«Es war ein Todesurteil»
Pamela Anderson spricht über Schock-Diagnose

Pamela Anderson sprach bei der Amfar-Gala in Venedig über ihre Hepatitis-C-Diagnose aus den 1990er-Jahren. Damals galt die Erkrankung als kaum heilbar, doch nach einem langen Kampf ist sie heute geheilt.
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Pamela Anderson bei der Amfar-Gala vergangenes Wochenende in Venedig.
Foto: AP Photo/Scott A Garfitt

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Pamela Anderson sprach bei Amfar-Gala über Hepatitis-C-Diagnose in Venedig
  • Ansteckung durch geteilte Tätowiernadel mit Tommy Lee, Heilung 2015
  • Hepatitis-C-Behandlung kostete Anderson alles, Award of Courage verliehen
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Saskia SchärRedaktorin People

Pamela Anderson (59) weilt derzeit in Venedig an den Filmfestspielen und hat bei der Amfar-Gala am Sonntag über eine einschneidende Diagnose gesprochen: Ende der 1990er-Jahre wurde beim «Baywatch»-Star Hepatitis C diagnostiziert, eine Virusinfektion der Leber, die damals nur schwer und mit geringen Erfolgsaussichten heilbar war.

«Es war ein Todesurteil», sagte sie nun laut «Variety». «Mein Arzt sagte mir, ich hätte wahrscheinlich noch zehn Jahre zu leben.» Nach der Diagnose war für die Schauspielerin alles anders. «Es war nicht die Angst vor dem Tod, sondern die Angst, was meinen kleinen Kindern passieren würde», erklärte sie und bezog sich auf ihre Söhne Brandon Thomas (30) und Dylan Jagger (28), die aus ihrer Ehe mit Ex-Mann Tommy Lee (63) stammen. Der Gedanke an ihre Zukunft habe ihr Leben «auf den Kopf gestellt».

«Beschädigte Ware»

Angesteckt habe sie sich nach eigener Aussage während ihrer Ehe mit Tommy Lee, als sich das Paar eine Tätowiernadel geteilt hatte. 2011 wurden neue Medikamente zur Behandlung von Hepatitis C zugelassen. Vier Jahre später erklärte Anderson, vom Virus geheilt zu sein. Doch der Weg dahin sei nicht leicht gewesen, habe sie alles gekostet, was sie auf dem Bankkonto gehabt hätte. 

Trotz der Heilung bleibt die emotionale Last. Anderson sprach von «Scham und Schuld», die sie weiterhin begleiten. «So wie der sexuelle Missbrauch, den ich als Kind erlebt habe, fühlte es sich an, als wäre es in meine Stirn eingeritzt: beschädigte Ware.» Dennoch lehnt sie es ab, sich als Opfer zu sehen. «Ich bin eine Siegerin», erklärte sie. «Ich bin stark und fähig, mehr, als ich es je zu träumen gewagt hätte.» Für ihren Mut und ihre Offenheit wurde Anderson bei der Gala mit dem Award of Courage geehrt. 

Was ist Hepatitis C?

Hepatitis C ist ein chronische Entzündung der Leber. Ausgelöst wird sie durch die gleichnamigen Hepatitis C Viren. Das Virus kann über verschiedene Arten übertragen werden:

  • Kontakt mit infiziertem Blut (zum Beispiel medizinisches Personal)
  • Gemeinsam Benutzen von Spritzbesteck bei Drogensüchtigen
  • Geschlechtsverkehr
  • Tätowieren, Piercen mit unsterilem Material

Folgende Symptome können etwa 15 bis 150 Tage nach der Infektion auftreten:

  • Gelbsucht
  • Fieber
  • Reduzierter Allgemeinzustand
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Lebensmittelabneigungen

Das Problem bei der Hepatitis C ist, dass sie von vielen Betroffenen nicht erkannt wird. Selbst bei einer chronischen Leberentzündung merken die Patienten oft über Jahre nichts von ihrer Erkrankung.

Hepatitis C wird mittels Blutanalyse diagnostiziert.

Hepatitis C ist ein chronische Entzündung der Leber. Ausgelöst wird sie durch die gleichnamigen Hepatitis C Viren. Das Virus kann über verschiedene Arten übertragen werden:

  • Kontakt mit infiziertem Blut (zum Beispiel medizinisches Personal)
  • Gemeinsam Benutzen von Spritzbesteck bei Drogensüchtigen
  • Geschlechtsverkehr
  • Tätowieren, Piercen mit unsterilem Material

Folgende Symptome können etwa 15 bis 150 Tage nach der Infektion auftreten:

  • Gelbsucht
  • Fieber
  • Reduzierter Allgemeinzustand
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Lebensmittelabneigungen

Das Problem bei der Hepatitis C ist, dass sie von vielen Betroffenen nicht erkannt wird. Selbst bei einer chronischen Leberentzündung merken die Patienten oft über Jahre nichts von ihrer Erkrankung.

Hepatitis C wird mittels Blutanalyse diagnostiziert.

Auch sie kämpften gegen Hepatitis C

Anderson ist derweil nicht der einzige Star, der offen über die eigene Hepatitis-C-Erkrankung spricht. Auch der Red-Hot-Chili-Peppers-Frontmann Anthony Kiedis (63) kämpfte zeitgleich gegen die Erkrankung an. Er führt seine Ansteckung auf den Drogenkonsum zurück. In seiner Biografie «Scar Tissue» beschrieb er die Zeit folgendermassen: «Es ist seltsam: Ich war so eine Kämpfernatur und wollte unbedingt am Leben teilhaben, während ich gleichzeitig versuchte, das Leben in mir auszulöschen. Ich befand mich in dieser Zwickmühle: Einerseits versuchte ich, mich mit Drogen umzubringen, andererseits ass ich richtig gut, trainierte, ging schwimmen und versuchte, am Leben teilzuhaben. Auf einer gewissen Ebene schwankte ich ständig hin und her.»

Bei Aerosmith-Sänger Steven Tyler (78) wurde im Jahr 2003 Hepatitis-C per Zufall diagnostiziert. Symptome hatte er allerdings keine, wie er gegenüber «Focus» erklärte. Wo er sich angesteckt hatte, weiss er nicht, vermutet aber, es könnte im Zusammenhang mit dem Drogenkonsum gestanden haben. Über Jahre hinweg kämpfte er gegen die Drogen- und Alkoholsucht und war mehrfach im Entzug. Mittlerweile gilt er als geheilt und hepatitisfrei – dafür unterzog er sich einer elfmonatigen Interferon-Kombinationstherapie.

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