Auch stadttauglich
So funktioniert der Modetrend «Beach Dressing» im Alltag

Was früher nach Strandferien aussah, funktioniert diesen Sommer plötzlich auch mitten in der Stadt – und genau darin liegt der Reiz des neuen Beach-Dressing-Trends.
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Muschelketten, bunte Glasperlen und chunky Bangles wirken wie kleine Souvenirs aus vergangenen Sommerferien.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Beachwear erobert die Städte: Ferien-Looks jetzt auch im Alltag beliebt
  • Grund für den Trend: Hitzewellen und Sehnsucht nach entspannten Outfits
  • Social Media prägt Stil: «European Summer»-Ästhetik dominiert mit 35 Grad tauglicher Mode

Es gab einmal eine Zeit, in der Beachwear strikt ans Meer gehörte. Flip-Flops blieben am Pool, Raffia-Bags tauchten nur in den Ferien auf und Bikini-Tops schafften es höchstens bis zur Hotelterrasse beim Frühstück. Doch diesen Sommer verschwimmt die Grenze zwischen Vacation Dressing und Alltagslooks fast komplett.

Plötzlich sind die Städte voller Menschen, die aussehen, als wären sie permanent auf dem Weg zum Strand, obwohl sie eigentlich ins Büro müssen und kilometerweit vom Meer entfernt sind.

Flip-Flops werden zu Tailoring-Stücken kombiniert, gestreifte Boxershorts tauchen in Cafés auf, geflochtene Taschen ersetzen klassische Leder-Totes und Muschelketten liegen plötzlich wieder auf sonnengebräunten Schultern. Bikini-Tops blitzen unter transparenten Tanktops oder Oversized-Hemden hervor und werden vom Bademoden-Piece zum bewussten Stylingdetail.

Ein wesentlicher Grund dafür: die extremen Sommer. Hitzewellen sind Alltag und bei 35 Grad verzichten wir gerne auf unbequeme, schwere Kleidung. Die Modebranche liefert die Antwort mit leichten Materialien, weichen Schnitten und luftigen Styles, die vom Business-Meeting direkt zum After-Work-Aperitivo übergehen.

Doch der Reiz von Beach Dressing geht längst über reine Funktionalität hinaus. Nach Jahren voller makellos aussehender Looks, sehnen sich viele Menschen wieder nach Kleidung, die entspannter, nostalgischer und leicht eskapistisch wirkt. Dieser Modetrend transportiert genau diese Fantasie: langsame Nachmittage, salzige Haut, gestreifte Sonnenschirme und die Vorstellung davon, für ein paar Stunden keine E-Mails beantworten zu müssen.

Social Media hat diesen Hype zusätzlich verstärkt. TikTok, Pinterest und Instagram sind voller «European Summer»-Bilder: kleine Küstenorte, geflochtene Taschen voller Pfirsiche, luftige weisse Kleider und Sonnenbrillen auf leicht sonnenverbrannten Schultern. Selbst Menschen, die den ganzen Sommer in der Stadt verbringen, scheinen ein kleines Stück dieser Atmosphäre in ihren Alltag holen zu wollen. Das Resultat ist eine Garderobe, die sich permanent nach Ferien anfühlt. Mit diesem Starter-Kit gelingt euch der Modetrend:

Boxer-Shorts und Pyjamahosen

Gestreifte Baumwoll-Boxershorts und lockere Pyjamahosen haben das Schlafzimmer offiziell verlassen. Kombiniert mit strukturierten Blazern, Ballerinas oder langen Kleidern im typischen Scandi-Stil entsteht ein Look, der Komfort und Fashion überraschend gut verbindet.

Artikel aus der «Schweizer Illustrierten»

Dieser Artikel wurde erstmals in der «Schweizer Illustrierten» publiziert. Näher dran – an Stars, Royals und Menschen mit Geschichten. Hier gehts zum Abo!

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Raffia- und Markttaschen

Was früher ausschliesslich Ferienaccessoire waren, gehört inzwischen ganz selbstverständlich zum Alltag. Geflochtene Oversized-Totes und Netz-Markttaschen tauchen heute im Büro, im Supermarkt oder in Cafés in der Stadt auf – nicht mehr nur im Beach Club.

Muschelschmuck, Glasperlen und Armreife aus Harz

Ozean-inspirierte Accessoires feiern ein Comeback – allerdings verspielt und nostalgisch statt geschniegelt und luxuriös. Muschelketten, bunte Glasperlen und chunky Bangles wirken wie kleine Souvenirs aus vergangenen Sommerferien.

Jelly-Sandalen und Flip-Flops

Gummischuhe sind längst nicht mehr nur für den Pool vorbehalten. Modeleute tragen Jelly Sandals und minimalistische Flip-Flops jetzt zu Oversized-Hosen, Slipkleidern oder sogar Tailoring-Teilen – unerwartet, aber irgendwie unglaublich schick.

Bikini-Tops

Bademode wird nicht mehr versteckt. Farblich abgestimmte Bikini-Tops blitzen unter transparenten Layers, asymmetrischen Tops oder sogar über T-Shirts hervor und verleihen selbst simplen Outfits sofort mehr Sommerstimmung.

Oversized-Sonnenbrillen

Grosse Sonnenbrillen sind inzwischen weniger ein praktisches Accessoire als vielmehr ein Sommer-Persönlichkeitstest. Ob drinnen, in der Tram, beim Aperitivo oder morgens nach einer durchzechten Nacht – dieses Accessoire lässt selbst das einfachste Outfit sofort cineastisch wirken. Je grösser und dramatischer, desto besser.

Der Reiz von Beach Dressing liegt letztlich nicht nur im Stil selbst, sondern vor allem im Gefühl, das dieser Modetrend vermittelt. Er suggeriert eine langsamere, weichere Version des Lebens – sogar an hektischen Morgen oder in überfüllten Strassenbahnen. Und ehrlich gesagt, gibt es Schlimmeres, als sich permanent so zu kleiden, als wären wir in den Ferien.

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