Darum gehts
- Gegen Katy Perry wird wegen sexueller Belästigung von Ruby Rose ermittelt
- Victoria hat keine Verjährungsfrist für schwere Straftaten, Ermittlungen laufen
- Vorfall von 2010: Rose war Anfang 20, Perry weist Vorwürfe zurück
Die australische Polizei ermittelt aktuell gegen Katy Perry (41). Der Vorwurf: sexuelle Belästigung der Schauspielerin Ruby Rose (40) vor 15 Jahren in Melbourne. Entgegen anderslautender Medienberichte schützt die Sängerin dabei keine Verjährungsfrist. Das hat ein Sprecher der Staatsanwaltschaft im Bundesstaat Victoria gegenüber dem US-Promiportal «TMZ» nun unmissverständlich klargestellt: «In Victoria gibt es keine Verjährungsfrist für die Strafverfolgung von Straftaten, die als schwerwiegend gelten.»
Sollten die Ermittler Hinweise auf eine schwere Straftat finden, kann der Fall an die Staatsanwaltschaft übergeben werden. Diese kann dann auch nach vielen Jahren noch Anklage erheben. Gegen Perry – die im vergangenen Jahr für ihren Flug ins All ganz schön viel Kritik einstecken musste – liegt bislang jedoch keine Anklage vor.
Jacqueline Harris, Sprecherin des Office of Public Prosecution in Victoria, erläuterte gegenüber «TMZ» zudem die rechtlichen Grundlagen für derartige Altfälle: «Für Strafverfahren und die Strafzumessung bei historischen Straftaten gilt das Recht, das zum Zeitpunkt der mutmasslichen Tat galt.» Der Schlüssel liegt nun bei den Ermittlern: Gelingt es der Polizei, belastbare Beweise zu sichern, könnte der Fall übergeben werden, mit allen rechtlichen Konsequenzen bis hin zu einer Anklage und einer möglichen Verurteilung Perrys.
Ruby Roses Vorwürfe und das laufende Verfahren
Ausgangspunkt der Ermittlungen sind schwere öffentliche Vorwürfe der australischen Schauspielerin Ruby Rose. Der «Orange Is the New Black»-Star erklärte auf der Plattform Threads, die Sängerin habe sie 2010 in einem Nachtclub in Melbourne sexuell belästigt. Sie sei damals Anfang 20 gewesen und habe sich infolge des Vorfalls übergeben müssen, schrieb Rose. Kurz darauf löschte sie die Beiträge wieder.
Rose teilte inzwischen mit, dass die Ermittlungsbehörden sie nach ihrer Anzeige aufgefordert hätten, sich nicht mehr öffentlich zu dem Fall zu äussern. Der Vorfall wird derzeit vom Melbourne Sexual Offences and Child Abuse Investigation Team (SOCIT) untersucht.
Perrys Management reagierte umgehend: Roses Behauptungen seien «nicht nur rundum falsch, sondern auch gefährliche, leichtfertige Lügen». Zudem verwies das Lager darauf, Rose habe in der Vergangenheit bereits mehrfach öffentlich schwere Anschuldigungen gegen verschiedene Personen erhoben, die stets bestritten worden seien.