Bällebad und Bergidylle
Ein Familienhotel, das auch die Erwachsenen glücklich macht

Familienferien bedeuten oft Kompromisse: Entweder es gefällt den Kindern – oder den Eltern. Dass beides möglich ist, war mir bis jetzt fremd. Aber manchmal lohnt es sich, Vorurteile über Bord zu werfen.
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Schon bei der Ankunft werden die Kids von der bunten Wasserwelt in den Bann gezogen.
Foto: Sereina Tanner
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Kinderhotels und ich – das war bisher keine Liebesgeschichte. Zu laut, zu schrill, zu viel Plastikspielzeug auf beigem Teppichboden. Doch drei Nächte im Familienhotel Löwe in Serfaus in Tirol haben mich positiv überrascht. Gemeinsam mit meinem Mann und unseren drei Kindern (1, 7 und 8 Jahre alt) verbrachte ich ein paar Tage dort. Die grössten Pluspunkte? Ein überaus freundlicher Service, ein vielseitiges Essensangebot und echte kleine Freiräume für Eltern.

Service mit Herz

Es beginnt mit der Begrüssung. Nach drei Stunden Anreise aus Zürich stehen wir in der Lobby, und sofort ist da dieses Gefühl: Hier wird man mit offenen Armen empfangen. Das Team ist nicht nur nett – es ist wirklich aufmerksam, herzlich und nie aufgesetzt. Jeder Wunsch wird freundlich aufgenommen, das Ambiente ist trotz der vielen kleinen Gäste entspannt. Besonders beim Essen fiel die Herzlichkeit des Personals auf. Dass mein Mann während unseres Aufenthalts Geburtstag hatte, blieb dem Serviceteam nicht verborgen. Die Überraschung: ein kleiner, wunderschön dekorierter Geburtstagskuchen.

Kulinarisch bietet das Hotel ein beeindruckendes Gesamtpaket: Frühstücksbuffet, Mittagessen, Nachmittagsjause mit Kuchenbuffet, Abendessen inklusive Kinderbuffet. Die Auswahl ist riesig, die Präsentation äusserst ansprechend – nur geschmacklich dürfte es manchmal noch etwas mehr Pep sein. Vegane Alternativen fehlen leider weitgehend im abendlichen Menü, wer sich rein pflanzlich ernährt, muss sich mit Beilagen zufriedengeben. 

Freiraum für alle – von Babybademänteln und Pärchenmomenten

Geschlafen haben wir in den drei Nächten in einem tollen, grossen Zimmer in einem unglaublich bequemen Bett. Das Zimmer hatte ausreichend Stauraum für die ganze Familie, war makellos sauber und hat einen schönen Südbalkon. Ein echtes Highlight war für mich die Kinderbetreuung. Stundenweise alle drei Kinder in liebevolle Hände zu geben und gemeinsam mit meinem Mann Ski fahren zu gehen – ein Luxus, den wir seit Jahren nicht mehr geniessen durften. Dass sich unsere Kinder währenddessen im Kidsclub bestens amüsierten, machte das Ganze noch entspannter.

Die hoteleigene Wasserwelt ist ein Paradies für Kinder – farbenfroh, laut und voller Action. Für erwachsene Augen, die eher auf schlichte Ästhetik setzen, mag der Stil gewöhnungsbedürftig sein. Und auch die Gestaltung des Kidsclubs erinnert an eine Welt aus Signalfarben und Kunststoff. Doch am Ende zählt, was die Kinder davon halten – und die waren begeistert. Manchmal hilft es eben, die eigene Designvorliebe beiseitezulegen und sich am Leuchten der Kinderaugen zu erfreuen.

Ein weiterer grosser Vorteil ist die Lage des Hotels. Die U-Bahn-Station liegt nur wenige Schritte entfernt und bringt einen in wenigen Minuten direkt zur Talstation Serfaus. Für Familien, die mit Ski- oder Wanderausrüstung unterwegs sind, ein echter Komfortgewinn.

Serfaus und die gesamte Region haben für Familien unglaublich viel zu bieten. Im Winter ist das riesige Skigebiet mit seinem weitläufigen Kinderland, Schlittelpisten und Winterwanderwegen perfekt für Gross und Klein, im Sommer ist die Gegend ein Wander- und Spieleparadies. Man muss sich allerdings bewusst sein, dass der Trubel an der Talstation und auf dem Berg gross sein kann – besonders in der Hochsaison. 

Zwischen laut und leise – ein Hotel, das weiss, was Familien brauchen

Das Kinderhotel Löwe ist ein Ort der Kontraste. Hier trifft schrille Wasserwelt auf erholsamen Erwachsenen-Wellnessbereich, plastikbuntes Kinderprogramm auf abwechslungsreiche Küche und Retro-Design auf blitzblanke Sauberkeit. Was das Hotel besonders macht, ist nicht der Look, sondern die Atmosphäre. Ein Ort, an dem man sich willkommen fühlt.

Vielleicht hat es genau diese Mischung gebraucht, um meine Skepsis zu überwinden. Nicht alles trifft meinen Geschmack – aber das muss es auch nicht. Entscheidend ist, dass wir uns als Familie wohlgefühlt haben.

Dieser Artikel entstand im Rahmen einer Pressereise.  

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