Frau Kunz, freuen Sie sich auf den 27. Mai?
Susanne Kunz: Ja, es ist schön und inspirierend, auf einen Event hinzuarbeiten. Das gilt noch mehr, wenn es um ein so wichtiges Thema wie den Klimaschutz geht.
Ist der Klimatag ein Herzensprojekt für Sie?
Ich habe Freude an jedem Anlass, den ich moderiere. Aber ja, den Nationalen Klimatag finde ich besonders toll, weil er ein ganz brisantes und wichtiges Thema behandelt. Durch die Corona-Krise ist es etwas in den Hintergrund gerückt. Nun ist es höchste Zeit, dieses wahrscheinlich noch dringendere Problem anzupacken.
Was kann der Klimatag bewirken?
Der Klimatag vermittelt einer breiten Öffentlichkeit auf einfache Art, dass man mit einigen, vielleicht gar nicht so grossen Änderungen viel bewirken kann. Womöglich sind auch Dinge dabei, die man sich noch nie überlegt hat. Zudem werden, für alle zugänglich, viele innovative Projekte präsentiert und neue Lösungen für den Klimawandel diskutiert.
Das klingt motivierend.
Der Klimatag soll auch optimistisch stimmen. Wir haben nichts gewonnen, wenn wir in einen Frust geraten und denken, es sei schon zu spät. Vielmehr müssen wir innovative Lösungen diskutieren. So bringt der Tag Akteure zusammen und fördert den Dialog. Es geht dabei auch um eine Message an Wirtschaft und Politik. Denn selbstverständlich müssen auch die grossen Player verantwortlich handeln und klimafreundlich wirtschaften.
Der erste Nationale Klimatag findet am Donnerstag, 27. Mai 2021 statt. Er ist Teil der «Mission Zéro» der AEE SUISSE (Dachorganisation der Wirtschaft für erneuerbare Energien und Energieeffizienz). Über 40 Expertinnen und Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft präsentieren und diskutieren Lösungsansätze für den Umgang mit dem Klimawandel in den verschiedensten Bereichen – ob Shopping, Ernährung, Wohnen, Mobilität, Klimafakten oder Sustainable Finance.. Im Rahmen des umfangreichen Programms werden auch die «Swiss Climate Challenge» lanciert und der erste «Schweizer Zukunftspreis» verliehen. An verschiedenen Standorten sind zudem Satellitenveranstaltungen geplant. Der Nationale Klimatag findet via Livestream auf www.klimatag.ch statt. Die Teilnahme ist kostenlos.
Der erste Nationale Klimatag findet am Donnerstag, 27. Mai 2021 statt. Er ist Teil der «Mission Zéro» der AEE SUISSE (Dachorganisation der Wirtschaft für erneuerbare Energien und Energieeffizienz). Über 40 Expertinnen und Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft präsentieren und diskutieren Lösungsansätze für den Umgang mit dem Klimawandel in den verschiedensten Bereichen – ob Shopping, Ernährung, Wohnen, Mobilität, Klimafakten oder Sustainable Finance.. Im Rahmen des umfangreichen Programms werden auch die «Swiss Climate Challenge» lanciert und der erste «Schweizer Zukunftspreis» verliehen. An verschiedenen Standorten sind zudem Satellitenveranstaltungen geplant. Der Nationale Klimatag findet via Livestream auf www.klimatag.ch statt. Die Teilnahme ist kostenlos.
Das Programm enthält zahlreiche Podien mit über 40 Expertinnen und Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft. Was darf man auf keinen Fall verpassen?
Ganz sicher nicht verpassen würde ich die Verleihung des ersten Schweizer Zukunftspreises. Er gibt einen schönen Abriss über Innovationen in der Schweiz. Vielleicht ist das auch ein Ansporn für manche, sich nächstes Jahr als Klimaheldin oder Klimaheld zu bewerben. Es gibt aber auch viele weitere, sehr spannende Programmpunkte über verschiedenste Themen, von Shopping über Mobilität bis Wohnen und mehr.
Welches ist Ihr persönliches Lieblingsthema?
Im Moment bin ich sehr an Nachhaltigkeit beim Kleiderkauf interessiert. Für meine Anlässe besorge ich Kleider meist «zack, zack». Nachhaltigkeit stand bisher nicht im Vordergrund. Das möchte ich ändern. Spannend finde ich auch Mobilitätsfragen, etwa wie man Leute dazu bringt, statt auf den Seychellen im Appenzell Ferien zu machen.
Wie halten Sie es selbst mit klimafreundlichem Verhalten?
Bei der Mobilität bin ich recht gut. Ich fliege nur, wenn es wirklich sein muss. Zudem habe ich kein Auto, bin folglich viel mit dem Zug unterwegs. Und in der Stadt fahre ich Velo. Ausserdem achte ich auf saisonale und regionale Lebensmittel, wenn möglich bio, esse wenig Fleisch und überheize die Wohnung nicht.
Wo fällt Ihnen das klimaschonende Verhalten noch schwer?
Die Kleider für meine Anlässe habe ich schon erwähnt. Auch bei Kinderkleidern finde ich es schwierig, nachhaltig zu kaufen. Noch habe ich einfach nicht die Zeit dafür aufgewendet, mich richtig damit zu beschäftigen, oder ich bin zu faul. Und: Ich tumblere zu viel.
Wann wurde Klimaschutz für Sie zum Thema?
So richtig begonnen hat das in den letzten zehn Jahren. Es hat sicher auch damit zu tun, dass ich Mutter wurde. Natürlich überlege ich mir, wie die Zukunft meiner Kinder aussehen wird, und mache mir Sorgen. Unsere Generation hat noch sehr frei gelebt. Wir sind viel gereist und waren sehr hedonistisch eingestellt. Wir haben also auch viel angerichtet. Jetzt sind wir mitverantwortlich dafür, das Steuer herumzureissen.
Der Klimatag war als physische Grossveranstaltung geplant. Seine zweite Ausgabe Ende Juni 2022 wird hoffentlich wieder vor Ort stattfinden können. Wie erreicht man dieses Jahr das Publikum auf vergleichbare Weise online?
Der Event wird live per Streaming gesendet. Die mit diesem Live-Charakter verbundene Spannung ist also sicher gegeben. Natürlich wäre es schön, wenn das Publikum vor Ort sein und die Stimmung hautnah spüren könnte. Doch sind die Leute nach über einem Jahr auch geübt darin, Veranstaltungen online zu verfolgen. Und der Tag enthält ein wirklich tolles und reichhaltiges Programm.