Regina Zindler, die Frau, die mit einem einzigen Wort zur TV-Kultfigur wurde, ist tot. Die Sächsin erlangte 1999 durch die Show «Richterin Barbara Salesch» eine bundesweite Bekanntheit. Nun ist sie bereits am 5. Mai 2026 in ihrer Heimatstadt Zwickau an den Folgen einer schweren Krebserkrankung verstorben, wie die «Bild» berichtet.
Ihr Wunsch nach einer anonymen Bestattung sei laut der Zeitung erfüllt worden: Ihre Urne sei am vergangenen Freitag auf dem Hauptfriedhof in einem Gemeinschaftsgrab beigesetzt worden.
Der Hit wurde zum Fluch
Berühmt wurde Zindler durch einen kuriosen Streit mit ihrem Nachbarn Gerd Trommer, den sie in die Gerichtsshow brachte. Es ging um einen Knallerbsenstrauch, der zu nah an ihrem Maschendrahtzaun gepflanzt war. Doch nicht die Klage selbst, sondern ihr sächsisch gefärbtes Aussprechen des Wortes «Maschendrahtzaun» machte sie unvergesslich. Der Fall wurde zwar abgewiesen, doch Regina Zindler war plötzlich in aller Munde. Stefan Raab (59), damals Gastgeber der beliebten Comedy-Show «TV Total», machte Zindlers Ausspruch mit einem satirischen Song unsterblich. «Maschendrahtzaun» wurde zum Kult-Hit und hielt sich sechs Wochen auf Platz 1 der Charts.
Der Ruhm hatte auch seine Schattenseiten: Fans belagerten Zindlers Haus, stahlen Teile ihres Zauns und traten ihr Eigentum mit Füssen. Der Rummel wurde so übermächtig, dass sie mit ihrem Mann nach Berlin zog, um der Aufmerksamkeit zu entkommen. Jahre später kehrte das Paar nach Sachsen zurück, wo es Regina Zindler gelang, ein zurückgezogenes und anonymes Leben zu führen.