Darum gehts
- Moderatorin Andrea Plewig verlor durch Silvesterraketen-Unfall das Augenlicht links
- Nach Brustkrebs und Chemotherapie erlitt Plewig zusätzlich eine dauerhafte Erblindung
- Zwei Operationen konnten ihr Augenlicht nicht retten, linkes Auge bleibt blind
Für TV-Moderatorin Andrea Plewig («Leichter leben», einst auf Astro-TV) begann das neue Jahr mit einer Fahrt ins Spital. Die Deutsche wollte mit Freunden in der Silvesternacht privat ein kleines Feuerwerk ablassen, nichts Grosses, «drei oder vier Raketen», wie sie auf Instagram betont. Alles war sauber vorbereitet, «die Zündschnüre freigelegt», die Kinder in sicherer Entfernung. Plewig zündet eine Rakete – und diese geht zu früh los.
«Sie ging sofort los, ich stand noch da. Die Druckluft vor der Explosion hat mich im Auge getroffen. Plötzlich lag ich auf dem Boden», erzählt Andrea Plewig gegenüber «Bild».
Vor Kurzem erst den Brustkrebs besiegt
Zweimal wurde Andrea Plewig am Auge operiert, doch die Eingriffe konnten ihr Augenlicht nicht retten. Auf dem linken Auge ist sie nun blind. Dieser Schock kommt nur wenige Monate, nachdem sie wegen Brustkrebs ihre letzte Chemotherapie beendet hat. Im Februar folgt eine angleichende Brust-OP, wie sie «Bild» sagt.
Jetzt, fast zwei Wochen nach dem Vorfall, meldet sich Andrea Plewig auf Instagram erneut zu Wort. Zuvor postete sie bereits ein Video, in dem sie von ihrem Unfall berichtete und zu einem Böller-Verbot aufrief. In ihrer neuesten Story, in der sie sich mit schwarzer Augenklappe zeigt und damit «wie eine kleine Abenteurerin» aussieht, zeigt sie sich schockiert über Kommentare, die sie unter dem «Bild»-Bericht lesen musste. Dort gab es nämlich einige User, die der Moderatorin die Schuld zuschieben und sie dafür verantwortlich machen, dass sie ihr Augenlicht auf einem Auge verloren hat. «Es wurde von Doppelmoral gesprochen, davon, dass ich angeblich jahrelang geböllert hätte und jetzt plötzlich ein Verbot fordere, weil mir selbst was passiert ist», sagt sie. «Das ist einfach falsch!»
«Es war ein blöder Unfall!»
Andrea Plewig sei vor allem über die «Einfachheit» verärgert, über die Menschen urteilen würden. «Dieses sofortige Zuschreiben von Schuld, komplette Abwesenheit von Empathie. Ich erwarte gar kein Mitleid», erklärt sie. «Aber ich erwarte, dass man kurz nachdenkt, bevor man jemanden öffentlich als dumm oder selbst schuld abstempelt.» Mit Kritik könne sie umgehen, denn sie wisse, dass Social Media Fluch und Segen zugleich sei. «Aber was hier passiert ist, hat nichts mit Kritik zu tun», betont Plewig. «Das ist klare Abwertung.»
«Ich weiss, dass an diesem Abend vieles schiefgelaufen ist, und selbst ich kann nicht mehr alles rekonstruieren. Ich weiss nur: Es war ein Unfall. Ein blöder Unfall!» Dieser Unfall mache sie aber weder dumm noch verantwortungslos, sagt sie. Umso dankbarer sei sie für ihre Community, die sie mit Respekt behandelt und ihr viele liebe Worte zukommen liess.