vorher in den Comics von Marvel, doch da Cages Interpretation in dem Kassenknüller so gut ankam, wurden die Produzenten hellhörig. Und nun darf Cage tatsächlich zurückkehren, nicht mehr animiert, sondern in einer Realserie für Prime Video.

Dieselben kreativen Köpfe

Cage heisst nun Ben Reilly und ist ein Privatdetektiv in New York der 1930er. Einst war er der einzige Superheld der Stadt und bekämpfte wacker das Verbrechen. Doch er ist in die Jahre gekommen, wurde zum Zyniker und führt nun ein heruntergekommenes Leben.

Ein Artikel aus «Tele»

Das ist ein Beitrag aus «Tele». Das Fernsehmagazin der Schweiz taucht für dich nach den TV- und Streamingperlen.

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Da bekommt er einen Fall angeboten, der ihn in Konflikt mit dem mächtigen Gangsterboss Silvermane (Brendan Gleeson) und einer Reihe von Superschurken bringt. Die Zeit ist für Ben gekommen, wieder auf seine alten Spinnenkräfte zurückzugreifen ...

Die kreativen Köpfe hinter «Spider-Man: A New Universe», Phil Lord und Christopher Miller, sind wieder mit von der Partie. Jüngst landete das Duo mit dem Sci-Fi-Film «Project Hail Mary» einen Kino-Erfolg und bewies, dass es in allerlei Genres zu Hause ist.

Die Zuschauer entscheiden

Hier deutet vieles drauf hin, dass die beiden sich in der Welt von Film noir und Superhelden gleichermassen ausleben konnten. Das zeigt sich schon bei der Präsentation: Das düstere New York der 30er mit Regen, Ledermänteln und Zigarettenrauch schreit geradezu nach Schwarz-Weiss und in der Tat kommt die Serie stilkonform monochrom daher.

DCX STORY: doc85ux0gqawb4k431zgdj [Info]

Doch nicht nur: Das Publikum hat die Wahl einer Version in Farbe! Die bunte Alternative orientierten die Macher auch an einem passenden Stil: Die Bilder sollten aussehen, als seien sie nachträglich koloriert worden, und haben einen Pastell-Look.

Für welche Version sich die Zuschauer auch entscheiden: Inhaltlich gibt es keine Unterschiede. Das Produktionshaus Sony hat bekanntlich die Rechte an Spider-Man und seinen Bösewichtern im Jahr 1999 für läppische sieben Millionen Dollar von den strauchelnden Marvel-Comics erworben.

Trilogie findet ihren Abschluss

Als Marvel – nun im Besitz von Disney – gigantische Kinoerfolge landete und nahezu alle Rechte an seinen Figuren wieder zurückkaufte, stellte sich Sony quer und behielt Spider-Man. Ein schlauer Schachzug, denn sie scheffeln Milliarden mit ihm.

Neben «Noir» kommt Ende Juli der neue Realfilm mit Tom Holland ins Kino, «Spider-Man: Brand New Day». Und nächstes Jahr soll endlich die animierte Trilogie mit «Spider-Man: Beyond the Spider-Verse» ihren Abschluss finden.
Dass sich nun das 62-jährige Knautschgesicht Nicolas Cage zu diesen jungen Spinnenmännern gesellt, hätten vor ein paar Jahren wohl niemand erwartet. 

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