Darum gehts
- Dieter Bohlen solidarisiert sich mit der Gen Z
- Auf Instagram zeigt er volles Verständnis mit den landesweiten Protesten
- Bohlen zieht Vergleiche mit maroden Autobahnbrücken
Ungewohnte Töne vom Poptitan: Dieter Bohlen (72) stellt sich hinter die Proteste der Generation Z. In einem Clip auf Instagram zeigt er volles Verständnis für die Wut der Jugend und redet Klartext: «Ja, meine Freunde, es ist richtig, wenn euch der Kragen platzt und wenn ihr demonstrieren geht.»
Besonders die Diskussion um die Wehrpflicht bringt den Musikproduzenten auf die Palme: «Ich bin auch total gegen eine neue Wehrpflicht. Warum? Ich habe sechs Kinder, die würde ich niemals in den Krieg schicken.»
Dabei erinnert er an seinen eigenen Vater. Dieser war mit 18 Jahren in den Zweiten Weltkrieg gezogen, geriet in Gefangenschaft und sei an der Front «fast gestorben». Die Erlebnisse seines Vaters haben Bohlen tief geprägt. Seine Schlussfolgerung: «Wofür sind diese Kriege gut? Für nichts.»
Abrechnung mit der Politik
Dass die Jugendlichen auf die Strasse gehen, hält er für verständlich: «Natürlich habt ihr Angst um eure Zukunft. Mit Recht!» Den Vorwurf richtet er an die Politik, die Steuergelder falsch einsetze: «Sie haben genug Geld, aber wofür benutzen sie das? Nicht, um es in die Schulen zu stecken. Nicht, um es in unsere Infrastruktur zu stecken.»
Als Beispiel nennt Bohlen die marode Rheinbrücke an der Autobahn A1 bei Leverkusen, wo er mit dem Auto vor der Überfahrt auf eine Waage fahren musste: «Das ist doch in einem Land wie Deutschland unmöglich.»
Am Ende schickt er den Demonstrierenden einen direkten Aufruf mit auf den Weg: «Wehrt euch dagegen, lasst euch nicht alles gefallen.»