Darum gehts
- Hunde kommunizieren mit Pfotengeste, zeigen Zuneigung oder Stress
- Pfötchengeben oft erlernt, verstärkt durch Belohnungen
- Experten raten zu klaren Grenzen, um Gewohnheiten zu vermeiden
Hinter der Geste des Pfotengebens steckt meist mehr, als man denkt. Hunde nutzen sie gezielt, um mit uns zu kommunizieren – und manchmal kann sie sogar ein Hinweis auf Stress sein.
Hunde drücken damit Gefühle aus
Experten sind sich einig: Hunde nehmen unsere Emotionen sehr genau wahr. Wenn dein Hund dir die Pfote auflegt, während du ihn streichelst oder mit ihm kuschelst, ist das oft eine Art «Antwort». Er zeigt dir Zuneigung – fast so, als würde er sagen, dass er dich gerne mag. Manche Hunde reagieren auch auf deine Stimmung. Bist du traurig oder gestresst, kann die Pfote ein Versuch sein, dich zu trösten. Umgekehrt kann sie aber auch zeigen, dass dein Hund selbst unsicher ist.
Er hat es gelernt
Viele Hunde setzen die Pfote ganz bewusst ein – weil sie es so gelernt haben. Wer seinem Hund „Pfötchen geben“ beigebracht und dafür Belohnungen verteilt hat, verstärkt dieses Verhalten automatisch. Einige Hunde wiederholen es dann auch ohne Kommando, um Aufmerksamkeit oder ein Leckerli zu bekommen.
Dein Hund will etwas
Oft ist die Botschaft ganz einfach: Dein Hund möchte etwas von dir.
Typische Gründe:
- Er will spielen
- Er hat Hunger oder möchte ein Leckerli
- Er möchte gestreichelt werden
- Er will nach draussen oder spazieren gehen
Manche Hunde sind dabei besonders hartnäckig und stupsen immer wieder mit der Pfote nach, bis du reagierst.
Der Kontext ist entscheidend
Um deinen Hund richtig zu verstehen, solltest du immer die gesamte Situation anschauen.
- Steht die Fütterungszeit bevor? Dann hat er vermutlich Hunger.
- Ist es laut oder ungewohnt? Dann könnte er nervös sein.
Körpersprache, Umgebung und Verhalten zusammen geben dir die beste Antwort darauf, was dein Hund gerade braucht.
Wann du genauer hinschauen solltest
Grundsätzlich ist das Pfötchengeben harmlos. Trotzdem gibt es Situationen, in denen du aufmerksam werden solltest:
- Wenn dein Hund die Pfote ständig und bei allen Menschen einsetzt
- Wenn er dabei gestresst oder angespannt wirkt
- Wenn er gelernt hat, dass er immer eine Belohnung bekommt
So gehst du damit um
Auch wenn die Geste herzig ist: Zu viel davon kann schnell zur Angewohnheit werden. Experten raten, klare Grenzen zu setzen und deinen Hund gezielt umzulenken – etwa durch Ruhetraining oder feste Regeln für Aufmerksamkeit.
Hundepfoten sagen viel
Die Pfote ist für Hunde ein wichtiges Kommunikationsmittel. Mal steckt Zuneigung dahinter, mal ein konkreter Wunsch – und manchmal auch Unsicherheit. Wenn du genau hinschaust, verstehst du deinen Hund besser – und kannst noch besser auf ihn eingehen.
Dieser Artikel erschien zuerst auf blic.rs. Das serbische Newsportal gehört wie Blick zu Ringier.