Vitamin-D-Mangel für Grippewelle verantwortlich
Die Sonne geht, die Grippe kommt!

Ist das Wegbleiben der Sonne daran schuld, dass sich die Grippe vor allem im Winter ausbreitet?
Foto: RMS

Eben doch: Lebertran ist gesund

Sein Forscherteam fasste die Ergebnisse weltweiter Forschungen zum Thema Grippe, Saisonalität und Vitamin D zusammen: Fischöl (enthält Vitamin D) kann beispielsweise die Grippeanfälligkeit verringern. Eine Studie aus Russland zeigte, dass Männer, denen Influenzaviren gespritzt wurden, im Winter eher erkrankten als im Sommer. In Indien fand man heraus, dass Kinder mit Vitamin-D-Mangel häufiger an Infektionen der Atemwege leiden.

Vitamin-D-Mangel könnte also tatsächlich Ursache für die erhöhte Anfälligkeit im Winter sein. Zum einen gibt es weniger Sonnenschein, zum anderen hält die Kälte viele Menschen davon ab, sich länger draussen aufzuhalten. Und wir tragen im Winter mehr Kleidung, weshalb weniger Sonnenlicht an unsere Haut dringt. Daher bilden wir weniger Vitamin D.

Die Ergebnisse von Cannell sind jedoch nicht unumstritten. Andere Wissenschaftler fordern eindeutigere Tests und Beweise für einen Zusammenhang von Vitamin-D-Mangel und Grippewellen. Ab und zu ein Fischbrötchen oder der ungeliebte Löffel Lebertran aus unserer Kindheit scheinen aber trotzdem nicht zu schaden.

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