Darum gehts
- Fiona Erdmann flieht mit Familie von Dubai nach Maskat, Oman
- 152 Raketen und 506 Drohnen in Dubai abgefangen
- Familie wartete fünf Stunden an der Grenze zum Oman
Fiona Erdmann (37) ist am Sonntag mit ihrer Familie von Dubai in den Oman gereist. Das hat die Influencerin, die 2007 durch die zweite Staffel von «Germany's next Topmodel» bekannt wurde, am Montagmittag in einem Instagram-Posting verkündet. In einem emotionalen Video und einem längeren Statement schildert sie die bangen und aufregenden Stunden.
«Die vorletzte Nacht war eine absolute Ausnahmesituation», erklärt Erdmann, die mit ihrem Partner Mohamad drei Kinder hat. «Das Haus hat gebebt, wir haben laute Knalle gehört – ein Moment, den ich bisher nur aus dem Fernsehen kannte. Und plötzlich war er Realität.» Die Familie habe sich in der Abstellkammer versteckt und eine schlaflose Nacht gehabt. «Dieses Gefühl, bei jedem Geräusch zusammenzuzucken. Für die Kinder war das einfach keine zumutbare Situation. Ich wollte nicht, dass sie Angst haben. Sie können die Situation nicht so einschätzen wie wir. Sie wissen nicht, was hinter dem Knall steckt.»
Deshalb habe die Familie schliesslich den Entschluss gefasst, die Wahlheimat vorerst zu verlassen. «Gestern Morgen habe ich unsere Sachen gepackt und wir haben entschieden, erstmal Richtung Oman zu fahren. Fünf Stunden an der Grenze, bangen, hoffen, warten. Am Ende hat zum Glück alles geklappt.» Nun seien sie wohlbehalten, wenn auch sehr müde in der Hauptstadt Maskat angekommen. «Die Kids sind ruhig, fühlen sich wohl und denken, wir sind auf einer Staycation. Wir sind zusammen mit unseren Freunden. Und genau das zählt.» Sie sei froh, dass ihre Kinder «so wenig wie möglich mitbekommen», was derzeit passiere.
Unter ihrem Post bekommt sie zahlreiche mitfühlende Kommentare, darunter von RTL-Moderatorin Frauke Ludowig (62) oder der deutschen Sängerin Sarah Engels (33). Erstere wünscht ihr «Alles Gute», zweitere «ganz viel Kraft».
«Einer der sichersten Orte der Welt»
Dennoch bleibe Dubai, wo die Norddeutsche seit neun Jahren lebt, für sie «einer der sichersten Orte der Welt». Sie betonte weiter: «Die aktuelle Situation zeigt es sehr gut. Das Sicherheitssystem von Dubai funktioniert. Selbst bei einer Situation wie dieser.» Denn: «Zum aktuellen Zeitpunkt sind es 165 Raketen & 541 Drohnen, davon wurden 152 Raketen + 506 Drohnen abgefangen. Ich mag behaupten, dass das zeigt, wie sicher Dubai ist.» Dennoch sei das Land «leider einfach nur mittendrin». Und das sei leider «wirklich sehr sehr unschön». Hätte sie keine Kinder gehabt, so wäre sie in Dubai geblieben, erklärt sie in einer Story.
Zuvor betonte sie bereits: «Ich vertraue Dubai und ich weiss, dass wir hier sicher sind.» Für die 37-Jährige steht auch ihre berufliche Zukunft auf dem Spiel: Sie hat sich in den vergangenen Jahren zusammen mit ihrem Mann ein Immobiliengeschäft in Dubai aufgebaut. Ihre Firma reagierte bereits auf kritische Kommentare und betonte unter einem Posting von Erdmann: «Wir bleiben positiv und kommen stärker zurück.» Dubai werde sich erholen. «Wer die Stadt kennt, weiss, wie resilient sie ist.»