Österreich verschärft Regeln
Wer das aus dem Autofenster wirft, riskiert jetzt bis zu 1000 Euro Busse

Eine Bananenschale, ein Zigarettenstummel oder ein Papiertaschentuch aus dem fahrenden Auto werfen? In Österreich kann das teuer werden. Besonders in Wien drohen hohe Strafen. Auch für die Verkehrssicherheit kann achtlos weggeworfener Müll gefährlich sein.
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Reisende nach Österreich müssen jetzt noch mehr aufpassen.
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Was nach einer kleinen Sünde aussieht, kann in Österreich eine saftige Busse nach sich ziehen: Wer während der Fahrt Abfall aus dem Autofenster wirft, muss mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Das gilt nicht nur für Plastikverpackungen oder Getränkedosen, sondern auch für vermeintlich harmlosen organischen Abfall wie eine Bananenschale.

Der österreichische Automobilclub ÖAMTC weist darauf hin, dass das Wegwerfen von Abfällen aus dem fahrenden Auto verboten ist. Je nach Situation können unterschiedliche Vorschriften greifen. Für eine grobe Verschmutzung der Fahrbahn sieht die österreichische Strassenverkehrsordnung eine Strafe von bis zu 72 Euro vor.

In Wien wird es richtig teuer

Noch deutlich teurer kann es in Wien werden. Dort verbietet das Wiener Reinhaltegesetz, öffentliche Strassen und öffentlich zugängliche Grünflächen zu verunreinigen. Als Verunreinigung gilt ausdrücklich auch das Zurücklassen von Gegenständen oder Stoffen.

Wer dagegen verstösst, kann mit einer Verwaltungsstrafe von bis zu 1000 Euro belegt werden. Damit kann selbst eine scheinbar kleine Müllsünde wie eine weggeworfene Bananenschale teuer werden.

In Wien gibt es zudem die sogenannten WasteWatcher, die die Einhaltung der Reinhaltevorschriften kontrollieren. Für bestimmte geringfügige Verstösse kann vor Ort ein Organmandat ausgestellt werden.

Auch ausserhalb Wiens gelten Regeln

Die 1000-Euro-Höchststrafe ist eine Besonderheit des Wiener Reinhaltegesetzes und gilt nicht automatisch in ganz Österreich. Auch in anderen Bundesländern und Gemeinden können jedoch Vorschriften gegen das Wegwerfen von Abfall gelten.

Für Autofahrer bedeutet das: Wer in Österreich unterwegs ist, sollte Abfälle nicht einfach aus dem Fenster werfen. Der ÖAMTC empfiehlt, den Müll bis zur nächsten Raststätte oder einer geeigneten Entsorgungsmöglichkeit im Auto aufzubewahren.

Besonders gefährlich: Zigarettenstummel

Noch problematischer sind glimmende Zigarettenstummel. Wer sie aus dem Autofenster schnippt, kann damit nicht nur die Umwelt verschmutzen. Auf trockenen Wiesen oder an Waldrändern kann ein glimmender Stummel einen Brand auslösen.

Auch andere Gegenstände können gefährlich werden. Eine Flasche, ein Becher oder eine Verpackung kann auf der Fahrbahn landen, andere Verkehrsteilnehmer erschrecken oder zu einem Ausweichmanöver führen. Kommt es dadurch zu einem Unfall oder Schaden, können zusätzlich Schadenersatzforderungen auf den Verursacher zukommen. Bei einem durch Fahrlässigkeit verursachten Brand oder bei verletzten Personen sind laut ÖAMTC zudem strafrechtliche Konsequenzen möglich.

Lieber bis zur nächsten Raststätte warten

Die einfachste Lösung ist deshalb auch die sicherste: Abfall bleibt im Auto, bis er bei der nächsten Rastmöglichkeit korrekt entsorgt werden kann.

Wer also das nächste Mal eine Bananenschale oder einen Zigarettenstummel in der Hand hält, sollte sich den kurzen Weg aus dem Fenster sparen. Denn aus einer vermeintlich kleinen Unachtsamkeit können nicht nur Ärger und eine Busse, sondern im schlimmsten Fall auch ein Unfall oder ein Brand entstehen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf blic.rs. Das serbische Newsportal gehört wie Blick zu Ringier.

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