Mini-Zoo, Öko-Hallenbad und der Gastgeber, der Kinder versteht
Hier haben wir tirolisches Bullerbü kennengelernt

Das Hotel Stern im tirolischen Obsteig vereint Tradition und Nachhaltigkeit. Seit 1509 in Betrieb, bietet es Familien Abenteuer, regionale Köstlichkeiten und einen Mini-Zoo – alles mit atemberaubender Aussicht auf die Mieminger Alpen. Ein Erfahrungsbericht.
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Meine Familie hat Anfang Mai 2025 das Hotel Stern im tirolischen Obsteig (nahe Innsbruck) getestet.
Foto: Qendresa Llugiqi

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Familien geniessen Natur und Nachhaltigkeit im Hotel Stern in Obsteig
  • Hotel seit 1509, erstes klimaneutrales Hotel Österreichs seit 20 Jahren
  • Kinderattraktionen, regionale Küche, Lärchenwiesen und Panoramasauna begeistern Gäste
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Qendresa LlugiqiReporterin News

Wer selbst Kinder hat, weiss, was Kindern Spass macht. Wie Kinder ticken. Und was Kinder in den Ferien brauchen. Im Hotel Stern in Obsteig im Tirol heisst der Gastgeber René Föger – vierfacher Familienvater. Er ist gelassen, hat eine warme Art. Und auch wenn Kinder der Gäste den riesigen Spielplatz oder den Streichelzoo auf den Kopf stellen, bleibt Hotelwirt und Papa Föger völlig entspannt. 

Doch nicht nur Föger, der die Gäste persönlich mit einem Lächeln und einem Mocktail (alkoholfreier Cocktail) begrüsst, ist gastfreundlich. Auch das Wetter meint es gut mit uns: Als ich an diesem Donnerstagnachmittag mit meinem Mann und meinen drei Kindern im Hotel Stern ankomme, scheint die Sonne und weht ein wohliger Frühlingswind. Unser dreitägiges Tirol-Abenteuer kann starten! 

Die Qualitäten von Gastgeber Föger widerspiegeln sich auch im Hotel: Auf den ersten Blick sehe ich hier ein stilvolles, aber trotzdem gemütlich eingerichtetes Familienhotel. Es ist kreativ und modern, ohne die traditionellen Werte zu vernachlässigen. 

Diese Eigenschaften sind etwa im Kräutergarten anzutreffen, in dem wir und die anderen Familien der Pressereise den Mocktail geniessen. Zum Durstlöscher gibt es liebevoll arrangierte Snacks dazu; Fingerfood aus regionalen Zutaten. 

Unsere Kinder sind interessierter am Herumtoben; und nehmen den XXL-Spielplatz sowie den Mini-Zoo in Beschlag. Wir Erwachsenen besprechen nach der Stärkung das Programm der nächsten Tage und melden uns für verschiedene Aktivitäten an.

Larchwiesen-Wanderung und Mini-Zoo

Das erste gemeinsame Ziel steht jedoch schon fest: die berühmten Larchwiesen oberhalb von Obsteig, die unter Landschaftsschutz stehen.

Hierfür muss ich mich kurzfristig von meiner Familie trennen. Mein Mann und die Kinder bleiben auf dem Hof des Hotels Stern – und erleben ihre eigenen kleinen Abenteuer. Während ich auf Obsteiger Entdeckungstour gehe, schickt mir mein Mann über Whatsapp Aufnahmen von unseren Kindern, wie sie die Tiere – so etwa Ponys, Ziegen und Hasen – mit Opa Toni füttern. Ein Ritual, dem alle kleinen Besucher hier täglich entgegenfiebern – wie uns die nächsten Tage zeigen.

Gemeinsam mit der Elterngruppe laufe ich durch lichte Wälder – eingebettet im Mieminger Plateau, stets mit der Mieminger Kette im Blick. Gastgeber Föger erzählt von der Geschichte Obsteigs, von mutigen Entscheidungen und herausfordernden Neuanfängen. So kommt etwa zur Sprache, wie er der Gastgeber des Hotels Stern geworden ist. Doch hierzu später mehr.

Oben auf den Lärchenwiesen bleiben wir einen Moment stehen – und können nur staunen ab diesem grünen Paradies. Wie gerne würde ich mich hier einfach ins Gras legen, die Augen zumachen und der Natur zuhören!

Öko-Hallenbad samt XXL-Rutsche

Später am Abend sitzt unsere Gruppe in einem separaten Teil des weitläufigen Speisesaals, unser eigener Bereich für die nächsten Tage. Präsentiert werden uns saisonale Menüs mit Zutaten aus der Region, die mit viel Herz angerichtet sind. Worüber sich unsere Kinder freuen? Tirola Kola – das prickelnde Tiroler Getränk. Laut René wurden im Hotel Stern die Getränke aus dem Ausland auf fünf Produkte reduziert.

