Darum gehts
- Meuth und «Moritz» Neuner-Duttenhofer ziehen nach München
- Der WDR stoppte ihre Kochsendung 2022 nach 414 Folgen
- Ihr Apfelgut ist zu verkaufen; online planen sie neue Folgen
Martina Meuth (77) und Bernd «Moritz» Neuner-Duttenhofer (82) brechen zu neuen Ufern auf. Nach dem Ende ihrer beliebten WDR-Kochsendung «Kochen mit Martina und Moritz» und fast vier Jahrzehnten in ihrem idyllischen Apfelgut in Sulz-Hopfau (Baden-Württemberg) planen die beiden eine Zukunft in München. In jener Stadt, in der 1976 ihre gemeinsame Geschichte begann.
Die TV-Ära des Duos endete 2022, als der WDR nach 414 Folgen aus Kostengründen die Produktion einstellte. Doch vom Bildschirm verschwunden sind sie nicht: Über 300 Episoden des Formats laufen weiterhin samstags um 11.45 Uhr im WDR und sind auch in der ARD Mediathek abrufbar. «Keine andere Sendung im deutschen Fernsehen wurde so lange mit denselben Protagonisten ausgestrahlt», sagte Meuth der Zeitung «Neckar-Chronik».
Ihr Apfelgut, das seit Jahren als Drehort und Zentrum für Kochkurse diente, soll nun verkauft werden. Wie die «Südwest Presse» meldet, hat sich bislang noch kein Käufer gefunden – obwohl sogar eine amerikanische Filmfirma Interesse gezeigt hatte. Die Unsicherheit um den Verkaufszeitpunkt hat Folgen: Geplante Kochkurse liegen derzeit auf Eis. «Wer weiss, ob wir in einem halben Jahr überhaupt noch hier sind», so Meuth.
Das planen sie jetzt
Ans Aufhören denken die Food-Autorin und der Gastronom nicht. «Nach über 30 Jahren vor der Fernsehkamera beginnt für uns ein neuer Lebensabschnitt», schreiben sie ihren fast 28’000 Instagram-Fans. Neben ihren Tätigkeiten für Slow Food und den Food Editors Club arbeiten sie an einem digitalen Projekt: Neue Kochfolgen, die online kostenpflichtig abrufbar sein sollen. Auch kulinarische Reisen stehen auf ihrem Plan.
Trotz der Herausforderung, ihr traditionsreiches Anwesen zu verkaufen, schauen Martina und Moritz mit Zuversicht nach vorne. «Das Apfelgut und die Küche, die viele von euch aus dem Fernsehen kennen, werden wir bald für immer abgeben», schreiben sie. Bis dahin wollen sie ihre letzten Monate in Sulz-Hopfau mit der Kamera festhalten.