Krankheitswelle im Herbst – Fälle innert eines Monats verfünffacht
Brauche ich jetzt eine Corona-Impfung?

Noch vor der ersten Grippewelle steigen die Covid-Zahlen deutlich: Innerhalb eines Monates haben sich die Fälle verfünffacht. Dabei spielt dieses Jahr vor allem die Variante XFG eine grössere Rolle.
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Aktuell steigen die Covid-Fallzahlen wieder an. (Symbolbild)
Foto: Shutterstock

Darum gehts

  • Covid-Fälle verfünffachten sich innert eines Monats
  • XFG ist Omikron-Nachkomme, schwerere Verläufe unbelegt
  • Covid-Impfung wird nur für Risikogruppen empfohlen, bei Grippe sollten sich möglichst auch Kontaktpersonen impfen lassen
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Wiebke KöhneRedaktorin Newsdesk

Im Herbst beginnt das grosse Schnoddern: Offiziell startete die Grippesaison bereits am 28. September. Während es bis zur ersten Grippewelle noch etwas dauern dürfte, steigen die Covid-Fälle derzeit an. Wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) auf Anfrage von Blick mitteilt, hatten diese bereits in den Vorjahren im Herbst ihren Höhepunkt erreicht.

Die aktuelle Zirkulation der Covid-Viren fällt laut der Behörde jedoch etwas weniger stark aus. Das ganze Ausmass der Welle könne jedoch erst am Ende der Saison beurteilt werden. Blick klärt die wichtigsten Fragen zur diesjährigen Corona-Welle.

Welche Varianten sind derzeit im Umlauf?

Laut dem BAG werden die zirkulierenden SARS-CoV-2 Varianten über das Abwasser-Monitoring überwacht. Derzeit werde in den Schweizer Abwässern hauptsächlich die Variante XFG nachgewiesen.

Was zeichnet die XFG-Variante aus?

Wie der Kantonsärztliche Dienst des Kantons Genf (SMC) gegenüber «24 Heures» angegeben hat, handelt es sich bei der XFG-Variante um einen Nachkommen der Variante Omikron. Auch die Symptome sind bereits von älteren Varianten bekannt: Fieber, Kopfschmerzen, Schnupfen und Müdigkeit. Allerdings würden Geschmacks- und Geruchsverlust laut SMC seltener auftreten. Verglichen mit anderen zirkulierenden Varianten gibt es laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) keine Hinweise darauf, dass die XFG-Variante eine schwerere Erkrankung auslöst.

Bringen vergangene Impfungen etwas gegen die aktuelle Variante?

Ältere Impfstoffe, die auf den ursprünglichen Virus oder früheren Varianten abgestimmt sind, neutralisieren neue Mutationen zwar über die Zeit schlechter, wodurch das Risiko für eine leichte oder milde Infektion steigt. Aber: Ein schwerer Verlauf wird in den meisten Fällen weiterhin wirksam verhindert.

Das BAG gibt an, dass die Impfstoffe für die jährliche Impfung jeweils an die am häufigsten zirkulierenden Virusvarianten angepasst werden. Aufgrund der Verwandtschaft der Viren sei der Wirkstoff im Fall einer sogenannten Kreuzimmunität auch gegen andere Varianten wirksam.

Wem wird eine Impfung empfohlen?

Das BAG rät in seiner aktuellen Impfempfehlung nur noch Personen mit Risikofaktoren zu einer Covid-Impfung. Dazu gehören in erster Linie Personen ab dem 65. Lebensjahr, bei denen das Risiko für einen schweren Verlauf altersbedingt steigt. Zudem wird eine Impfung für unter 16-Jährige empfohlen, wenn bestimmte Grunderkrankungen oder Trisomie 21 vorliegen.

Das Risiko eines schwereren Krankheitsverlaufs bei Schwangeren wird durch das BAG deutlich geringer geschätzt als in den Vorjahren. Unter anderem, da bereits viele Menschen in der Bevölkerung immun sind. Daher wird Schwangeren nur noch aufgrund einer medizinischen Einschätzung durch eine Fachperson oder bei gewissen Grunderkrankungen zu einer Impfung geraten.

Wie sieht es mit Grippeimpfungen aus?

Im Gegensatz zu Covid beginnt die Grippesaison laut BAG typischerweise erst im Winter. Für die Saisonale Influenza werden Impfungen für bestimmte Personengruppen empfohlen. Wie das BAG auf seiner Website mitteilt, gehören auch Menschen ab dem 65. Altersjahr, schwangere Frauen, frühgeborene Kinder bis zwei Jahre sowie Personen mit chronischen Erkrankungen dazu.

Des Weiteren empfiehlt das BAG auch allen eine Grippeimpfung, die in nahem Kontakt mit diesen Personengruppen stehen. Am besten geschützt ist, wer sich zwischen Mitte Oktober und dem Beginn der ersten Grippewelle impft.

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