Darum gehts
- Hayden Panettiere stirbt mit 36, Neutrogena steht wegen Boykottaufrufen unter Druck
- Fans kritisieren abruptes Ende der Partnerschaft nach TV-Geständnis 2015
- Neutrogena verspricht Investition für Frauen mit postnataler Depression
Zehn Jahre lang war Hayden Panettiere (†36) das Gesicht des Hautpflege-Unternehmens Neutrogena. Die kürzlich verstorbene Schauspielerin war bis 2015 das Aushängeschild der Marke, dann wurde der Vertrag mit ihr abrupt gekündigt.
Der mutmassliche Grund: Kurz zuvor sprach sie im TV offen über ihre postnatale Depression nach der Geburt ihrer Tochter Kaya (11). Diesen Zusammenhang stellte Panettiere selbst in ihren im Mai erschienenen Memoiren «This Is Me: A Reckoning» her.
Nach dem Tod der 36-Jährigen erreicht Neutrogena im Netz nun eine Welle der Kritik und Empörung, trauernde Fans rufen zum Boykott der Marke auf. Tagelang verhielt sich Neutrogenas PR-Abteilung still; jetzt wurde endlich ein Statement zur Kontroverse veröffentlicht.
«Wir sind tief traurig»
Seit Panettieres Tod bekannt wurde, graben Fans und Medien gleichermassen in ihrer Vergangenheit. Man sucht nach Anzeichen dafür, wie es um ihre psychische Gesundheit bestellt war – und nach potenziellen Schuldigen für den tragischen frühen Tod der Schauspielerin.
So steht nun die Hautpflege-Marke Neutrogena heftig in der Kritik, Panettiere in einer ihrer dunkelsten Stunden fallen gelassen zu haben. Aufgebrachte Fans fordern, das Unternehmen wegen dieses unethischen Verhaltens zu boykottieren.
Der Aufschrei wurde so laut, dass Neutrogena nach längerem Schweigen jetzt öffentlich Stellung zu den Vorwürfen nimmt – und Schadensbegrenzung betreibt. «Wir sind tief traurig über Hayden Panettieres Tod», heisst es auf Instagram in schwarzer Schrift auf weissem Hintergrund.
Die Entschuldigung bleibt aus
«Über ein Jahrzehnt lang war Hayden ein geschätztes Mitglied unserer Neutrogena-Community.» Man sei stolz auf die Partnerschaft mit ihr gewesen. «Wir verstehen, dass wir ihr in einer sehr schwierigen Zeit das Gefühl gegeben haben, nicht unterstützt zu werden.» Statt einer Entschuldigung folgt bloss: «Das ist nicht, wofür Neutrogena steht oder wer wir sein wollen.»
Um die Gemüter zu beschwichtigen, kündigt Neutrogena ausserdem an, eine «bedeutende Investition» in eine Organisation zu tätigen, die sich unter anderem für Frauen mit postnatalen Depressionen einsetzt. Weitere Details dazu wolle man später bekanntgeben.
Aus Respekt vor Haydens Familie habe man kein voreiliges Statement veröffentlichen wollen. «Alle bei Neutrogena sprechen Haydens Familie und allen, die sie liebten, ihr tiefstes Beileid aus.» Die Kommentarfunktion unter dem Beitrag wurde deaktiviert. Obwohl sie so nicht direkt auf Neutrogenas Statement reagieren können, ist anzunehmen, dass diese Stellungnahme für viele Fans wenig zufriedenstellend sein dürfte.
Wie sehr Panettiere die Trennung von Neutrogena schmerzte, schilderte sie noch im Mai in Jay Shettys Podcast «On Purpose». Seit ihrem Tod wird diesem Interview von Fans immense Bedeutung beigemessen. «Neutrogena war ein riesiger Teil meines Lebens», verrät sie darin.
«Ich habe keine Sekunde daran gedacht, dass jemand negativ reagieren könnte. Nach zehn Jahren der Zusammenarbeit habe sie von den Menschen dort dann nie wieder gehört. «Das hat mir wirklich das Herz gebrochen.»