Einige werden sich darüber freuen, andere werden sich darüber ärgern: Das Programm für die Ausgabe 2026 von Paléo ist da! Daniel Rossellat und die Teams des Festivals in Nyon enthüllten am Dienstag, den 17. März, die Namen der Künstler, die vom 21. bis 26. Juli auf der Asse-Ebene auftreten werden.
Die Eintrittskarten werden am Mittwoch, den 25. März um 12 Uhr auf der Website des Festivals zum Verkauf angeboten. Vielleicht reichen die anwesenden Künstler aus, um den Rekord des letzten Jahres zu brechen - die 200'000 Tickets, die innerhalb von 13 Minuten verkauft wurden. Auf jeden Fall gibt es Stars in Serie.
Boss-Ladies stehen im Mittelpunkt
In fast allen Musikrichtungen werden Frauen die Hauptrolle spielen. Die Rap/Hip-Hop-Szene wird von der engagierten Veteranin Keny Arkana, aber vor allem von der 22-jährigen «Boss-Lady» Theodora vertreten. Dieser aufstrebende Stern am französischen Musikhimmel, der sich zwischen afro-karibischen Klängen und Hyperpop bewegt, wurde 2003 in der Schweiz – in Luzern – geboren.
Wie üblich hat auch der Pop seine weiblichen Stars. Zwei internationale Stars, die in den 2010er Jahren ganz oben standen: die Amerikanerin Katy Perry, die aus dem All zurückgekehrt ist, und die Neuseeländerin Lorde. Und auf der französischsprachigen Seite werden Vanessa Paradis und Zaz zu sehen sein. Aber vor allem neue Vertreterinnen des französischen Pop-Feminismus: Solann, Miki, Suzane, Luiza und Adele Castillon sowie Helena und Marguerite, die beide die Star Academy und TF1 durchlaufen haben.
Für die Liebhaberinnen und Liebhaber von Elektro und insbesondere Techno wird die Französin Rebeka Warrior als Teil des Duos Kompromat auf der Bühne stehen, und auch die Belgierin Amélie Lens wird an den Plattentellern stehen. Auf der Rockseite schliesslich findet man The Last Dinner Party, die aufstrebende englische und ausschliesslich weibliche Band.
Rap, Rock und Elektro sind die Spitzenreiter
Der Rock, insbesondere der britische, kehrt in diesem Jahr mit voller Kraft zurück, vor allem zu Beginn der Woche. Die englische Band The Cure, angeführt von Robert Smith, am Mittwoch. Gorillaz und ihre von Damon Albarn geschaffenen virtuellen Figuren am Donnerstag. Oder der amerikanische Alternative Rock von Twenty One Pilots, der Folk-Rock des Israelis Asaf Avidan und die Rock-Poesie der Franzosen Feu! Chatterton.
Aber wie schon seit einigen Jahren sind es Rap und Hip-Hop, die das Feld anführen. Eher in der französischen Version für das breite Publikum, zwischen Orelsan, Gims, Vald und Disiz. Aber auch weniger bekannte wie Ino Casablanca, Jok'Air oder der palästinensischstämmige RnB-Sänger Saint Levant.
Schliesslich werden sich die DJs auf der sehr visuellen Belleville-Bühne und anderswo abwechseln. Neben Bob Sinclar wird auch der mittelalterliche Perceval wieder dabei sein.
So viele Nordländer wie Schweizer
Für sein Weltdorf wendet sich Paléo den nordischen Ländern zu: Finnland, Norwegen, Schweden, Island, Dänemark, den Färöer-Inseln... und bis nach Grönland. Insgesamt werden 17 nordische Künstler ihre Klänge präsentieren, die von «norwegischem feministischem Black Metal» bis hin zu traditioneller skandinavischer Musik reichen.
Die Schweizer Delegation mit ihren 16 Künstlern kann sich sehen lassen. Dazu gehören die Lausanner Sängerin Marie Jay, der französisch-genferische DJ Mosimann - ein weiterer ehemaliger Star-Ac'-Kandidat, der auf Instagram erfolgreich ist – oder die Genfer Rocker der Gruppe The Young Gods.