Darum gehts
- Frühschwangerschaft zeigt diverse Symptome wie Schamlippenverfärbung, Speichelfluss und Heisshunger
- Hormonelle Veränderungen beeinflussen Körper und Verhalten stark, verursachen teils Unbehagen
- Ab 5. Woche Fruchtblase per Ultraschall nachweisbar, Schwangerschaft sicher erkennbar
Du spürst, dass sich in deinem Körper etwas verändert – aber bist dir noch nicht sicher, ob ein kleines Wunder unterwegs ist? Viele Frauen erleben in den ersten Wochen der Schwangerschaft ganz subtile, aber auch sehr überraschende Zeichen. Manche sind zart und kaum bemerkbar, andere kommen plötzlich und machen den Alltag ein bisschen ungewohnt. Von Heisshunger über Müdigkeit bis zu seltsamen Gerüchen: Wir zeigen dir 28 sehr frühe Anzeichen, die auf eine Schwangerschaft hindeuten können – und erklären, warum sie auftreten. So kannst du besser einschätzen, ob es Zeit für einen Test oder einen Arztbesuch ist.
Bläuliche Schamlippen
Dieses Symptom wird «Lividität» genannt. Es kann durch die hormonelle Veränderung bereits in der Frühschwangerschaft auftreten. Betroffen sind der Schambereich sowie die Schleimhaut der Vagina.
Empfindliche Brüste
Nicht selten erleben werdende Mütter in der Frühschwangerschaft ein Kribbeln, Spannen oder auch Schmerzen in der Brust. Für diese Symptome sind die Hormone Östrogen und Progesteron zuständig, die die Brust auf das spätere Stillen vorbereiten. Allerdings sind Brustspannungen auch ein Symptom des prämenstruellen Syndroms PMS. Also Vorsicht, Verwechslungsgefahr!
Speichelfluss
Unglücklicherweise sind vor allem Frauen, denen übel ist, von vermehrtem Speichelfluss in der Frühschwangerschaft betroffen. Dieses Symptom wird als extrem lästig empfunden.
Nasse Unterhosen
Bei vielen Frauen sorgt Östrogen auch für vermehrten vaginalen Ausfluss in der Frühschwangerschaft. Solange die Flüssigkeit nicht riecht, ist das völlig normal.
Heisshunger
Gestern Nacht mal eben Nutellabrot in Kombination mit Käse verdrückt? Wenn man plötzlich zu ungewöhnlichen Fressattacken neigt (sowohl bezüglich der Art der Lebensmittel, der Menge als auch der Uhrzeit), ist dies ein sehr starkes Zeichen für eine Schwangerschaft.
Nichts schmeckt richtig gut
Die Geschmackswahrnehmung kann sich in der Frühschwangerschaft verändern. So kommt es oft auch zum Gegenteil von Heisshunger: einer gewissen Appetitlosigkeit. Logisch, wenn plötzlich die Leibspeise nicht mehr schmeckt.
Geruchsempfindlichkeit
Manche Frauen erleben schon sehr bald nach der Befruchtung einen absoluten Ekel vor Gerüchen. Das kann ganz schön anstrengend sein. Denn gerade Hygieneprodukte wie Zahnpasta oder Duschmittel, die man täglich braucht, können einen so richtig nerven mit ihrem Duft.
Die beste Nebenwirkung überhaupt
Der Körper spürt im Normalfall, was ihm guttut – und was nicht. So kommt es, dass extrem viele Frauen bereits einen Ekel vor Genussgiften wie Nikotin, Alkohol oder Kaffee wahrnehmen, noch bevor sie wissen, dass sie schwanger sind.
Verstopfung
Von diesem frühen Schwangerschaftsanzeichen ist jede vierte werdende Mutter betroffen. Leider ist damit zu rechnen, dass später Hämorrhoiden auftreten. Denn das ewige Pressen auf der Toilette belastet den Darmausgang. Gut zu wissen: Wenige Monate nach der Geburt bilden sich die meisten Hämorrhoiden automatisch wieder zurück.
Reizbarkeit
Wenn man sich ansieht, was die Hormone mit dem Körper alles anstellen, verwundert es kaum, dass auch das Gemüt von den Veränderungen betroffen ist. Launenhaftigkeit und Stimmungsschwankungen gehören neu zum Alltag? Dann ist die Chance gross, dass sich da was eingenistet hat.
Rückenweh
Krämpfe im Unterleib äussern sich oft auch in Form von Rückenbeschwerden. So spüren manche Frauen nicht nur die Menstruationskrämpfe im Rücken, sondern auch andere Veränderungen der Gebärmutter.
Zerstreutheit
Die sogenannte «Schwangerschaftsdemenz» kann schon sehr früh in der Schwangerschaft auftreten. Die Wissenschaft vermutet einen Zusammenhang zwischen dem Hormon Prolaktin und einer gewissen Vergesslichkeit.
Migräne oder Kopfschmerzen
Auch dieses Schwangerschaftssymptom ist auf die grosse hormonelle Veränderung zurückzuführen. Zum Glück verschwinden die Kopfschmerzen der Frühschwangerschaft oft nach der 12. Schwangerschaftswoche.
