Darum gehts
- Alessandra Meyer-Wölden (43) offenbart auf Instagram ihre jahrelange Angst vor tiefem Wasser
- Sie überwand die Panik durch Unterstützung und schrittweises Konfrontieren ihrer Ängste
- Heute geniesst sie das Schwimmen mit ihren fünf Kindern im Meer
Alessandra Meyer-Wölden (43) spricht auf Instagram erstmals über eine Angst, die sie jahrelang begleitete: die Angst vor Wasser. Nicht vor Wasser an sich, sondern vor tiefem Wasser, wenn sie plötzlich nicht mehr wusste, was unter ihr ist.
«Als Kind hatte ich keine Angst vor Wasser», verrät sie. Diese Angst sei «erst viele Jahre später» gekommen und sie weiss bis heute nicht, wann diese genau begann. «Irgendwann war sie einfach da», so das Model.
«Keine Luft mehr bekommen»
Mit der Angst sei «dieses überwältigende Gefühl» gekommen, «keinen Boden mehr unter den Füssen zu haben, keine Luft mehr zu bekommen und keinen Platz zu haben». «Jedes Mal, wenn ich tiefer ins Wasser ging, raste mein Herz, mein Körper geriet in Panik und alles in mir wollte nur noch zurück an Land», sagt Meyer-Wölden weiter.
Sie wusste lange nicht, wie sie mit dieser Angst umgehen soll, dachte, sie müsse «einfach mutiger sein». Doch genau dieser Ansatz machte die Angst noch schlimmer. «Je mehr ich gegen sie kämpfte, desto grösser wurde sie», gibt die fünffache Mutter zu. Irgendwann beschloss sie, ihrer Angst entgegenzutreten und nicht mehr vor ihr davonzulaufen. Sie suchte sich Unterstützung und wollte ihr Leben nicht mehr von der Angst bestimmen lassen. Plötzlich sah sie die Angst nicht mehr als ihren Feind. «Ich begann, meinem Körper zuzuhören. Mit der Zeit verstand ich, dass es nie nur um das Wasser ging», erklärt Alessandra Meyer-Wölden. Hinter dieser Furcht habe ein tieferes Gefühl gelegen: «keinen Platz zu haben, keine Luft zu bekommen, eingeengt zu sein.» Als sie dieses Gefühl zuliess, veränderte sich plötzlich etwas in ihr.
Langsam, aber sicher verschwand die Angst
In kleinen Schritten wagte sie sich daran, ihre Angst zu überwinden. «Jedes Mal, wenn ich geblieben bin, anstatt zu fliehen, hat mein Körper gelernt, dass er sicher ist. Und ich habe gelernt, dass ich grösser bin als meine Angst.»
Heute kann sie unbeschwert mit ihren Kindern im Meer schwimmen «und diese Momente bewusst» geniessen. «Für mich bedeutet Heilung nicht, dass Angst nie wieder auftaucht. Heilung bedeutet, nicht mehr vor ihr wegzulaufen. Denn oft liegt hinter der Angst nicht das, wovor wir glauben, Angst zu haben, sondern eine Geschichte, die endlich gesehen werden möchte», schliesst Sandy Meyer-Wölden ihren Post.
Ihre Fans sind ihr in der Kommentarspalte dankbar für diese offenen und ehrlichen Worte. Viele finden sich darin wieder, denn auch sie kämpften oder kämpfen immer noch gegen ihre Ängste. Zu wissen, dass sie nicht alleine sind, macht ihnen Mut, mit ihren eigenen Ängsten umzugehen.