Darum gehts
- Dieter Bohlen bestreitet Konzertabsagen in Litauen wegen Russland-Äusserungen
- Bohlen: Konzerte nie geplant, kein Vertrag unterschrieben
- Poptitan meldet sich mit Videobotschaft bei seinen Fans
Am Sonntag wurde berichtet, dass zwei Konzerte von Dieter Bohlen (72) in Litauen abgesagt wurden. Grund dafür sollen Kritik an Bohlens Aussagen zum Umgang mit Russland infolge des Ukraine-Kriegs gewesen sein. Der litauische Rundfunksender LRT berichtete zuerst.
Jetzt meldet sich Dieter Bohlen selber zu Wort – und widerspricht der Berichterstattung über angeblich abgesagte Auftritte in Litauen deutlich. Aus dem Urlaub auf den Malediven wendet sich der Poptitan mit einer 1-minütigen Videobotschaft an seine Fans.
«Diese pro-russischen Äusserungen waren, dass ich vor ein paar Monaten gesagt habe, Russland und Deutschland waren mal ein Dreamteam. Ja, das habe ich gesagt, das stimmt. Aber diese Konzerte hat es nie gegeben», stellt Bohlen klar. «Ich habe nie einen Vertrag unterschrieben. Wenn man keinen Vertrag unterschrieben hat, gibt es auch keine Konzerte.»
Das ist passiert
Im Interview mit dem deutschen Influencer und «Edelmetallexperten» Dominik Kettner auf dessen Youtube-Kanal sprach Bohlen über die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands. Im Gespräch sagte er: «Russland und Deutschland, das war eigentlich ein Dream-Team, weil wir billig die Energie gekriegt haben, uns ging es supergut. Rein ökonomisch betrachtet war es so: Der eine hat das, der andere das. Ein bisschen wie Modern Talking. Das hat man aufgegeben, aus moralischen Gründen.»
Dass Bohlen von einem «Dream-Team» sprach sowie andere Äusserungen, in denen er sich gegen Russland-Sanktionen ausspricht, soll in Litauen für heftige Kritik gesorgt haben, wie das litauische Nachrichtenportal Delfi berichtet. Innerhalb kürzester Zeit sei es zu einem Shitstorm im Netz gekommen.
«Ja, das Konzert in Kaunas wurde abgesagt. Wir haben mit den Organisatoren gesprochen und sind übereingekommen, dass eine solche Veranstaltung nicht in unserer Arena stattfinden sollte», bestätigte Mantas Vedrickas, Leiter der Veranstaltungsorganisation der Žalgiris Arena in Kaunas, gegenüber LRT. Von Bohlen selbst gibt es bislang noch keine Stellungnahme zu dem Vorfall.