Mit dem ersten iPhone trugen Millionen Menschen plötzlich Sensoren in der Hosentasche. «Forscher hatten damals erstmals die Idee, diese ständigen Begleiter für Aussagen über unsere Gesundheit zu nutzen», erklärt Dr. Filipe Barata. Er forscht an der ETH Zürich im Bereich der digitalen Phänotypisierung, der laufenden Erfassung von Alltagsdaten durch Smartphones und Wearables.
Fast zwei Jahrzehnte später boomt der Markt. Smartwatches messen den Puls, Smart Rings den Stress. Das Versprechen: präventive Überwachung auf Schritt und Tritt.
Blutwerte aus dem Schweiss
Das aktuellste Beispiel ist ein neuartiger Smart Ring von Forschern der University of California in San Diego. Er soll Zucker und Alkohol direkt über den Schweiss am Finger messen. Dr. Noé Brasier, der an der ETH Zürich zur klinischen Anwendung solcher Wearables forscht, verfolgt das Projekt genau. «Wir stehen im engen Austausch mit den US-Kollegen. Das Projekt ist hochgradig vielversprechend.»
Dr. Noé Brasier ist Dozent am Departement Gesundheitswissenschaften und Technologie der ETH Zürich. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf Wearable Devices und deren klinischer Anwendung. Dabei beschäftigt er sich sowohl mit klassischen Sensoren zur Messung von Körperwerten wie der Herzrate als auch mit der nächsten Generation von Wearables, die etwa Biomarker im Schweiss analysieren können.
Dr. Noé Brasier ist Dozent am Departement Gesundheitswissenschaften und Technologie der ETH Zürich. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf Wearable Devices und deren klinischer Anwendung. Dabei beschäftigt er sich sowohl mit klassischen Sensoren zur Messung von Körperwerten wie der Herzrate als auch mit der nächsten Generation von Wearables, die etwa Biomarker im Schweiss analysieren können.
Damit bricht die nächste Generation der Wearables an: biochemische Sensoren. Während bisherige Tracker meist nur physikalische Werte erfassen, analysieren die neuen Geräte Körperflüssigkeiten. Doch die Biologie ist tückisch. «Schweiss ist gefiltertes Blut. Die Moleküle wandern vom Kreislauf ins Gewebe und werden über die Haut abgegeben», erklärt Brasier. Genau hier liegt jedoch auch die grösste Hürde: «Diesen exakten physiologischen Weg verstehen wir wissenschaftlich einfach noch nicht restlos.»
Trotzdem sieht Brasier grosses Potenzial in der Technologie. «Die blosse Herzrate ist unspezifisch. Sie kann zunehmen, wenn wir Stress im Büro haben, Treppen steigen oder unter Herzrhythmusstörungen leiden», hält er fest. «Durch die Biochemie aus dem Schweiss können wir dem Puls einen Kontext verleihen. Das heisst, man versteht besser, was eine Messung in Bezug auf die Gesundheit aussagt. Auch wenn die Sensoren aktuell noch nicht fertig entwickelt sind und noch nicht auf die Kommastelle exakt messen, so können wir voraussichtlich mit dem neuen Smart Ring in Zukunft gesundheitliche Trends erkennen.»
Besonders für Menschen mit Diabetes oder für jene, die ein Risiko für Diabetes Typ 2 aufweisen, berge die Erfindung einen vielversprechenden Mehrwert. Die Innovation könnte Betroffenen künftig völlig schmerzfrei – also nicht invasiv – sowie durchgehend helfen, beispielsweise gefährliche Unterzuckerungen, etwa am Steuer eines Autos, abzuwenden.
Nicht nur bei den Wearables machen smarte Technik und Ergonomie den Unterschied. Wer im Alltag auf Innovationen und volle Kontrolle setzt, erwartet diesen Hightech-Anspruch auch auf der Strasse. Der neue Toyota C-HR+ ist der perfekte Begleiter für diesen Lifestyle. Mit seinen ausdrucksstarken Linien und seinem emotionalen Design ist er ein Statement für Ästhetik, die nicht nur auf dem Bildschirm, sondern auch im echten Leben begeistert. Das Interieur im Lounge-Stil ist so gestaltet, dass du dich voll und ganz auf den Moment konzentrieren kannst. Die Kombination aus Coupé-Optik und sportlicher Dynamik macht jede Fahrt zu einem bewussten Erlebnis für die Sinne. Als vollelektrisches Fahrzeug mit über 600 Kilometern Reichweite lässt dich der Toyota C-HR+ entspannt und zuverlässig neue Wege gehen und bietet smarte Praktikabilität für den Alltag.
Nicht nur bei den Wearables machen smarte Technik und Ergonomie den Unterschied. Wer im Alltag auf Innovationen und volle Kontrolle setzt, erwartet diesen Hightech-Anspruch auch auf der Strasse. Der neue Toyota C-HR+ ist der perfekte Begleiter für diesen Lifestyle. Mit seinen ausdrucksstarken Linien und seinem emotionalen Design ist er ein Statement für Ästhetik, die nicht nur auf dem Bildschirm, sondern auch im echten Leben begeistert. Das Interieur im Lounge-Stil ist so gestaltet, dass du dich voll und ganz auf den Moment konzentrieren kannst. Die Kombination aus Coupé-Optik und sportlicher Dynamik macht jede Fahrt zu einem bewussten Erlebnis für die Sinne. Als vollelektrisches Fahrzeug mit über 600 Kilometern Reichweite lässt dich der Toyota C-HR+ entspannt und zuverlässig neue Wege gehen und bietet smarte Praktikabilität für den Alltag.
