Investierte selbst 50'000 Euro in Kinderwunsch
Influencerin will Frauen mit Petition helfen, schwanger zu werden

Anna Adamyan kämpft für Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch: Nach eigenen harten Erfahrungen fordert das Ex-GNTM-Model mit einer Petition mehr Unterstützung durch Krankenkassen in Deutschland.
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Anna Adamyan, vormals Wilken, kämpfte jahrelang mit einem unerfüllten Kinderwunsch.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Anna Adamyan kämpft mit Petition für bessere Kostenübernahme bei Kinderwunschbehandlungen
  • Sie fordert Altersgrenze 18 Jahre, mehr Versuche, Inklusion aller Familienformen
  • Über 600'000 Instagram-Follower, Behandlungskosten in der Schweiz bis 7000 Franken
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Saskia SchärRedaktorin People

Anna Adamyan (29), ehemals Wilken, nahm 2014 bei «Germany's Next Topmodel» teil, verliess die Show jedoch auf eigenen Wunsch hin noch vor dem Finale. Seither machte sie allerdings weniger als Model Schlagzeilen als vielmehr mit ihrem Kampf um ein Baby. Sie und Ehemann Sargis (33) versuchten jahrelang alles, um Eltern zu werden, investierten insgesamt 50'000 Euro dafür. Nach elf künstlichen Befruchtungen und mehreren Fehlgeburten klappte es 2023 endlich und sie konnten ihren lang ersehnten Sohn Levi in den Armen halten. Derzeit erwartet die unter Endometriose und Adenomyose leidende Mutter ihr zweites Kind.

Die zahlreichen Rückschläge im Kampf um ihren grössten Wunsch sind an der Content-Creatorin nicht spurlos vorübergegangen, so spricht sie auf Instagram nicht nur offen über die körperlichen und psychischen Belastungen, sondern auch über die finanziellen. Sie sei in der glücklichen Lage gewesen, selbst Zehntausende Euro investieren zu können, doch das sei bei weitem nicht bei allen Frauen der Fall. Dem möchte sie mithilfe einer Petition entgegenwirken, da die Erfüllung des Kinderwunsches aus ihrer Sicht nicht am Geld scheitern soll. Die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland beteiligen sich für Adamyan zu wenig an den Kosten künstlicher Befruchtungen.

In der Petition fordert Adamyan daher unter anderem die Herabsetzung der unteren Altersgrenze für eine Kostenübernahme von derzeit 25 auf 18 Jahre. Zudem verlangt sie die Aufhebung der Beschränkung der Kostenübernahme auf drei Versuche sowie eine Kostenübernahme auch für homosexuelle und unverheiratete Paare sowie alleinstehende Frauen.

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Lob und Kritik für ihre Petition

Für ihre #KiWufürAlle-Petition erhält Adamyan in den Kommentaren grosse Unterstützung, was kaum überrascht, wurde sie in den vergangenen Jahren doch zu einem bekannten Sprachrohr all jener, die mit einem unerfüllten Kinderwunsch hadern. Mittlerweile folgen der 29-Jährigen über 600'000 Personen auf Instagram. Es lassen sich auch einige kritische Kommentare finden. Diese beziehen sich insbesondere auf die Frage, wie genau die Kosten denn gedeckt werden sollen, wenn die Kassen doch bereits heute leer seien. 

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Auch dass die Krankenkassen bereits die Behandlungen von 18-Jährigen übernehmen sollen, wird mehrfach kritisiert. «Wer hat denn mit 18 Jahren schon so einen starken Kinderwunsch und weiss schon, dass es auf natürlichem Wege nicht klappt?», fragt eine Userin. Weitere sehen die fehlende Konkretisierung der Anzahl zu übernehmenden Behandlungen kritisch. Bereits heute beteiligen sich die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland unter bestimmten Voraussetzungen mit mindestens 50 Prozent an den Kosten von bis zu drei IVF- oder ICSI-Behandlungen.

Die vier Wege der künstlichen Befruchtung

Von unerfülltem Kinderwunsch sprechen Fachpersonen, wenn innerhalb eines Jahres trotz ungeschütztem Geschlechtsverkehr keine Schwangerschaft eintritt. Dies trifft auf rund 10 bis 15 Prozent der Paare zu. In der Schweiz suchen deswegen jährlich mehr als 6000 Paare medizinische Unterstützung mithilfe einer künstlichen Befruchtung. Dieser Begriff umfasst vier Behandlungsmöglichkeiten:

  • Innerhalb des weiblichen Körpers ist die hormonelle Stimulationstherapie mit oder ohne Insemination möglich.
  • Die Befruchtung ausserhalb des weiblichen Körpers geschieht durch In-vitro-Fertilisation (IVF) oder Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI).

Die medizinische Unterstützung garantiert keine Schwangerschaft. Bei einer natürlichen Befruchtung innerhalb des weiblichen Körpers liegt die Erfolgsquote unter optimalen Bedingungen pro Zyklus bei 20 Prozent. Bei Paaren mit Empfängnisproblemen sinkt der Wert auf 8 bis 14 Prozent, wie die Klinik für Reproduktionsendokrinologie am Universitätsspital Zürich auf Anfrage erklärt. Bei der Befruchtung ausserhalb des weiblichen Körpers liegen die Erfolgschancen auf eine Schwangerschaft bei 35 bis 40 Prozent pro Behandlungszyklus. Diese Werte können jedoch im Einzelfall stark variieren.

Von unerfülltem Kinderwunsch sprechen Fachpersonen, wenn innerhalb eines Jahres trotz ungeschütztem Geschlechtsverkehr keine Schwangerschaft eintritt. Dies trifft auf rund 10 bis 15 Prozent der Paare zu. In der Schweiz suchen deswegen jährlich mehr als 6000 Paare medizinische Unterstützung mithilfe einer künstlichen Befruchtung. Dieser Begriff umfasst vier Behandlungsmöglichkeiten:

  • Innerhalb des weiblichen Körpers ist die hormonelle Stimulationstherapie mit oder ohne Insemination möglich.
  • Die Befruchtung ausserhalb des weiblichen Körpers geschieht durch In-vitro-Fertilisation (IVF) oder Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI).

Die medizinische Unterstützung garantiert keine Schwangerschaft. Bei einer natürlichen Befruchtung innerhalb des weiblichen Körpers liegt die Erfolgsquote unter optimalen Bedingungen pro Zyklus bei 20 Prozent. Bei Paaren mit Empfängnisproblemen sinkt der Wert auf 8 bis 14 Prozent, wie die Klinik für Reproduktionsendokrinologie am Universitätsspital Zürich auf Anfrage erklärt. Bei der Befruchtung ausserhalb des weiblichen Körpers liegen die Erfolgschancen auf eine Schwangerschaft bei 35 bis 40 Prozent pro Behandlungszyklus. Diese Werte können jedoch im Einzelfall stark variieren.

In der Schweiz übernimmt die Grundversicherung bei einem unerfüllten Kinderwunsch zwar die medizinische Abklärung sowie unter bestimmten Voraussetzungen Hormonbehandlungen und bis zu drei Inseminationen mit dem Samen des Partners. Die Kosten für eine künstliche Befruchtung mittels IVF oder ICSI müssen Paare hingegen grundsätzlich selbst tragen. Eine In-vitro-Fertilisation schlägt dabei gemäss dem Universitätsspital Zürich mit 5000 bis 7000 Franken zu Buche, dieselbe Preisspanne wird für die intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI) angegeben.

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