Korrekt entsorgen
Darum gehört Katzenstreu in den Abfallkübel

In der Schweiz fällt durch etwa 1,5 Millionen Katzen eine beträchtliche Menge an Katzenstreu aus Katzenklos an. Die richtige Entsorgung von Katzenstreu ist entscheidend, um Umweltbelastungen und Verstopfungen in der Kanalisation zu vermeiden.
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Katzen sind die beliebtesten Haustiere in der Schweiz.
Foto: Getty Images

Darum gehts

  • Gebrauchte Katzenstreu ist eine Umweltbelastung und muss korrekt entsorgt werden
  • Schweizer Gemeinden und Umweltämter empfehlen aus ökologischen Gründen den Umstieg von mineralischem Streu auf biologisch abbaubare pflanzliche Katzenstreu
  • Auch biologisch abbaubare Katzenstreu darf weder mit der Grünabfuhr noch in der Toilette entsorgt werden
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Corine Turrini FluryRedaktorin Wohnen

Katzen sind die beliebtesten Haustiere in der Schweiz. Der Verband für Heimtiernahrung bezifferte 2025 die Zahl der Katzen, die in der Schweiz als Haustiere gehalten werden, auf rund 1,51 Millionen. So herzig die Samtpfoten sind, auch sie haben natürliche Bedürfnisse und verrichten zu Hause ihr Geschäft im Katzenklo, das mit Katzenstreu gefüllt wird. Das ist natürlich, aber nicht unproblematisch, denn gebrauchte Streu aus der Katzentoilette muss regelmässig entsorgt werden. Bei der grossen Beliebtheit von Katzen fällt dementsprechend eine grosse Menge an Katzenstreu für die Entsorgung an. Dazu gilt es einiges zu beachten.

Entsorgung über den Hausmüll

Gebrauchte Katzenstreu gehört in den normalen Hausmüll. Verwendete Katzenstreu aus dem Katzenkistchen wird in übliche Gebührensäcke geleert und mit dem Kehricht von der Müllabfuhr entsorgt. Dies gilt unabhängig davon, ob es sich um mineralische Streu wie Bentonit oder um pflanzliche Alternativen aus Holz- oder Pflanzenfasern handelt. Kot und Urin von Haustieren dürfen auch nicht über den Kompost oder die Biotonne entsorgt werden dürfen.

Katzenstreu darf auch nicht über die Toilette heruntergespült werden, denn mineralische Streu klumpt und lagert sich in den Rohrleitungen ab, was zu starken Verstopfungen und Schäden im Abwassersystem führen kann. Da auch am Katzenkot Reste von Streu haften, darf Kot ebenfalls nicht in der Toilette entsorgt werden. Ein weiterer Grund, Kot und Urin nicht im Klo zu entsorgen: Krankheitserreger wie Toxoplasma könnten ins Abwasser gelangen. Diese können in Kläranlagen oft nicht vollständig herausgefiltert werden.

Ökologische Alternativen und Empfehlungen

Viele Schweizer Gemeinden und Umweltämter wie das Bundesamt für Umwelt (Bafu) empfehlen den Umstieg auf biologisch abbaubare pflanzliche Katzenstreu. Diese sind inzwischen sowohl im Tierfachhandel als auch bei fast allen Supermärkten erhältlich. Obwohl auch diese Streu im Hausmüll entsorgt werden muss, verringert sie im Vergleich zu Abbau und Transport von mineralischer Streu den ökologischen Fussabdruck deutlich. Biologisch abbaubare Katzenstreu aus Weizenfasern oder Holz kann im Gegensatz zu mineralischer Katzenstreu deutlich umweltfreundlicher und kostengünstiger entsorgt werden.

Organische Streu kann in der Kehrichtverbrennungsanlage fast vollständig verbrannt werden, während bei mineralischem Streu ein unverbrennbarer Rest als Schlacke übrigbleibt. Diese Schlacke muss anschliessend in einer Deponie abgelagert werden. Organische Streu hat dementsprechend aus Abfallsicht mehrere Vorteile: Durch die Verbrennung ergibt sich nutzbare Energie und es entstehen kaum Rückstände, die deponiert werden müssen.

Erhebliches Sparpotenzial

Unerheblich sind weder die Menge noch die Kosten, die mineralische Katzenstreu verursacht: Gemäss VBSA (Verband der Betreiber Schweizerischer Abfallverwertungsanlagen) werden in der Schweiz jährlich rund 55'000 Tonnen mineralische Katzenstreu über den Hauskehricht entsorgt. Ein Wechsel von mineralischem zu biobasiertem Katzenstreu – auf Basis von Holz, Mais oder Zellulose – würde die Schlackenmenge um 5 bis 8 Prozent reduzieren und gleichzeitig den erneuerbaren Anteil der brennbaren Abfälle erhöhen. Gesamthaft würde die Allgemeinheit dadurch mehr als 10 Millionen Franken und etwa 2000 Lastwagenfahrten pro Jahr einsparen.

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