Nach dem Abendessen springen wir als Familie direkt ins Öko-Hallenbad, das zu 100 Prozent mit regionaler und erneuerbarer Energie betrieben wird. Für uns heisst es hier: Schwimmen, rutschen und tauchen. Voller Freude kreischen unsere Kinder hier alles zusammen – zum Glück sind so spät am Abend kaum andere Besucher da. Die Trio-Slide wird für unsere drei Kleinen quasi zur Rennbahn. Für mich besonders schön: die Familienkojen mit Baumhaus-Feeling, wo wir uns auch etwas zurückziehen und kuscheln können.

Getrennter Spass

Am nächsten Morgen steht mein Mann bereits im Morgengrauen auf. Er darf heute auf eine Sonnenaufgangstour mit. Der krönende Abschluss für ihn: ein Bergfrühstück mit Blick auf Berg und Tal. Später zeigt er mir die Bilder. Einfach atemberaubend und unbedingt eine Wanderung wert!

Während er die Bergluft geniesst, gehe ich mit unseren Kindern den Tag ganz langsam an. Die Atmosphäre im Hotel Stern hilft beim Entschleunigen. Wir frühstücken gemütlich, haben Zeit zum Quatschen. Die Auswahl am Buffet: regional, saisonal und grosszügig.

Danach folgt aber auch bei uns ein bisschen Action: Zusammen mit meinen Kindern stürme ich den Erlebnis-Spielstadel. Das Ziel: der Seilparcours. Hier heisst es klettern, schaukeln und rennen. Das Resultat: strahlende Kinderaugen und pochende Herzen!

Danach geht es für uns ins Spielzimmer, das sich im Hotel selbst befindet. Auch dort gibt es viel zu entdecken: Klettermöglichkeiten, ein Hochbett mit Kuschelecke, Bücher und Spiele – einfach alles, was das Kinderherz so begehrt.

Drei Kartoffeln und ein Picknick

Später ziehen wir Gäste mit Elfi, seit Jahren die gute Seele des Hotel Sterns, aufs Feld. Dort setzen wir dreierlei Kartoffel – Ditta, Laura und Violetta. Danach werden wir gleich am Rande des Ackers verwöhnt: Beim Picknick gibt es Gegrilltes, Käse, Kartoffelsalat und lokales Bier – mit oder ohne Alkohol.

Am Freitagnachmittag führen unsere Kinder gemeinsam mit meinem Mann stolz die Ponys des Hotel Sterns spazieren. Währenddessen darf ich bei einem Kochkurs «vegetarisch-tirolerische» Menüs kennenlernen. Dort wird uns auch gezeigt, wie in der Küche des Hotels Stern wirklich alles verwertet wird – «mit Butz und Stingl». So werden etwa Karottenschalen nicht entsorgt, sondern kommen als knusprige, längliche Chips auf Hauptspeisenteller.

Die Entwicklung des Sterns

Bis zum gemeinsamen Abendessen nehmen wir als Familie eine Auszeit im Kräutergarten. Unsere Kinder spielen auf dem grosszügigen Spielplatz oder füttern die Tiere mit Opa Toni. Mein Mann und ich lassen auf den Liegen den Blick über die Mieminger Kette streifen. Unser Gesprächsthema: die beeindruckende Geschichte des Hotel Sterns. René Fögers Worte hallen nach.

So erzählte er etwa, dass es das Hotel seit 1509 gibt – also seit über 500 Jahren. Ab 1907 führt es die Familie Föger. Schliesslich übernahm René das Hotel vor rund zwanzig Jahren von seinen Eltern. Eigentlich war es ein Sanierungsfall und die Zukunft ungewiss. Doch er schaffte es, das erste klimaneutrale Hotel in ganz Österreich zu schaffen. Was sich im Stern eindrücklich zeigt: Wir Gäste erleben die Nachhaltigkeit hier nicht als Konzept, sondern als gelebten Alltag. Eine sehr wichtige Lektion für Jung und Alt – meiner Meinung nach.

Weil ich gesundheitlich etwas angeschlagen bin, nehmen wir den Samstag etwas entspannter. Unser ältester Sohn geht zwar noch Brot backen, nachdem die Kinder mit der hauseigenen, traditionellen Mühle Mehl mahlen dürfen. Danach gehen wir aber als Familie schwimmen und relaxen in der Panoramasauna, wo es auch einen Ruhebereich gibt. Der Ausblick: Herrlich! Direkt auf die Mieminger Gebirgskette und die Larchwiesen. 

Mit Blick auf die Abreise am frühen Sonntagmorgen macht sich Wehmut breit. Wie gerne wären wir noch länger geblieben! Hier haben wir die vergangenen Tage Bullerbü auf Tirolisch gelebt und viel über Nachhaltigkeit und Traditionen gelernt. Genau das macht dieses Hotel so besonders. Wer das selbst erleben will: Ihr wisst, folgt dem Stern nach Obsteig.

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