Das It-Accessoire der Saison
Tücher sind das neue Statement-Piece

Ehrlich, wer denkt bei «Tuch» nicht sofort an Grossmutter und Kirchgang? Kann man diesen Herbst ruhig vergessen, das Tuch hat sich modisch komplett neu erfunden.
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Das neue Statement-Piece: Kompakter Dreieckschal, edel gestylt.
Foto: zVg

Darum gehts

  • Tücher sind diesen Herbst mehr als Accessoires, sie dominieren Outfits
  • Trends: Schmale Skinny-Tücher oder voluminöse Varianten aus Mohair und Kunstfell
  • Vielseitig: Tücher bieten Stil und Schutz, ideal für den Herbst
Valeska Jansen
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Der grösste Shift der Saison: Tücher sind nicht mehr nur Beiwerk, sondern verschmelzen fast mit der Kleidung selbst. Lange Stoffbahnen am Ausschnitt, die wie Kragen oder Cape wirken, aus fliessendem Satin oder schwerer Wolle für maximale Drama-Optik. Klingt kompliziert, ist aber im Grunde nur ein cleveres Detail, das ein simples Kleid oder eine schlichte Bluse sofort aufwertet.

Zwei Extreme, beide im Trend

Interessanterweise laufen gerade zwei komplett gegensätzliche Richtungen parallel. Auf der einen Seite das schmale, eng gewickelte Skinny-Tuch, oft aus Seide oder feinem Strick, mehrmals um den Hals gewunden oder als Band zum Abendkleid getragen, ein klarer Rückgriff auf frühe 2000er und 70er-Vibes. Auf der anderen Seite bleibt Volumen weiterhin ein Thema, wird aber taktiler: gebürstetes Mohair, grober Zopfstrick, grossflächiges Kunstfell, mit langen, dicken Fransen in Kontrastfarben.

Welches Tuch für welchen Moment

Nicht jedes Tuch macht dasselbe. Der klassische, längere Schal bleibt am vielseitigsten, locker getragen, enger gewickelt oder nur als Kragenabschluss, ideal für wechselnde Temperaturen unter Mantel oder Wolljacke. Wer's unkompliziert mag, greift zum Schlauchschal, der ohne Knoten sitzt und besonders im Pendelalltag Nerven spart. Grössere, oft quadratische Tücher decken mehr Fläche ab und wirken sofort «angezogener», perfekt für Übergangswetter, wenn man noch nicht komplett winterlich aussehen will.

Artikel aus der «Schweizer Illustrierten»

Dieser Artikel wurde erstmals in der «Schweizer Illustrierten» publiziert. Näher dran – an Stars, Royals und Menschen mit Geschichten. Hier gehts zum Abo!

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Warum sich die Investition lohnt

Ein gutes Tuch ist eines der wenigen Accessoires, das mehrere Probleme gleichzeitig löst: Wärme genau dort, wo Kälte am meisten nervt, am Hals und im Nacken, Windschutz gegen Zugluft, und ein optisches Upgrade, das aus dem immer gleichen Basic-Outfit im Handumdrehen etwas Neues macht. Kein Wunder, dass Ikonen wie Grace Kelly oder Jackie Kennedy nie ohne ihren Seidenschal unterwegs waren, das Prinzip hat sich seit Jahrzehnten einfach nicht abgenutzt.

Fazit: Ob schmal um den Hals gewickelt oder als XXL-Cape-Ersatz, das Tuch ist diesen Herbst alles andere als verstaubtes Accessoire von früher. Wer eines im Schrank hat, kann es jetzt neu entdecken, wer keines hat, hat einen guten Grund, sich eines zuzulegen.

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