Darum gehts
- Gina-Lisa Lohfink angeblich illegal operiert, Behörden prüfen Zürcher Chirurg Dorow
- Eingriff angeblich in Deutschland, nicht in Zürich durchgeführt laut Dorow
- Problem: Aqua-Filling-Gel, weltweit tödlich, kombiniert mit Eigenfett bei Lohfink
Wurde Reality-Star und Model Gina-Lisa Lohfink (39) illegal in Zürich operiert? Diese Frage beschäftigt derzeit die Zürcher Behörden. Das zeigt ein Brief, den Star-Chirurg Andreas Dorow (53) am Montag von der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich erhalten hat.
Blick liegt das Dokument vor. Darin heisst es: «Im Kanton Zürich verfügen Sie aktuell über keine gültige Berufsausübungsbewilligung, welche Sie zu einer fachlich eigenverantwortlichen ärztlichen Tätigkeit berechtigen würde.»
Der Vorwurf wiegt schwer. Dorow weist ihn entschieden zurück. Gegenüber Blick stellt er klar: «Der operative Eingriff hat nicht in der Schweiz stattgefunden.» Zwar sei Gina-Lisa am Flughafen in Zürich abgeholt worden – operiert worden sei sie jedoch in Waldshut (D), unmittelbar an der Schweizer Grenze.
Weil Gina-Lisa Lohfink immer wieder von einem Eingriff in Zürich sprach, auch gegenüber den Medien, entstand dieses Missverständnis. «Sie hat wohl nicht mitbekommen, dass wir über die Grenze gefahren sind», witzelt Dorow.
Füdli nach Pfusch-OP gerettet
Hintergrund des Eingriffs: Gina-Lisa hatte sich 2023 in der Türkei im Rahmen eines Sponsorings einer Po-Operation unterzogen, genauer gesagt einem sogenannten Brazilian Butt Lift. Dabei wird Fett an bestimmten Körperstellen entnommen, um es dann ins Füdli zu spritzen.
Die Operation ist komplett nach hinten losgegangen. Lohfink hätten die letzten zwei Jahre unaushaltbare Schmerzen geplagt. Andreas Dorow, der unter anderem schon Stars wie Carmen Geiss (60), Davina Geiss (22), Daniela Katzenberger (39) oder La Toya Jackson (69) behandelt hat, sollte ihren Po retten.
Darum hatte Lohfink so starke Schmerzen
Das Material, sogenanntes Aqua-Füllmaterial, das eigentlich im Po war, ist über die Jahre in die Beine gerutscht. «Das Aqua-Filling ist ein Polyamid-Gel, also ein reines Kunststoff-Gel, das sich nie wieder abbaut. Da sind international schon viele Stars dran gestorben. Bei ihr wurde es noch mit Eigenfett gemischt, was komplett idiotisch ist», so Dorow.
Damit Lohfinks Körper mit dem Heilungsvorgang nicht überfordert ist, wurde der Eingriff in zwei Schritte aufgeteilt. Zuerst entfernte man sämtliche Bakterien aus dem linken Bein.
Dorow sagt: «Sobald sich Gina-Lisa von diesem Eingriff erholt hat, werden wir das zweite Bein in Angriff nehmen. Vermutlich in so vier bis fünf Wochen.»