Darum gehts
Im Kino Sternen in Zürich-Oerlikon flimmerten früher nackte Tatsachen – bald sollen dort leidenschaftliche Arien ertönen. Eigentlich hätte das verruchte Schmuckkästchen schon im Herbst 2026 aufgehen sollen. Intendant Matthias Schulz (48) wollte das Sternen im Schnellgang umbauen lassen. Doch das Vorspiel dauert länger! Die Bewilligungen kommen langsamer als jede Softporno-Handlung voran, der Start rutscht auf 2027.
Wo einst roter Plüsch, schummriges Licht und diskrete Treffen dominierten, plant Schulz eine intime Bühne für Experimente, Jugendprojekte und neues Musiktheater. Aus dem früheren Sexkino wird eine Kulturkammer für Teenies, Quartierbewohner und Opern-Neulinge. Raus aus dem Musentempel, hinaus zu den Leuten – Schulz will eine «Oper für alle» und nicht nur für die Hautevolee! 200 Leute sollen im ehemaligen Sexkino Platz finden.
Jennifer Bosshard im Chartreuse-Kleid
An der Gala «A Night at the Opera» zeigte das Opernhaus Geld, Genuss und Gefühl! Spitzenkoch Stefan Heilemann (44) servierte ein köstliches Drei-Gänge-Menü, der Champagner floss in Strömen, der Dresscode war besser als sonst: Männer im Anzug mit Fliege, Frauen im Abendkleid.
Unter den VIPs tummelten sich Schwergewichte, die sonst mit Milliarden jonglieren: Blackrock-Vize Philipp Hildebrand (62) und Partners-Group-Mitgründer Alfred «Fredy» Gantner (58). Hildebrand unterhielt sich gefühlt eine Ewigkeit mit der ehemaligen G&G-Moderatorin Jennifer Bosshard (33) – die beiden dinierten am selben Tisch. Was Bosshard nicht mitbekam: Mode-Experten zerrissen sich das Maul über ihr giftgrünes Kleid – in der Fachsprache «Chartreuse» genannt, wie der französische Kräuterlikör.
Ein seltener Gast: Literaturstar Kim de l'Horizon (34). Im April feierte die Bühnenadaption von «Blutbuch» in Berlin Premiere, ansonsten ist es ruhig geworden. Wann kommt das nächste Buch? Wird es eine Abrechnung mit der Kirche – garniert mit Anekdoten aus Brasilien, wo Kim de l'Horizon länger war? Der Literaturstar lächelt charmant und schweigt. Kim erschien zusammen mit dem Dramaturgen Bendix Fesefeldt.
Bitte mehr Oper, weniger Queen!
Beim musikalischen Programm muss Intendant Schulz noch üben. Mainstream-Lieder im Opernhaus – das war, als würde man Champagner mit Cola strecken. Das Opernhaus Zürich ist Weltklasse; da braucht es kein «A Night at the Opera» (1975) von Queen! Arien, grosse Stimmen und Ballett wären die sinnlichere, ehrlichere Versuchung. Als Elīna Garanča (49) die «Habanera» aus der Oper «Carmen» zum Besten gab, zeigte das Opernhaus, was es kann. Und Romeo und Julia gaben einen Vorgeschmack auf die Ballett-Premiere am 23. Mai. Nächstes Mal bitte mehr davon!