Nicht nur die Ernährung beeinflusst den Blutzucker. Auch Schlaf, Bewegung und Koffein spielen bei der Regulation des Blutzuckers eine Rolle. Wer seinen Stoffwechsel unterstützen möchte, kann deshalb auch bei seinen Alltagsgewohnheiten ansetzen.
1. Zu wenig Schlaf
Wer regelmässig spät ins Bett geht und zu wenig schläft, kann damit seine Insulinempfindlichkeit beeinträchtigen. Insulin sorgt dafür, dass Glukose aus dem Blut in die Körperzellen gelangt. Reagieren diese weniger empfindlich auf das Hormon, kann die Blutzuckerregulation schwieriger werden.
Schlafmangel kann zudem dazu führen, dass wir uns weniger bewegen und häufiger zu kalorienreichen Lebensmitteln greifen.
Tipp: Regelmässige Schlafenszeiten helfen, einen gesunden Schlafrhythmus zu fördern.
2. Stundenlanges Sitzen
Wer den Tag überwiegend am Schreibtisch, im Auto oder vor dem Fernseher verbringt, bewegt sich oft zu wenig. Dabei nutzen die Muskeln Glukose als Energiequelle. Bewegung unterstützt deshalb die Blutzuckerregulation.
Es muss kein intensives Training sein: Schon kurze Spaziergänge und regelmässige Bewegungspausen unterbrechen lange Sitzphasen.
Tipp: Wer viel sitzt, sollte zwischendurch aufstehen und sich bewegen. Auch ein kurzer Spaziergang nach dem Essen kann sinnvoll sein.
3. Kaffee und Koffein
Nicht nur die Zutaten im Kaffee sind entscheidend. Zucker und süsse Sirupe erhöhen die Zuckeraufnahme. Schwarzer Kaffee enthält dagegen praktisch keine Kohlenhydrate.
Auch Koffein kann bei manchen Menschen vorübergehend die Insulinempfindlichkeit beeinflussen. Wie stark dieser Effekt ausfällt, ist individuell unterschiedlich.
Menschen mit Diabetes oder erhöhtem Blutzucker sollten deshalb beobachten, wie sie auf Kaffee reagieren, und bei auffälligen Werten ärztlichen Rat einholen.
Was hilft im Alltag?
Mit einfachen Veränderungen lässt sich der Stoffwechsel unterstützen:
- Genug schlafen: Regelmässige Schlafenszeiten einhalten.
- Mehr bewegen: Sitzpausen einlegen und kurze Spaziergänge machen.
- Weniger Zucker im Kaffee: Süsse Zusätze reduzieren.
- Blutzucker kontrollieren: Bei wiederholt auffälligen Werten medizinischen Rat einholen.
- Ausreichend schlafen: Möglichst regelmässige Schlafenszeiten helfen, einen stabilen Schlafrhythmus zu entwickeln.
- Sitzzeiten unterbrechen: Kurze Bewegungspausen und Spaziergänge bringen zusätzliche Aktivität in den Alltag.
- Süsse Kaffeezusätze reduzieren: Wer Zucker oder Sirup im Kaffee verwendet, kann die Menge schrittweise verringern.
- Auf die eigenen Werte achten: Bei Diabetes oder erhöhtem Blutzucker sind individuelle Messwerte und ärztliche Empfehlungen entscheidend.
Wichtig ist: Erhöhte Blutzuckerwerte haben unterschiedliche Ursachen. Neben Ernährung, Bewegung und Schlaf spielen beispielsweise auch Medikamente, Stress und Erkrankungen eine Rolle. Wer wiederholt auffällige Werte feststellt, sollte diese medizinisch abklären lassen, statt allein auf Veränderungen im Alltag zu setzen.
Dieser Artikel erschien erstmals auf zena.blic.rs, dem Lifestyle-Portal des serbischen Mediums Blic, das zur internationalen Ringier-Gruppe gehört.