Darum gehts
- Hunde empfinden Umarmungen oft als stressig und unangenehm
- Tierärzte erkennen Stresssignale wie Kopf wegdrehen oder Zunge zeigen
- Trainer empfehlen «umgekehrtes Kuscheln» für eine stressfreie Bindung
Viele Hundebesitzer umarmen ihre Tiere instinktiv und behandeln sie wie Familienmitglieder. Für Menschen ist Kuscheln ein Symbol von Liebe und Schutz – für Hunde kann es jedoch völlig anders wirken.
Hundetrainer betonen jedoch: Umarmungen auf «menschliche Art» sind eine der häufigsten Fehlerquellen im Umgang mit Hunden, da Hunde eine andere Körpersprache nutzen.
Warum Hunde Umarmungen oft stressig finden
Hunde kommunizieren vor allem über ihren Körper. Was wir als Zuneigung empfinden, kann für sie unangenehm oder sogar stressig sein. Besonders frontal und langanhaltend umarmt zu werden, kann Druck erzeugen.
Tierärzte weisen ebenfalls darauf hin, dass Hunde Zeichen von Unbehagen zeigen, etwa:
- Zunge herausstrecken.
- Kopf wegdrehen.
Solche Reaktionen sind kein «Ungehorsam», sondern ihre Art zu signalisieren: «Mir ist das unangenehm» oder «Ich will mich beruhigen».
«Umgekehrtes Kuscheln»: Eine bessere Methode
Trainer empfehlen das sogenannte «umgekehrte Kuscheln»:
- Auf Augenhöhe des Hundes gehen, hinsetzen oder hinlegen.
- Den Hund einladen, selbst zu kommen.
- Der Hund entscheidet, wann und wie er Nähe sucht.
So respektierst du die natürliche Kommunikation des Hundes, er fühlt sich sicher, und die Bindung bleibt liebevoll und eng.
Du siehst: Kuscheln ist nicht immer gut für deine Fellnase. Indem du die Nähe dem Hund überlässt, reduzierst du Stress, stärkst Vertrauen und hältst die Beziehung liebevoll. Gerade bei sensiblen oder unsicheren Hunden kann diese Methode einen grossen Unterschied machen.
Dieser Artikel erschien zuerst auf blic.rs. Das serbische Newsportal gehört wie Blick zu Ringier.