Darum gehts
- Regina Zindler (79) aus Zwickau wurde 1999 durch «Maschendrahtzaun» berühmt
- Heute kämpft sie mit Krebs im Endstadium und erhält Palliativpflege
- Vor 27 Jahren begann ihre Geschichte in der Show «Richterin Barbara Salesch»
Ein einziges Wort machte Regina Zindler (79) aus Zwickau (D) zur TV-Ikone: «Maschendrahtzaun». Der Begriff, geprägt von ihrem sächsischen Dialekt, wurde 1999 dank Entertainer Stefan Raab (59) zum Kult. Sein gleichnamiger Song, der Zindlers Ausdruck ins Zentrum stellte, führte sechs Wochen lang die Charts an und liess die resolute Hausfrau aus der Show «Richterin Barbara Salesch» landesweit berühmt werden.
Doch was ist aus der Frau geworden, die damals unfreiwillig ins Rampenlicht geriet? Laut «Bild» lebt sie nach wie vor in Zwickau – und kämpft gegen ein schweres Schicksal. «Meine Frau liegt im Sterben. Sie hat Krebs im Endstadium», erklärt Zindlers Mann gegenüber der Boulevardzeitung. Er ergänzt: «Sie bekommt bei uns zu Hause täglich Palliativpflege. Ihr bleiben noch vier Wochen, vielleicht acht. Ich werde bis zum Schluss für sie da sein.» Die 79-Jährige habe zwei aggressive Krebsherde im Unterleib, so Zindlers Mann.
Kult begann vor 27 Jahren
Die Frau, die einst ein Symbol für sächsischen Humor und Schlagfertigkeit war, hat sich zurückgezogen. Sie möchte keine Besucher mehr empfangen, keine Fotos mehr machen. «Wir haben mit dem Maschendrahtzaun schon lange abgeschlossen», erklärt ihr Mann. «Ich habe jetzt auch andere Probleme im Kopf.»
Die Geschichte von Regina Zindler begann vor 27 Jahren, als sie in der Gerichtsshow von Barbara Salesch gegen ihren Nachbarn Gerd Trommer stritt. Der Grund: ein Knallerbsenstrauch, der zu nah an ihrem Maschendrahtzaun wuchs. Die Klage wurde abgewiesen, doch durch den Fernsehauftritt begann ihre unfreiwillige Karriere. Stefan Raab schnitt Zindlers sächsische Aussprache des Wortes «Maschendrahtzaun» in einen Song, der zum Hit wurde. Doch der Ruhm hatte seinen Preis. Fernsehteams und Schaulustige belagerten ihr Grundstück, stahlen sogar Teile des legendären Zauns. Der Druck wurde zu gross, und Zindler verkaufte ihr Haus, zog erst nach Berlin und später zurück nach Sachsen.