Warum die Datenflut Ärztinnen und Ärzte stresst
Obwohl die Technologie bei Wearables rasant voranschreitet, tun sich Ärztinnen und Ärzte schwer mit der Integration in den Praxisalltag. Das beginnt bereits beim Faktor Zeit. «In der Sprechstunde bleiben für eine Patientin oder einen Patienten oft nur 15 Minuten», gibt Brasier zu bedenken. Komme jemand mit einer gigantischen Datenflut aus einem Wearable in die Sprechstunde und wolle jeden Ausreisser der letzten drei Monate diskutieren, sei das «im Praxisalltag schlicht nicht umsetzbar».
Auch technische Hürden bremsen die Euphorie. «Die Ärzte werden diese Daten erst nutzen, wenn sie offiziell in den Behandlungsrichtlinien stehen und nahtlos in ihre bestehenden IT-Systeme integriert sind», erklärt Barata.
Dr. Filipe Barata ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Informationsmanagement der ETH Zürich. Sein Forschungsschwerpunkt liegt vor allem im Bereich digitaler Biomarker und digitaler Phänotypisierung, insbesondere in der Nutzung von Daten aus Wearables und Smartphones, um gesundheitsrelevante Verhaltens- und Zustandsveränderungen objektiv zu erfassen.
Dr. Filipe Barata ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Informationsmanagement der ETH Zürich. Sein Forschungsschwerpunkt liegt vor allem im Bereich digitaler Biomarker und digitaler Phänotypisierung, insbesondere in der Nutzung von Daten aus Wearables und Smartphones, um gesundheitsrelevante Verhaltens- und Zustandsveränderungen objektiv zu erfassen.
Zudem ist die medizinische Zulassung ein umfangreiches Unterfangen. Der ETH-Forscher vergleicht die klinische Zertifizierung mit dem Kuchenbacken: «Man mischt alle Zutaten und steckt jahrelange Arbeit in klinische Studien. Wenn das Endprodukt den Patientinnen und Patienten am Schluss aber nicht gefällt, muss man wieder komplett von vorn anfangen.» Genau deshalb blieben viele Hersteller lieber im lukrativen, unregulierten Wellnessbereich.
Ein weiteres Risiko ist psychologischer Natur: Das dauerhafte Tracking kann krank vor Sorge machen. «Tendenziell kaufen sich Menschen solche Geräte, die sich bereits sehr viele Gedanken um ihre Gesundheit machen», beobachtet Brasier. «Wer ständig seine Werte kontrolliert, setzt sich unter Druck. Bei manchen Personen entsteht durch die ständige Überwachung erst recht zusätzlicher Stress.»
Die Industrie reagiert bereits auf diese Form der digitalen Hypochondrie: Neue Modelle – etwa von Fitbit – verzichten bewusst auf ein Display. Sie werten Daten unbemerkt im Hintergrund aus und schlagen nur im Notfall Alarm. Das durchbricht die dauerhafte Stressspirale.
Sensoren im WC oder in der Matratze
Fakt ist: Die Zeit der reinen Schrittzähler ist vorbei. Wearables entwickeln sich zunehmend zu einem ernst zu nehmenden Frühwarnsystem. «Wenn wir damit grossflächig jene Personen herausfiltern, die ein echtes Gesundheitsrisiko tragen, muss nicht mehr die gesamte Bevölkerung präventiv zum Arzt. Das würde extrem Kosten sparen», sagt Brasier.
Laut Barata wird die Datenerfassung künftig noch unauffälliger ablaufen: «Es gibt alternative Szenarien, in denen noch mehr Sensoren ins Alltagsleben eingebettet werden. Sei es in die Bettmatratze oder in smarte Toiletten.» Dass wir uns aufgrund einer konsequenten Weiterentwicklung bald alle einen Chip implantieren lassen, der die Werte direkt im Blut misst, glaubt er indes nicht. «Da bin ich noch ein bisschen skeptisch, dass das so schnell kommt.»
Anfang Februar 2027 kommen an der ETH Zürich führende internationale Forscherinnen und Forscher zusammen, um über digitale Biomarker zu sprechen – Gesundheitssignale, die sich etwa über Smartwatches im Alltag messen lassen. Auf einem begleitenden Podium wird zudem diskutiert, wie diese Innovationen verantwortungsvoll ins Gesundheitssystem gelangen. Die Konferenz ist für interessierte Personen kostenpflichtig zugänglich.
Anfang Februar 2027 kommen an der ETH Zürich führende internationale Forscherinnen und Forscher zusammen, um über digitale Biomarker zu sprechen – Gesundheitssignale, die sich etwa über Smartwatches im Alltag messen lassen. Auf einem begleitenden Podium wird zudem diskutiert, wie diese Innovationen verantwortungsvoll ins Gesundheitssystem gelangen. Die Konferenz ist für interessierte Personen kostenpflichtig zugänglich.
Dieser Beitrag wurde vom Ringier Brand Studio im Auftrag eines Kunden erstellt. Die Inhalte sind redaktionell aufbereitet und entsprechen den Qualitätsanforderungen von Ringier.
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