Hohe Basaltemperatur
Die Körpertemperatur einer Frau schwankt im Verlauf ihres Zyklus. Um den Eisprung steigt die Basaltemperatur an, zu Beginn der Menstruation fällt sie ab. Ausser, es hat sich in der Zwischenzeit eine befruchtete Eizelle eingenistet. Wer einen Zykluscomputer nutzt, um die Basaltemperatur auszuwerten, kann sehr zuverlässig schon vor der Periode wissen, ob die Schwangerschaft eingetreten ist.
Zwei Striche
Sehr gut zu wissen: Ein positives Ergebnis ist bei einem Schwangerschaftstest ein zuverlässiges Zeichen für eine Schwangerschaft. Ein negatives Ergebnis tritt hingegen öfter falsch ein.
Dunkle Brustwarzen
Allgemein kann es in der Frühschwangerschaft zu dunklen Hautverfärbungen kommen. Am häufigsten sind diese an den Brustwarzen, im Gesicht oder als Strich auf dem Unterleib, der sich vom Bauchnabel bis zur Schambehaarung zieht, zu erkennen. Grund dafür: Der Körper produziert mehr Melanin, das für Haut-, Augen- und Haarfarbe des Babys verantwortlich ist.
HCG-Nachweis im Blut
Dies ist ein absolut sicheres Schwangerschaftsanzeichen. Es kann jedoch nur vom Arzt festgestellt werden.
Sichtbare Fruchtblase
Gewusst? Bereits ab der 5. Schwangerschaftswoche gelingt es, die Bildung einer Fruchtblase per Ultraschall nachzuweisen.
Müdigkeit
Dieses Symptom begleitet sehr viele Frauen durchs erste Trimester einer Schwangerschaft. Zum Glück ist es ab der 12. Woche meist überstanden.
Erbrechen
Die bekannteste Nebenwirkung einer Schwangerschaft ist mit Sicherheit das Erbrechen. Es kann bereits ab der 5. Schwangerschaftswoche auftreten.
Durchfall
Dieses Schwangerschaftsanzeichen sollten Frauen nicht auf die leichte Schulter nehmen: Oft entsteht der Durchfall durch das veränderte Essverhalten. Es ist wichtig, dieses Symptom mit einer medizinischen Fachperson zu besprechen.
Keine Blutung
Das ist natürlich ein klarer, aber dennoch kein eindeutiger Hinweis dafür, dass man einen Schwangerschaftstest durchführen und den Arzt oder die Ärztin kontaktieren sollte. Denn das Ausbleiben der Blutung kann auch durch Zyklusverschiebungen oder Erkrankungen entstehen.
Leichte Schmierblutung
Die Einnistung erleben viele Frauen begleitet von rosarot gefärbtem Ausfluss. Diese leichte Schmierblutung ist völlig normal und kein Grund, sich Sorgen zu machen.
Linea negra
Wenn sich auf eurem Unterbauch ein senkrechter, dunkler Hautstreifen bemerkbar macht, auch wenn es nur ein Schatten ist, kann dies ein frühes Schwangerschaftsanzeichen sein. Diese Verfärbung der Haut entsteht durch hormonelle Veränderungen, die die Melaninproduktion anregen, und verblasst in der Regel einige Zeit nach der Geburt wieder von selbst.
Schwindel
Der Blutdruck kann zu Schwangerschaftsbeginn absinken. Dies führt dazu, dass vielen Frauen in den ersten Wochen oft schwindelig oder schwarz vor Augen wird.
Bauchkrämpfe
Menstruationsartige Unterleibsverspannungen treten in den ersten Schwangerschaftswochen recht häufig auf.
Harndrang
Wer ständig zum Pinkeln auf die Toilette muss, erlebt eventuell eines der frühesten Schwangerschaftsanzeichen überhaupt. Das Hormon Östrogen verändert den Unterleib – was sich auch auf die Blase auswirkt, indem die vergrösserte Gebärmutter einen muskulären Reiz für den Harndrang auslösen kann.
Schlafstörungen
Unruhige Nächte gehören zu den sehr frühen Schwangerschaftsanzeichen. Es ist allerdings nicht immer der sich verändernde Hormonhaushalt, der für Turbulenzen sorgt. Oft sind es auch der grosse Kinderwunsch und das Gedankenwälzen rund um eine mögliche Schwangerschaft, die Frauen zwischen Eisprung und erstem möglichem Testtag wach halten.
Zum Schluss gilt die Sicherheit
Nicht jedes dieser Anzeichen bedeutet automatisch, dass du schwanger bist – viele Symptome können auch andere, harmlose Ursachen haben. Wenn sich jedoch mehrere davon häufen oder dein Bauchgefühl «Ja» sagt, bringt ein Schwangerschaftstest oder eine Untersuchung deiner Ärztin oder deinem Arzt Klarheit. Generell gilt: Vertraue deinem Körper – er spürt oft schon, was in ihm passiert, lange bevor ein Test es dir offiziell bestätigt.